Erklärungsbedarf

    Diskutiere Erklärungsbedarf im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Ich weiss jetzt nicht ob mein beitrag hier in das forum gehört aber ich hoffe mir kann jemand helfen. Ja auch ich lese nicht nur im kk sondern auch in...
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Erklärungsbedarf Beitrag #1
Ich weiss jetzt nicht ob mein beitrag hier in das forum gehört aber ich hoffe mir kann jemand helfen.
Ja auch ich lese nicht nur im kk sondern auch in anderen foren wie z.b. hier und ich höre ständig dieses Wort Pödagogik und ich kann mir darunter nichts vorstellen aber würde es gerne verstehen um vieleicht als aussenseiter etwas mit zu reden und vieleicht auch etwas beitragen zu könnnen was mir sehr am herzen liegen würde. Also bitte erklärt mir und vieleicht auch anderen was Pädagogik im allgemeinen ist wenn etwas für mich unverständlich ist werde ich mich schon darüber äusern .

ich danke schon in Vorraus .

gruss bastian
 
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erzieher78
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Erklärungsbedarf Beitrag #2
Hi,

Pädagogik kommt im ursprünglichen Wortsinn aus dem griechischen und setzt sich zusammen aus paida = päd = Kind und gogos = agogisch = begleitend. Also Kind+begleiten- Aufgabe der Pädagogik ist es, im sinne des Wortes, Kinder und Jugendliche in Ihrer Entwicklung zu begleiten und wo nötig Hilfestellungen zu geben. Mit der Zeit wurde aus dieser Ursprünglichen Bedeutung leider das reglementieren und konntrollieren, wobei jedoch seit einigen Jahrzehnten diese Formen der Erziehung auch immer wieder auf dem Prüfstand stehen (Stichwort: Rudolf Steiner, Maria Montessorri etc.). Mit der Zeit entwickelten sich einige Fachdisziplinen und Strömungen die sich mal in den Methoden, mal im Klientel unterscheiden. (Paul Moor:"Heilpädagogik ist Pädagogik und nichts anderes,") So zb die Heilpädagogik die sich mit der Entwicklungsbegleitung von Menschen mit Einschränkungen oder schwierigkeiten beschäftigt oder die Montessori Pädagogik, ein komplexes Theorie-Methoden-Gebäude.Im Unterschied zu Didaktik oder Schulpädagogik, die sich hauptsächlich mit der Vermittlung von Wissen beschäftigt, ist das Thema der Sozialpädagogik die Entwicklung im sozialen Kontext (als grober Überbegriff).

Ziel der Pädagogik ist immer der "mündige Mensch". Natürlich ist dieses Ziel auch immer im Kontext des Menschenbildes, der gesellschaftlichen Strömungen und der Zeit zu sehen. Im dritten Reich sah der "Mündige Mensch" natürlich anders aus als heute (um mal ein Extrembeispiel zu nennen)

LG
Alex
 
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Erklärungsbedarf Beitrag #3
Hallo und danke für die einstweilige antwort
das hört sich so an als währe Pedagogik sozusagen eine forgeschriebene richtung (je nach dcem welche pedagogik) und da frage ich mich manchmal ob ihr die Pädagogen nach eigenen vorstellungen die kinder begleitet oder ob ihr euch an gewisse ideen haltet die irgend wann einmal schriftlich nieder gelegt wurden und die jetzt in den fachschulen unterrichtet werden wie ist das ? Ich habe des öffteren mal hier von sigmund freud gelesen das ist wohl jemand der was schriftlich estgehalten hat oder? ihr zetiert sehr offt aus gewissen büchern die ich nicht gelesen habe und auch nicht kenne ist das denn noch die eigene begleitung oder schon eine mischung aus eigner meinung und Büchern?? ich kann mir unter pedagogik immer noch nichts vorstellen weist du ich hätte gerne nen vergleich oder ein beispiel hoffe ihr versteht mich.


gruss bastian
 
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erzieher78
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Erklärungsbedarf Beitrag #4
Uff... nit einfach Deine Frage...

Wie gesagt, Pädagogik ist erstmal nichts festes und nichts schriftliches. Das macht es manchen ja auch so schwer. Pädagogisches Handels ist so bnt wie die Menschheit selber. Wenn Du fragest was an den Fachschulen unterrichtet wird: Auch das ist so bunt.... Im Endeffekt kommt es darauf an, die eigene Person zu schulen. Im Grunde - daher ja auch die ganzen Diskussionen - sind Pädagogik und Philospohie sehr nahe und verwandte Themen. Ich muss meine Ziele, meine Vorstellung von Leben vor Augen haben um zu wissen was ich Kindern vermittle.

