"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?"

    Diskutiere "Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" im Brennpunkt/News & Gewinnspiele Forum im Bereich Ganz aktuell; Hallo, in der Süddeutschen Zeitung war in der in dieser Woche ein Gespräch mit einer Verhaltensbiologin über Erziehungsmethoden zu lesen...
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Gogos
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #1
Hallo,

in der Süddeutschen Zeitung war in der in dieser Woche ein Gespräch mit einer Verhaltensbiologin über Erziehungsmethoden zu lesen:


Gruß vom
Gogos
 
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Lylo
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #2
hi,

ich find das interview ganz gut, aber bei einem absatz musste ich die stirn runzeln:
Eigentlich geht es darum, eine nervende Situation möglichst schnell und eindeutig zu beenden. Indem ich dem Kind klar sage, was ich von ihm will und indem ich ganz einfache unmittelbare Konsequenzen andeute, die ich dann aber auch ausführen muss!
natürlich kommt es auf die situation an... aber ich habe erlebt, dass kinder teilweise einen triftigen grund haben, warum sie widersprechen etc. mir persönlich ist es wichtig, die gedanken des kindes in konfliktsituationen zu kennen.
beispielsweise ist es mir in einer tagesgruppe passiert, dass ein junge nicht aufgehört hat, mich nachzuäffen, weil ich nicht "bitte" gesagt hatte, sondern nur "hör auf". hätte ich da "einfache unmittelbare konsequenzen" angedeutet wäre ich als "sieger" aus der situation rausgegangen und der junge hätte mich als "mächtiger" erlebt - so haben wir uns verständigt und die situation wurde für beide seiten konstruktiv geklärt.

:guten tag:
 
A
Anonymous
Gast
"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #3
Hallo zusammen,

ich greife dieses Thema für das "Thema der Woche" auf.

Wie denkt ihr über Ohrfeigen, Klapsen und co?

Wir sind bestimmt alle in der Kindheit damit konfrontiert worden - blickt doch mal zurück: wie war das?
 
A
Anonymous
Gast
"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #4
ich bin in der glücklichen situation, nie als kind geschlagen worden zu sein - außer von meinem bruder ;-). heute weiß ich aber, wie es ist wenn kinder einen bis aufs blut reizen und wenn einem mal der kragen platzt. zum glück ist mir die hand noch nie ausgerutscht! ich denke: als erziehungsmethode sind klapse/schläge und co absolut ungeeinget.

als "mehr oder weniger menschliche reaktion" auf extreme situationen sind sie mir bekannt - nicht aus eigenen erfahrungen, wenn ich auch sehr gut nachempfinden kann ...! aber darüber wollen wir hier ja eigentlich nicht dikutieren!

klar hats vielen in dem sinne nicht geschadet, dass den eltern ein oder ein paar mal die hand ausgerutscht ist, aber als erziehungsmethode: never! methode beinhaltet für mich immer auch "durchdacht" - und das sind schläge nicht!
 
A
Anonymous
Gast
"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #5
Zur Info:

Gericht verurteilt Mutter

Gewalt in der Kindererziehung ist seit November 2000 gesetzlich verboten. Nun ist eine Mutter vom Amtsgericht Burgwedel verurteilt worden. Sie hatte ihre zweijährige Tochter während einer Geburtstagsfeier so ins Gesicht geschlagen, dass das Mädchen hinfiel. Das Gericht sprach eine Verwarnung mit Strafvorbehalt von 100 Euro aus. Sollte sich die Frau in den nächsten zwei Jahren nichts zuschulden kommen lassen, wird die Strafe erlassen (Az. 64 Ds 3643/04). Wie eine gemeinsame Studie des Familien- und Justizministeriums zeigt, ändert sich die Einstellung zu Gewalt gegen Kinder: Vor zehn Jahren sah ein Drittel der Eltern in Stockschlägen ein anerkanntes Erziehungsmittel. Heute setzen noch 5 Prozent diese Art von Gewalt ein. 69 Prozent halten leichte Ohrfeigen für gerechtfertigt.
 
M
mine21
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #6
hi hi

tja das thema gewalt in der kindeserziehung...
also mir ging es da als kind eher schlecht...meistens folgten auf taten unwillkürliche strafen. die bestrafung hatte meistens überhaupt nix mit dem eigentlichen geschehen zu tun. naja so hab ich z.b. für schlechte noten in der schule immer eine ohrfeige und stubenarrest bekommen. naja,als ich dann in der siebten klasse war begann ich die klausuren zu verheimlichen,elternsprechtage garnicht zu erwähnen. mensch wie anstrengend das immer war...diese ständige angst vor schlechten noten. damit meine ich damit keine ungenügend oder mangelhaft, meistens war es eine ausreichend wofür es zuhause schon richtig ärger gab.
wurde als kind eher streng erzogen,.sehr streng.
naja,die konsequenz haben meine eltern dann zu spüren bekommen als ich 17 war. bin damals zu meinem freund gezogen. er war schon etwas älter und lebte mit seinen eltern in einem eigenen haus...also genug platz!
es hat noch ne weile gedauert aber mittlerweile ist das verhältnis vor allem zu meiner mutter freundschaftlich.kann mit ihr über alles sprechen, da sie ihre fehler eingesehen hat.
für die erziehung meiner tochter hat mir der erziehungsstil meiner eltern eigentlich, im endeffekt eher geholfen...ich würde niemals meine tochter schlagen,oder ihr einen klaps geben auch hoffe ich das ich niemals so fertig bin und ihr stubenarrest erteile. bin der meinung man sollte auch mit seinen kindern reden wenn es probleme gibt.

