Erzieherausbildung 2. Anlauf?

    Diskutiere Erzieherausbildung 2. Anlauf? im Ausbildung Forum im Bereich Hilfe, Rat und Austausch - für die Praxis; Also, im Sommer 2003 hatte ich mit der Erzieherausbildung angefangen. Na, ja angefangenist gut, ich war ja einen [color=red]ganzen [/color]Tag da und...
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Katja P.
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #1
Also, im Sommer 2003 hatte ich mit der Erzieherausbildung angefangen. Na, ja angefangenist gut, ich war ja einen ganzen Tag da und dann hatte ich Muffensausen. Ich war die Älteste und dann noch Englisch und vielleicht Mathe für das Abi? Ich bekam einfach Angst, und anstatt mit jemandem darüber zu reden, fuhr ich heulend :heul: nach Hause und bin nie wieder hingegangen. Ich habe mich schriftlich bei der Schule abgemeldet mit der Begründung, dass die Ausbildung nicht meinen Vorstellungen entspricht. Süß oder? Nach einem ganzen Tag entspricht es nicht meinen Vorstellungen. :oops:
So nun habe ich eben wieder einen schlecht bezahlten Job als Kinderpflegerin (mehr dazu steht unter Rechtliches). Nun überlege ich wieder, ob ich im Sommer 2005 die Ausbildung wieder einmal beginnen soll? Das müßte ich aber langsam mal wissen, da ja am 15. Februar Anmeldeschluß ist. :roll:
Meint ihr denn, die Schule würde mich nach so einen Ding noch mal nehmen? Ich habe ja schließlich gleich nach einem Tag der Schule einen schwarzen Peter verteilt. Peinlich, aber das ist die einzige Schule weit und breit. Mein Mann würde mich unterstützen, aber wie stehe ich denn vor dem Rest der Familie und meinen Freunden da? Mein Abi würde ich auch gerne mitmachen, studieren vielleicht irgendwann mal, alleine die Möglichkeit zu haben finde ich viel wert. Hat jemand auch schon mal in dieser Situation gesteckt?
Wenn ich nicht so feige wäre, würde ich sagen, ja klar, es kann doch nur besser werden. Aber :floet:

Titel wurde von Mod. Morgaine verändert
 
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Vevi
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #2
Hallo Katja!

Tja, ich bin der Meinung probieren geht über studieren!
Wenn es dein Traumberuf ist, würde ich es versuchen - auf jeden Fall!

Und ich denke, du kannst ihnen deine damaligen Ängste erklären - so wie du das hier bei uns hier gemacht hast.

Ich war übrigens auch damals die Älteste bei uns in der Ausbildung - und das mit Englisch und Mathematik habe ich auch hinbekommen, obwohl ich darin auch immer die meisten Probleme hatte.

Also, sei kein Feigling und versuche es!

Liebe Grüße
(und ganz fest Daumen drück)
Eva
 
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PM_Queen
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #3
Hi
Bei mir in der Erzieherklasse in der Oberstufe sind auch 2 ältere eine ist 45 und die andere 49!Aber mit den beiden kommen wir alle super klar und die auch mit uns!
Und so alt bist ja auch noch nicht!Sei mutig und beginn die Ausbildung erneut, dass schaffst du schon!!!
 
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erzieher78
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #4
Hi,

die Frage ist doch aber auch, ob es nicht Alternativen für dich gibt, die Dir mehr liegen. Wenn es Dich stört dass Du die älteste bist, wäre vielleicht auch eine Ausbildung zur Heilpädagogin anzudenken. Als Kinderpflegerin mit sieben Jahren Berufserfahrung kannst Du diese beginnen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir dafür mitteilen, dass das Durchschnittsalter um die 30 in diesen Kursen liegt, allein schon wegen der Vorraussetzungen.

Vielleicht kommt ja auch ein Fernunterricht für Dich in Frage? Oder auch berufsbegleitender Unterricht? Am Elisabethenstift Darmstadt gibts beispielsweise den Berufsbegleitenden Lehrgang zur Erzieherin ("Lernen und Arbeiten" heisst das Ding) - auch da ist der Altersdurchschnitt durchaus etwas gehobener.