Jeder Pädagoge sollte (Ausbildung!) ein bestimmtes Wissen an Entwicklungspsychologischen Theorien und "Methodischem handwerkszeug" besitzen um seine Meinungen und Einstellungen zu verifizieren oder zu falsifizieren. (Daher auch Freud, der die Psyschoanalytische Entwicklungslehre und die Psychosexuelle Entwicklung erforscht hat). Zum pädagogischen Handwerkszeug gehört beispielsweise, dass ich mir Ziele setze únd mir überlege wie ich diese umsetze und danach reflektiere ob ich das was ich erreichen wollte erreicht habe. Das sollte eigentlich durch alle Schulen gleich sein. Auf die Frage wann ist Erziehung Erziehung und wann Pädaogik: Ich (und das ist wirklich nur meine Meinung) finde diese Unterscheidung ganz gut:
Pädagogik ist die Wissenschaft von der Erziehung. Erziehung erfolgt aus dem bauch heraus und wird in der Regel nicht wissenschaftlich überprüft. (Das machen Eltern, Freunde etc,) Je wissenschaftlicher, organisierter und professionalisierter die Erzeihung wird - umso mehr ist es Pädagogik.

Bestimmte schlaue Menschen haben sich jetzt Gedanken gemacht und IHR EINGES Menschenbil, IHRE EIGENE Theorie über das was förderlich und hinderlich in der kindlichen Entwicklung hin zu IHRER Vorstellung des Erwachsenen Menschen ist, niedergeschrieben. Dies haben Sie dann mit verschiedenen Theoriemodellen untermauert. Steiner bewegt sich mehr in der Esoterik, Montessori war Ärztin und bleibt deshalb sehr nah am sichtbaren medizinischen, Kipphard hat sich mit dem Thema Bewegung und Entwicklung auseinandergestzt und hat sich dazu der Rhytmik, dem Turnen und der Heilpädagogik bedient.

DAS pädagogische Buch, DIE pädagogische Lehre, schlicht DIE Pädagogik als solche nach dem Motto: "Man nehme Kind A, mache in dieser Situation das und jenes und erhalte dies und das", die gibt es nicht. (Gott sei dank).

LG
Alex
 
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Erklärungsbedarf Beitrag #5
Also ist erziehung und pedagogik die kinder und ihr handeln nach seinen vorstelliungen zu formen und zu fördern ? ist das nicht etwas Politisch denn jeder Pädagoge hat doch seine Eigene sichtweise von einer zukünftigen Menschhiet? oder sind aus diesem grund das nicht immer nur eine Sichtweise gelehrt und beigebracht wir immer 3 oder sogar 4 Pädagogen in einer gruppe? und wenn es so ist warum sprechen sich dann Pädagogen in Teamsitzungen oder einzelfallbesprechungen ab ? sollte ein kind nicht seine eigene Vorstellung einer welt bekommen? Nur mal so neben bei bemerkt ich will nicht kritisch hinterfragen und schon garnichts schlecht schreiben gell. wenn ich zu weit vom thema weg gehe sag es mal bitte
 
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Andrea 79
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Erklärungsbedarf Beitrag #6
Hi!

Alex hat sich ja schon alle Mühe gegeben.
Aber ich kann dir noch ein Beipiel geben, für jemanden, der etwas aufgeschrieben hat, an dem man sich heute zum Beispiel ganz gut orientieren kann.

Jean Piaget hat z.B. die kognitive Entwicklung oder auch die Entwicklung des Denkens bei Kindern untersucht.
Diese Entwicklung hat er dann in Phasen eingeteit und recht genau erklärt, in welcher Phase Kinder zu welcher geistigen Leistung in der Lage sind.
Bsp.: In einer Phase entwickelt das Kind (Säugling) die sogenannte "Objektpermanenz". Das bedeutet, dass Kind hat verstanden, dass ein Gegenstand oder eine Person nicht einfach weg ist, nur weil etwas anderes den Gegenstand verdeckt. ("Üben" Mütter zum Beispiel meist automatisch mit dem "Versteck-spielen-ah-da-ist-die-Mama-wieder :lol: )

Oder der Begriff der "Invarianz der Menge" stammt auch von ihm. Da hat Piaget entdeckt, erst aif einer bestimmten Entwicklungsstufe in der Lage sind zu erkennen, dass sich die Menge des Wassers nicht ändert, nur weil ich das Wasser aus einem hohen, schmalen Glas in ein niegriges, dickbauchiges Glas umschütte.
Oder dass es egal ist, ob ich aus der gleichen Menge Knete eine lange Schnur oder eine dicke Kugel forme. Die menge bleibt trotzdem gleich.