naja,was ich eigentlich sagen wollte...wenn man als selbst eine schlechte kindheit hatte sollte man es bei seinen eigenen kindern besser machen und sich die fehler der eigenen eltern immer mal wieder vor augen halten.
 
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Waldfee
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #7
hallo hallo

also ich finde egal ob es nur ein klaps oder richtiges schlagen ist, für das kind ist beides gleich schlimm! ich zb wurde als kind nie richtig geschlagen, aber ich habe zweimal einen leichten klaps bekommen. ich fand das jahrelang sehr schrecklich und hatte eine sehr schlechte bindung zu meiner mutter. damals habe ich mir dann geschichten einfallen lassen, indem ich den nachbarn rzählte dass ich zu hause nichts zu essen bekomme und so weiter, um meine mutter drauf aufmerksam zu machen, dass sie was falsch gemacht hat. inzwischen habe ich mit ihr drüber geredet und kann nachvollziehen warum sie es getan hat, finde es deswegen aber genauso schlimme wie damals, fasse es nur anders auf. wie gesagt schlagen ist keine lösung und für kinder ist selbst ein leichter klaps wie für erwachsenen eine prügelei.
 
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Schmidi
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #8
Hi hi!

Also zu diesem Thema muss ich sagen, ich bin der Meinung, es hat keiner das Recht ein Kind zu schlagen und ich denke wer dies tut ist nicht erwachsen genug bzw. stark genug Probleme anders zu lösen, denn Kinder sind auf uns angewiesen und uns gegenüber wehrlos.
Und daher denke ich, dass schlagen eine ziemliche starke Schwäche ist!
 
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Cherry
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #9
Ich bin als Kind nie geschlagen worden.. Klar hat es manchmal einen Klaps gegeben, aber ich hab das nicht SO schlimm gefunden, bin nur fürchterlich erschrocken. Ich persönlich würde es glaub ich nie fertig bringen jemanden wegen eines Fehlers zu schlagen. Eine Freundin von mir ist oft von ihrem Vater geschlagen worden, wenn sie schlechte Noten hatte oder wenn sie etwas falsch gemacht hat. Ich habe vor kurzem mit ihr darüber geredet und ihr einziger Wunsch ist, dass sie ihren Vater für längere Zeit nicht mehr sehen müsste. Ich glaube mit solchen "Methoden" schafft man nur ein schlechtes Verhältnis zu seinen Kindern. Und was kann es schlimmeres geben als dass einen die eigenen Kinder hassen oder Angst vor einem haben? Ich weiß es nicht!
 
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Justine
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #10
Ich bin als Kind nie geschlagen worden.. Klar hat es manchmal einen Klaps gegeben
Das widerspricht sich, meiner Meinung nach! Schlagen beinhaltet für mich auch die sog. "Klapse":., auf jeden Fall!
 
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Maus25
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"Eine Watschn hat noch keinem geschadet!?" Beitrag #11
Hallo zusammen,

also ich hab als Kind und als Jugendlicher sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich bin oft zu Hause geschlagen worden, egal wobei es ging. Ich war immer an allem schuld. ob ich nun mit beteiligt war oder auch nicht.
Meistens bin ich von meiner Mutter mißhandelt worden und manchmal von meinem Vater, wenn er Recht haben wollte und ich mich durchsetzten wollte.
Es begann damals im Jungendlichen Alter, im Kindesalter kann ich mich nicht mehr daran erinnern (Gott sei Dank).
Ich hatte aber trotzdem auch ne schöne Kindheit, ich hatte ´viele Freiheiten und wurde sehr selbständig.
Aber spürte auch keine Liebe und bekam auch keine Geborgenheit.
Damals wurde auch das Jungendamt eingeschaltet, weil extremer wurde und ich wollte nur weg. Aber es passierte nichts.

Seit 2 Jahren mache ich nun eine Therapie, ich denke mit Erfolg, und bin froh, dass ich diesen Schritt geschafft habe und auch vor 1 1/3 Jahren ausgezogen bin.
Heute hab ich wenig Kontakt zu meinen Eltern und ich vermisse sie nicht.
Seit meinem 18. Geburtstag wurden sie nicht mehr handgreiflich.

Ich hoffe, ich werde nie wie meine ELtern!
Mir tut es oft sehr weh, wenn ich ELtern seh, die ihre Kinder nur anbrüllen.
Es sind Kinder!
Ich denke, jeder kann durch meinen Beitrag meine Meinug zwischen den Zeilen lesen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

LgMaus25
 
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