Blindes Kind

    Diskutiere Blindes Kind im Integration-Entwicklungsverzögerung-Heilpädagogik Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Also.... ich habe jetzt hier schon viel über behinderte Kinder etc. gelesen doch soviel ich weis stand noch nirgends was über ein blindes...
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N-Sternschnuppe
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Blindes Kind Beitrag #1
Also.... ich habe jetzt hier schon viel über behinderte Kinder etc. gelesen doch soviel ich weis stand noch nirgends was über ein blindes kind....!?!?!?! Habt ihr keine in der Einrichtung? Kennt ihr welche?

Also ich kenne ein blindes Kind, das seid kurzem in den Kindergarten geht. ich wollte doch mal so von euch was dazu erfahren... egal was!



gruß nadja
danke


Anmerkung Susi: Habe den Betreff geändert ...
 
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Anonymous
Gast
Blindes Kind Beitrag #2
Hallo Nadja,

wie ist es denn mit eurem blinden Kind? Was genau interessiert dich?
 
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N-Sternschnuppe
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Blindes Kind Beitrag #3
mich interessiert, in welche einrichtungen blinde kinder gehören? in normale regeleinrichtungen oder integrative?
und vor allen dingen wie mit dem kind umgegangen werden muss. weil es ist doch ne neue umgebung und es sieht ja nichts. ist eine erzieherin nur für dieses kind da? wie gehen die anderen kinder mit ihm um.

wenn ich den vater des kindes frage, dann kann der mir ja doch nicht so wirklich eine antowrt auf die frage geben, weil eltern ja nicht so den einblick in den kindergartenvormittag haben wie eine mitarbeiterin.

ist das nicht schwierig mit blinden kindern????

gruß nadja
 
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Zoe
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Blindes Kind Beitrag #4
Hallo!
Ich habe mal in einer Einrichtung hospitiert, wo ein blindes Kind war.
Dieses Kind war aber schon länger dort und kannte sich auch dementsprechend gut aus.
Er bewegte sich frei im Raum und die anderen kinder haben auch mit ihm gespielt.
Die Einrichtung war übrigens eine integrativ arbeitende Tagesstätte.
Wenn wir nach draußen gegangen sind, hat eine Erzieherin ihn an die Hand genommen und ihn geführt, doch auch dort hat er sich alleine bewegt und gespielt.
Für den Anfang stelle ich es mir vielleicht nicht ganz so einfach vor, denn das Kind muß ja erst einmal die Räumlichkeiten kennen kernen, wo eine Kraft sich mehr um ihn kümmern muß, doch das wird sich bei Eurem kind bestimmt auch ändern, wenn er länger da ist.
Den anderen Kindern würde ich das ganze einfach genau erklären.
Unsere Kinder haben den Jungen super aufgenommen und ihn in das Spiel mit einbezogen.
Sie haben ihm immer viel erklärt und ihm auch Sachen in die Hand gegeben.
Ich fand diese Erfahrung toll
LG
Zoe
 
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Blindes Kind Beitrag #5
das hört sich sehr lieb an wie eure kinder mit dem blinden kind umgegangen sind. gerade beim spielen stelle ich es mir sehr schwiergig vor, weil er vielleicht gesellschaftsspiel nicht spielen kann, weil er das ja gar nicht erkennt. ich stelle mir selber vor wie ich mich in so einer situation zurecht finden würde, doch mir fehlen die antworten, da ich es mir nicht vorstellen kann.

