Elternabend kognitive Entwicklung

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Flavi
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Elternabend kognitive Entwicklung Beitrag #1
Hallo Ihr alle!

Wir machen demnächst in unserem Kindergarten einen Elternabend über die körperliche Entwicklung und Persönlichkeitsentwicklung zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr.
Jeder von uns hat einen Bereich bekommen, den er bearbeitet und dann auch vorstellt.
Ich bin für den Bereich der kognitiven Entwicklung zuständig. Soweit habe ich es jetzt auch schon ausgearbeitet. Meine leitung ist damit auch zufrieden, nur müssten noch irgendwelche praktischen Beispiele oder Anekdoten rein, am besten nichts alltägliches was die Eltern eh schon kennen, damit die Eltern es leichter verstehen.
Ich würde meine Ausarbeitung hier gerne mal reinsetzen und vielleicht fällt einem dazu eine Geschichte oder ähnliches ein.
Ich wäre über jede Hilfe sehr dankbar!

Vielen Dank und liebe Grüße, Flavia


Kognitive Entwicklung

= Entwicklung all der Funktionen beim Kind, die zum Wahrnehmen eines Gegenstandes oder zum Wissen über ihn beitragen


Die sog. kognitive Entwicklung ist das Fundament für die Kenntnis und Erkenntnis der Welt, ihrer Regeln und Gesetzmäßigkeiten.
Man meint mit der kognitiven Entwicklung das Wissen, Verstehen und Denken einer Person.
Wahrnehmung und Motorik stellen die Grundlage der geistigen Entwicklung und des Denkens dar = kognitive Entwicklung.
Zur Entwicklung dieses Bereichs zählt die Ausbildung der Wahrnehmung, des Wissens, Denkens, Problemlösens, der Vorstellung und des Gedächtnisses.
Kognitive Lernziele beschreiben alles, was mit dem Verstand erfasst wird, sowohl Faktenwissen, als auch die kreative Anwendung von Wissen und das Lösen von Problemen. Es ist die Entwicklung aller Funktionen beim Kind, die zum Wahrnehmen beitragen.


Im dritten Lebensjahr konzentriert sich die kognitive Entwicklung neben der Fortentwicklung der Wiedergabe- und Kombinationsleistungen u.a. auf das Ziehen von Schlüsse aus Hinweisen sowie die Bildung von Übereinstimmungen.
Das heißt, dass die Kinder in diesem Alter sehr viel durch Nachahmung lernen. Sie fangen an, ihr erlerntes Wissen zu verbinden und daraus handeln. Lernen ist eine Reaktion auf eine Aktion. Es entsteht eine neue Aktivität. (Bsp.: Das Kind soll den richtigen Umgang mit Messer und Gabel beim Essen erlernen. Die Eltern zeigen dem Kind, wie Messer und Gabel richtig gehalten werden. Das Kind schaut den Erwachsenen beim Essen zu, es ,,übt" die richtige Handhabung und hat schließlich durch das Lernen eine neue Aktivität geschaffen.) Worte werden nun richtig gebraucht, die Kinder beginnen Fragen zu stellen, Präpositionen (Verhältniswort z.B. auf, in,…) zu verstehen und zu gebrauchen. Dasselbe gilt für den Gebrauch von Artikeln und dem Plural (Mehrzahl). Die Sprache wird in diesem Alter für den Ausdruck von Bedürfnissen, Gedanken und Informationen sowie Werturteilen eingesetzt. Zudem entwickelt sich das Selbstbewusststein und der Selbstbezug im sprachlichen Ausdrucksvermögen. Es sagt dann zum Beispiel nicht mehr: „Klaus muss Pipi.“ sondern „Ich muss Pipi.“
Zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr erwerben Kinder täglich ca. 9 neue Wörter. Der Einsatz und Gebrauch von Eigenschafts- und Umstandswörtern, Bindewörtern, Relativsätzen und Ausrufewörtern nimmt in dieser Zeit zu. Ausdruck und Grammatik entsprechen nun der Sprache der Umgebung des Kindes.
Im Alter von vier Jahren ist die Entwicklung des begrifflichen Wissens über den geistigen Bereich so weit fortgeschritten, dass das Kind bereits fähig ist, einige Probleme selbständig zu lösen und damit auch fähig ist Handlungsvorhersagen zu treffen. (Bsp.: Wenn dem Kind kalt ist, fängt es an zu wissen, dass es dagegen mehrere Sachen tun kann, damit ihm nicht mehr kalt ist. Zum Beispiel einen Pulli anziehen oder das Fenster zu machen.)
Bis zum Alter von sechs Jahren finden wesentliche Erweiterungen und Differenzierungen dieser Bereiche statt. Insbesondere das strukturelle Denken differenziert sich weiter aus. Die Gedächtniskompetenzen im Vorschulalter werden dabei über Handlungswissen gefördert.
Kinder in diesem Alter interpretieren Bildserien, erkennen und benennen gemeinsame Eigenschaften einer Gruppe, unterscheiden Beschaffenheiten und zwischen intentionalen und nicht intentionalen Handlungen, klassifizieren aufgrund mehrerer Merkmale und finden kausale Erklärungen für Zusammenhänge. Informationen werden nun eingefordert, Gedichtverse und Lieder wiederholt, und Fehlendes wird wahrgenommen und erfragt. Im Alter von vier Jahren gelingt Kindern die Perspektivenübernahme, die intentionale Täuschung, die Unterscheidung von Wirklichkeit und Schein sowie das Erkennen falscher Meinungen.
Darüber hinaus entsteht ein Interesse und Verständnis für Buchstaben und Zahlen, für Vergangenheit und Gegenwart sowie für die Verbindung von Erfahrungen und Empfindungen.
Zwischen fünf und sechs Jahren etabliert sich das Bewusstsein der eigenen Existenz. Der Zuwachs der Merkfähigkeit verlangsamt sich ab diesem Zeitpunkt.
Kinder brauchen für ihre kognitive Entwicklung Anregung und Erwachsenen, die ihnen diese geben. Die Signale aus der Umwelt beeinflussen die Entwicklung der genetischen Information. Allein die Gene entscheiden nicht über Begabung und Persönlichkeitsmerkmale. Dabei ist die Formung des kindlichen Gehirns durch Umwelteinflüsse nicht beliebig möglich. Es gilt die jeweiligen (An-)Zeichen der Entwicklungsbedürfnisse zur rechten Zeit zu erkennen und zu fördern. Das Gehirn ist zwar ein ganzes Leben hindurch formbar, niemals ist es jedoch empfänglicher als in der frühen Kindheit. Der zwischenmenschlichen Interaktionen kommt hier eine besondere Bedeutung zu – sie aktivieren, stärken oder schaffen Hirnstrukturen neu.
 
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Makanee
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Elternabend kognitive Entwicklung Beitrag #2
Hallo !

Ich würde auch etwas "Prakitsches" mit einfließen lassen.

Die Eltern könnten sich zum Beispiel in Gruppen zusammensetzen und Memory spielen.
Das bringt einige ins Grübeln und macht großen Spass !

Oder wie wäre es mit dem "Rubricks-Cube" ?
Ein Würfel, den man in sämtliche Richtungen verdrehen kann, und zum Schluß je eine Farbe auf einer Seite sein soll.

Gruß
Makanee
 
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