Und wegen Mathe und Englisch fürs Abi würde ich mir auch nicht soooo viel Gedanken machen. Erstmal hast Du mit der Ausbildung als Kinderpflegerin ja die mittlere Reife. Und wenn Du später studieren willst, kannst Du immer noch über den Weg der SOnderzulassung für besonders befähigte Berufstätige (so heisst das in Hessen) gehen, so dass Du Dich mit diesen Fächern garnicht so sehr stressen musst, bzw. sie - evtl. - sogar abwählen kannst.

LG
ALex
 
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Anonymous
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #5
ich war die zweitältste in meinem kur´s die älteste war 30. eigentlich gibt es in jedem kurs eine oder mehrere ältere. eine bekannte von mir hat mit 40 die erzieherausbildung angefangen ...

frage dich, wovor du angst hast. der altersunterschied kann es doch nicht wirklich sein. die leute dort sind dochauch zwischen 17 und 20, oder? das ist anfangs schwierig und gewöhnungsbedürftig, aber das geht schon - man gewöhnt sich daran!

und mathe und englisch ist nicht so dramatisch. die anderen könnens doch auch nicht besser als du.

du hast mehr lebenserfahrung als deine mitschülerinnen, mehr berufserfahrung. davon profitierst du und die leute in deinem kurs können auch davon profitieren. dafür helfen die dir in englisch und mahte, falls du schwierigkeiten haben solltest ...

nur mut!
 
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NH1983
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #6
hallöchen,
die älteste in unserer Klasse war damals 27! Sie hat im nachhinein erzählt, dass sie sich anfangs sehr unwohl gefühlt hat, zwischen all den "jungen" Leuten. Aber da sie zuvor als Bewegungstherapeutin gearbeitet hat, hatte sie viel mehr erfahrungen mit kindern als die meisten anderen von uns. und davon hat im endeffekt die ganze klasse profitiert, da sie uns oft von ihren erfahrungen berichtet hat und uns viel praktische anregungen geben konnte.

Und ich denke, das wäre bei dir auch so! Und ich glaube nicht das du dir irgendwelche sorgen machen musst.

Dich wird dort schon keiner fressen :essen:

Also wünsche ich dir viel erfolg!

Und übrigens: unsere klassenälteste war am ende auch klassenbeste!!!
 
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Katja P.
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #7
@erzieher78
Heilpädagogin habe ich mir auch schon überlegt. Habe gestern noch eine mail an die entsprechende Schule geschickt, da beginnt der nächste Ausbildungsgang leider erst Februar 2006 :(
Was mache ich denn bis dahin?
Fernkurs kommt für mich nicht in Frage, da ich zu Hause einfach keine gute Lernumgebung habe (wir leben hier in einer Großfamilie mit 3 Generationen). Abendschule setzt bei uns die Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung voraus, da aber meine Stelle sowieso schon auf der Kippe steht fällt das wohl flach.

@NH1983 und bolli
Danke, dass ihr mir soviel Mut macht. Jetzt ist meine nächste Überlegung, beginne ich im Sommer 2005 mit der Erzieherausbildung, dann endet die schulische Ausbildung 2007 und ich muß noch mein AJ machen. Oder beginne ich vielleicht doch lieber im Februar 2006 mit der Heilpädagogikausbildung, die endet dann im Sommer 2007 und ich bin fertig. Leider handelt es sich um zwei verschiedene Schulen, die Erzieherschule ist nur 30km entfernt, die Heilpädagogikschule jedoch 60km. :(
Was würdet ihr wählen?
 
A
Anonymous
Gast
Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #8
guten morgen katja,
also welche schule, bzw. welche ausbildung du machen möchtest, das musst du aufgrund deiner interessen, neigungen und vorlieben, bzw. fähigkeiten talente und einer lust entscheiden. da kann dir wohl keiner so richtig helfen.
die entfernung sollte nicht ausschlaggebend dafür sein, welche ausbildung du machen möchtest. ich weiß, dass es stressig ist zu pendeln. ich bin drei monate 60 km mit dem zug gependelt und pendele jetzt seit oktober 40 km mit dem zug. dass ist stressig, aber es ist es mir wert!
 
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erzieher78
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #9
Hi,

die Frage ist, in welchem Arbeitsbereich Du Deine berufliche Zukunft siehst.
Möchtest Du lieber im Kindergarten arbeiten, evtl. mit der Verantwortung einer Gruppenleitung und der Aussicht evtl. mal auf Einrichtugnsleitung aufzusteigen, dann ist die Erzieherin wohl eher die erste Wahl.