gruß nadja
 
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Pippin
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Blindes Kind Beitrag #6
hallo nsternschnuppe,
wie ein blinder mensch sich in der welt zurechtfindet, können wir sehenden nur minimal nachvollziehen. unser kopf ist voll von bildern, ein blind geborener mensch erlebt die welt anders. deshalb ist es für uns schwer, uns blinde, in für uns selbstverständlichen situationen (gesellschaftsspiel) vor zu stellen.
kinder wachsen mit denen ihnen zur verfügung stehenden physischen und psyschichen fähigkeiten auf.die zeit, umwelt und erfahrungen lassen sie zu erwachsenen menschen werden. blinde menschen lernen sich in der welt zurecht zu finden.
ein kind im kindergarten ist auf die hilfe der erzieherinnen und kinder angewiesen. mit der zeit wird es sich auskennen und es liegt an der qualifizierten arbeit des teams, der zusammenarbeit mit den eltern und förderstellen, ob es gelingt das kind zu integrieren.
es wird intensive und individuelle arbeit sein, die geleistet werden muss, die eigentlich jeder kindergarten, mit fachlicher kompetenz meistern kann.
gruß pippin :clown:
 
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Hep 06/09
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Blindes Kind Beitrag #7
Hallöchen

Hallo,
ich habe selbst in meinem letzten Praktikum (6 Monate lang) ein blindes Kind betreut.
Er war 6 Jahre alt und schon einige Jahre in der Einrichtung.
Die räumlichkeiten kannte er genau und konnte sich frei bewegen. Manchmal musste man ihm nur sagen wann er links bzw. rechts abbigen musste. Links und rechts konnte er unterscheiden.
Hatte er mal eine schlechten Tag, so half ich ihm, indem ich voraus bin und durch meine Stimme gelotzt habe. Hier ein Beispiel: Er sollte ins Bad wie alle Kinder, ging aber in die falsche Richtung, so habe ich aus dem Bad heraus gefufen "A. hier ist das Bad". War er dann auf dem Richtigen Weg so sagte ich es ihm auch.
Auf dem Spielplatz bewegte er sich zum größten Teil frei. Man musste halt nur drauf achten das er nicht irgendwo extrem gegenlief oder über Spielzeug stolperte.
Im Winter hat ihm das Rodeln am Besten gefallen. Da ist dann ein Erziehr immer mit den Berg runter.
All seine Gegenstände hatten Aufkleber mit der entsprechenden Bezeichnung in der Blindenschrift. So war zum Beispiel einer an seinem Stuhl (da Stand dann halt Stuhl drauf), an der Tür, seinem Garderobenfach, wo sein Zahnputzbecher stand, usw. Klar konnte er dies noch nicht lesen, jedoch sich daran orientieren und an die Schrift gewöhnen.
Zum Malen befestigten wir sein Blatt mit Klebestreifem am Tisch.
Mit anderen Kindern spielen war etwas schwierig da er autistische Züge hatte und auch der starke Verdacht auf Autismus bestand.
 
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Hepie
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Blindes Kind Beitrag #8
Hallo

Ich arbeite in einer Internatsgruppe für Blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche mit einer Mehrfachbehinderung.

Das heißt in meiner Gruppe sind die Kids nicht so fit, dass sie es lernen könnten, mit einem Stock die Welt zu erkunden... zumal von 8 Kindern 5 im Rollstuhl sitzen und einer einen Rollator benötigt.

Aber in unserer Einrcihtung gibt es auch fitte Kids, die den Stock nutzen und denen es ihren Alltag erleichtert...

Das meiste geht halt über das Gehör und Vibration. wie von Hep beschrieben, halt auch über ansagen... bzw Klopfen oder Klatschen.

Ein Kind z.B. ist Vollblind und taub... da geht halt alles nur über den Geschmack, Berührungen, Geruch oder Vibrationen. Mit diesem Kind zu arbeiten ist sehr sehr spannend.

damit auch wir Betreuer einen Einblick davon bekommen wie es ist z.B. Blind Sport zu betreiben, ziehen wir beim Blindenfußball oder Torball (eine Sportart für Blinde Menschen) Blickdichte Brillen auf... bzw jeder von uns Betreuern sollte dies einmal ausprobiert haben.

Die Arbeit mir blinden und sehgeschädigten Menschen ist sehr sehr spannend... und ich kann jedem empfehelen, dies einmal ausprobiert zu haben. Es passieren immer wieder unerklärliche, faszinierende Dinge... so kann ein vollblindes Kind auf einmal Farben erkennen... und keienr weiß woher das kommt.

LG nadine
 
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