Den Berufsalltag strukturieren

    Diskutiere Den Berufsalltag strukturieren im Ausbildung Forum im Bereich Hilfe, Rat und Austausch - für die Praxis; Moin! Ich bin 22 Jahre alt, angehender Erzieher und ausgebildeter Sozialassistent (in Niedersachsen) und habe ein großes Problem in meiner Arbeit...
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Hannoi
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Den Berufsalltag strukturieren Beitrag #1
Moin!

Ich bin 22 Jahre alt, angehender Erzieher und ausgebildeter Sozialassistent (in Niedersachsen) und habe ein großes Problem in meiner Arbeit.

Ich schaffe es einfach nicht meinen Arbeitsalltag zu strukturieren.

Die schwerwiegensten Probleme sind:

- Zeiteinschätzung
Ich habe ein Problem damit meine Zeit, die ich für die Angebote benötige, richtig einzuschätzen. Die Angebote laufen immer etwas länger (5-20 Minuten) als gewollt.

- Arbeitsverhalten
Eine Aufgabe der Schule war, im Rahmen eines Praktikums, ein Projekt durchzuführen.
Ich habe mich dazu entschlossen, den Kindern Ängste im Umgang mit "ekelhaften" Tieren (Würmer, Schlangen, Fische) zu nehmen.
Leider habe ich bei diesem Thema nur 3 Angebote durchführen können. Teilweise weil die Zeit gar nicht da war, dann aber auch wieder weil ich alles umscheißen musste und ein (kleiner) Teil hat bestimmt auch meine eigene Gemütlichkeit gebracht!:(


Ich suche jetzt einfach nach den unterschiedlichsten Möglichkeiten meinen Arbeitsalltag so zu strukturieren, dass ich gut damit fahre.
Gerne hätte ich zu den Sachen auch eine Quellenangabe, falls ihr irgendwelche Seiten empfehlen könnt!

Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Es wäre sehr wichtig!

Danke!:)
 
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Björn
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Den Berufsalltag strukturieren Beitrag #2
Hi Hannoi,

herzlich Willkommen im Kindergarten-Workshop! :guten tag:

Zeiteinschätzung ist relativ.
Du kannst sicherlich im voraus planen wie lange ein Angebot dauern kann, aber letztendlich bestimmen es mehrere Faktoren ob die geplante Zeitsetzung realisierbar ist:
- die Aufnahmefähigkeit der Kinder (je nach Angebot)
- das Interesse der Kinder
- deine Impulsgebung und Motivationsfähigkeit
- ...

Zu deiner Arbeit gehört es auch bei einem Angebot einzuschätzen wie sinnvoll es ist das Angebot weiter durchzuführen.
Ich habe Angebote durchgeführt die ich nach 10 min wieder Abgebrochen habe, weil die Kinder einfach nicht wollten/konnten und ich habe Angebote verlängert weil die Kinder sehr konzentriert gearbeitet hatten und sie da nicht herausreißen wollte.
Letztendlich fundiert deine pädagogische Begründung nach dem Angebot, warum Du die Planung geändert hast.

Warum laufen deine Angebote länger?
Weil die Kinder Spaß daran haben?
Oder weil Du mehr planst als in deiner geschätzten Zeit umzusetzen ist?
Die Fragen kannst Du für Dich beantworten und somit eigene Antworten finden.

Zeigen Kinder ein bestimmtes Verhalten, z.B. "ekel" lässt sich das nicht einfach mit ein paar Angeboten umlenken.
Du kannst deren Verhalten aufgreifen und es in der Gruppe oder mit dem einzelnen Kind besprechen, über Geschichten u.a. Angebote eine andere Sichtweiße bieten und vorallem musst Du dich als "Modell" anbieten.
Nicht versuchen konkret zu lenken, sondern einfach deine Lebenswelt vorleben - Du wirst sehen, Kinder ändern, je nachdem wie wichtig Du Ihnen als Bezugsperson bist, ihre Meinung.
Meist wird "Ekel" und "Phobien" vor Kriech- und Krabbeltieren erlernt.
Wenn die eigene Mutter auf einen Stuhl steigt und kreischt weil sie eine Spinne sieht ist es nicht von ungefähr wenn das eigene Kind ebenfalls Ängste enwtickelt.

Als Lesetipp kann ich Dir folgendes Buch anbieten, vielleicht hilft Dir das weiter:
Kindergartenalltag - eine praxisorientierte Einführung in die Kindergartenarbeit

Viele Grüße,
Björn
 
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Hannoi
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Den Berufsalltag strukturieren Beitrag #3
Zitat von Björn:
Warum laufen deine Angebote länger?
Weil die Kinder Spaß daran haben?
Ja, aber auch weil die Kinder die längere Zeit auch einfach brauchen!
Ich muss da einfach lernen, die Defizite und Vorteile der Kinder mit in die Zeitplanung zu übernehmen.
Am besten ist wirklich, wenn ich die geplante Aktivität selber einmal zu hause durchführen würde und dann anhand der Entwicklungsstufe der Kinder absehen kann, wie viel länger sie denn brauchen.

Zitat von Björn:
Oder weil Du mehr planst als in deiner geschätzten Zeit umzusetzen ist?
Ja, das ist auch ein Problem.
Bei meinem ersten Angebot als ein Lehrer zugeschaut hat, vor 2 1/4 Jahren, hat das Angebot ca. 50 Minuten gedauert, wobei es eigentlich nur 15-20 Minuten dauern sollte.
Es hat den Kindern damals ne Menge spaß gemacht, ihre Lebensgroßen Umrisse auf der Tapete auszumalen.
Aber es war auch super schlecht geplant von mir- naja, Lerhjahre halt!

Zitat von Björn:
Zeigen Kinder ein bestimmtes Verhalten, z.B. "ekel" lässt sich das nicht einfach mit ein paar Angeboten umlenken.
Ich denke schon, dass ich mit meinen Angeboten einen- wenn auch kleinen- Teil dazufügen kann, dass die Kinder ihren Ekel nicht erst "erlernen".

Zitat von Björn:
Du kannst deren Verhalten aufgreifen und es in der Gruppe oder mit dem einzelnen Kind besprechen, über Geschichten u.a. Angebote eine andere Sichtweiße bieten und vorallem musst Du dich als "Modell" anbieten.
Ja, das versuche ich auch immer.
Immer schön die Regenwürmer selber in die Hand nehmen und dann langsam von meiner Hand auf die Hand des Kindes rüberwandern lassen.

Zitat von Björn:
Nicht versuchen konkret zu lenken, sondern einfach deine Lebenswelt vorleben - Du wirst sehen, Kinder ändern, je nachdem wie wichtig Du Ihnen als Bezugsperson bist, ihre Meinung.
Jo, gute Idee! War mir aber auch schon so klar!;-
Trotzdem Danke!)

Zitat von Björn:
Meist wird "Ekel" und "Phobien" vor Kriech- und Krabbeltieren erlernt.
Wenn die eigene Mutter auf einen Stuhl steigt und kreischt weil sie eine Spinne sieht ist es nicht von ungefähr wenn das eigene Kind ebenfalls Ängste enwtickelt.
Ja, aber auch nur "meist"- also nicht immer.
Siehe auch hier ( http://www.gesundinfo.de/spinne/Ueberschrift1 ).
Ich habe mich mit dem Arbeitsschwerpunkt auseinandergesetzt und musste die Sachlage genau erkennen.[/url][/quote][/u]
 
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