So ein Wissen über diese Entwicklung ist mir zum Beispiel hilfreich bei einer Planung, damit ich nicht´s vorbereite, was die Kids total überfordert oder komplett unterfordert.

Ich hoffe, dass hilft dir ein bißchen, auch wenn´s jetzt nur ein klitzkleiner Ausschnitt war und das schon wieder eher in den Bereich der päadagogischen Psychologie geht... aber wer frägt, muss auch Antwort ertragen :clown:

Ein Pädagoge, der in meinen Augen interessante Ansätze und Konzepte entwickelt hat, ist z.B. Berthold Otto
Waldorf-Pädagogik sagt dir doch bestimmt auch was, und die gehört zum Rudolf Steiner, den Alex schon erwähnt hat.

Lieben Gruß,
Andrea ;)
 
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Erdbeeri
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Erklärungsbedarf Beitrag #7
so, jetzt hab ich auch mal meinen Ordner raus gekramt.
hmhmhm da steht natürlich viel drin ich werd mal versuchen das wichtigste rauszusuchen.
Zu das Wortfeld Pädagoge und die Erziehungsaufgabe.
- Der Pädagoge hat (heute) die Aufgabe Leuten zu helfen, dass sie ihr Leben möglichst selbständig und verantwortlich meistern können.
- Unter Erziehung versteht amn den planmäßigen Umgang Erwachsener mit Kindern.

Ich hoff dass des weiter hilft.

Liebe Grüße, Erdbeeri
 
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Lylo
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Erklärungsbedarf Beitrag #8
Zitat von Quitscheentchen:
1. ist das nicht etwas Politisch denn jeder Pädagoge hat doch seine Eigene sichtweise von einer zukünftigen Menschhiet?
2. oder sind aus diesem grund das nicht immer nur eine Sichtweise gelehrt und beigebracht wir immer 3 oder sogar 4 Pädagogen in einer gruppe?
3. und wenn es so ist warum sprechen sich dann Pädagogen in Teamsitzungen oder einzelfallbesprechungen ab ?
4. sollte ein kind nicht seine eigene Vorstellung einer welt bekommen?
1. nun, aber laut gesetz sollen alle zu eigenständigkeit, handlungsfähigkeit und selbstständigkeit erzogen werden.
und das ist auch -soweit ich weiß- das ziel der ganzen pädagogen, die heute rumschwirren ;)

2. hmm... in kindergartengruppen sind eigentlich immer 2 erzieher tätig (soweit ich weiß). anderswo mehr oder weniger, je nachdem, welche art von einrichtung und wie das alter der kiddies ist.
die erzieher sollten sich untereinander über ihre erziehungsvorstellungen im klaren sein und absprechen. nicht dass die eine die kinder dann so und die andere sie ganz anders behandelt.
die meisten kigas haben auch ein konzept, in dem drin steht, wie sie handeln und was sie damit bewirken wollen.

3. weil trotzdem jeder andere erfahrungen gemacht hat und man deshalb in situationen unterschiedlich handeln würde. außerdem: auch erzieher wissen nicht alles. deshalb ist es gut, wenn man sowohl über das verhalten als auch über das der anderen teammitglieder nachdenkt und es wertet.

4. ja klar sollte es das.
stellt das für dich ein widerspruch zu pädagogik dar?
 
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Erdbeeri
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Erklärungsbedarf Beitrag #9
ich überleg imer noch wie man es am besten möglichst kurz, eben treffend erklären kann.
hmmmmmm
noch mehr begriffserklärung?
aber weiß nicht ob des wirklich weiter hilft.

beeri
 
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Erklärungsbedarf Beitrag #10
danke für eure ansichten ich glaube ich habe jetzt nach dem chat mit erdbeeri und euren texten hier ein stück weit kappiert das jeder sozusagen in irgeneiner weise seinen eigenen Erziehungsstiel vervolgt und das das kind in euren augen nicht irgen ein gegenstand ist den man formen muss sondern ein Mensch dem man sozusagen das Angeln beibringt und zwar mit verschiedenen methoden z.b. mit Käscher oder angel oder Speer also jede hat seine eigenen vor und nach teile und dass mann am besten aus allen das raus nimmt was einem am besten gefällt so ist es doch oder?
 
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Lylo
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Erklärungsbedarf Beitrag #11
hm ja...

nur dass manche leute kinder immernoch als formbar betrachten :-|
 
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