Möchtest Du eher in kleinen, dafür aber mit Kindern mit spezielleren Bedürfnissen arbeiten oder willst Du lieber Einzelbetreuung und Integrationshilfe leisten, dann ist wohl eher die Heilpädagogen-Ausbildung anzudenken. Wichitg ist dabei nur: Der Heilpädagoge ist keine sozial- sonern eine Heilpädagogische Fachkraft. Zumindest in Bayern führt das meines Wissens zu dem Dilemma, dass ein Heilpädagoge ohne Erziehergrundausbildung keine KiGa-Gruppenleitung übernehmen darf.

Die Entfernung sollte wirklich kein Hindernis sein. Was sind heutzutage schon 60 Kilometer? Ich wohne in Großostheim und war in Darmstadt auf der Schule - das waren auch jeden Tag 45 km einfach. Habe aber auch schon Arbeitsstellen gehabt, mit 70 km einfach... Das ist halt so wenn man auf dem Land lebt :)

Meines Erachtens spricht für den Heilpädagogen, dass er schneller fertig ist und besser auf die Bedürfnisse Berufserfahrener Menschen zugeschnitten ist.
Für den Erzieher spricht die große Bandbreite der Ausbildung - wobei es sich zum Großteil meines Erachtens um Grundlagen handelt, die Du durch die praktische Arbeit zum Teil schon haben wirst - und damit die Möglichkeit in den verschiedensten Bereichen zu arbeiten.

Ach ja: Lauf Prüfungsordnung des Landes hessen erhälst Du mit Abschluss der Heilpädagogik-Ausbildung das fachabitur "kostenlos" (also ohne Zusatzunterricht) dazu, d.h. unter Umständen könntest Du dann nach diesen 3 Semestern noch mal auf die FH um den Bachelor of Arts Soziale Arbeit oder Inclusive Education zu machen.

LG
Alex
 
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Katja P.
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #10
Tja, alles hat sein für und wider. :jaja:
Ich glaube, mir würde der Integrationsbereich sehr gut gefallen. Speziell auf die Bedürfnisse einzelner Kinder einzugehen halte ich für sehr sinnvoll.
Ich werde nach den Ferien mal das Gespräch mit beiden Schulen suchen, vielleicht können die etwas mehr Licht in mein Dunkel bringen. ;-)
 
B
Brianna
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #11
HI Katja,,

ich komme ursprünglich auch aus dem geliebten Hessen und war auf der Schule in Gelnhausen, dort habe ich nach einem halben Jahr aus finanizellen Gründen abgebrochen. Damals war ich 19 Jahre alt. Danach bin ich im Büro gelandet und habe sogar einen gut bezahlten Job gehabt, aber ich war nie wirklich glücklich mit dem was ich hatte. Durch meiner zweiten Ehe bin ich nun in Landshut gelandet und habe zwei Kinder sogar mit reingebracht. Nun bin ich seit 2004 auf der Fachakademie für Sozialpäd und die Älteste mit 35 Jahren in meiner Klasse. Mein Mann war der erste der mich dazu ermutigt hat. Ich kann Dir nur eines sagen, wenn Dein Mann dahinter steht, warum nicht? Versuche es, selbst meine Kinder 13 und 11 unterstützen mich. Vor meiner Schwiegermutter hatte ich erst Angst, aber mittlerweile unterstützt selbst sie mich. Ich kann Dir auch gerne per mail, dann Ausarbeitungen senden. Nimm Dir das als guten Vorsatz für das neue Jahr vor.

Ein alter Mensch zu mir einmal

Ich bereue nur das was ich nicht getan habe weil ich mich nicht traute
 
S
**Sonnenschein**
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #12
Hallöle

Hallöle Katja!
Ich habe mir jetzt alle Beiträge zu deinem Posting durchgelesen.
Ich möchte noch folgendes dazu schreiben.
Ich denke nicht, dass alleine die Kilometerzahl dafür verantwortlich ist, welche Schule du beginnen wirst. Solange die Verkehrsanbindungen einigermaßen erdräglich sind
Viel wichtiger ist doch, dass dir deine Arbeit und deine Ausbildung Spaß macht. Es doch das wichtigste, dass du dich dort wohl fühlst.
Ich kenne die langen Fahrzeiten aus eigener Erfahrung. Auch ich fahre jeden Tag 60 km einfach zur Schule, dass heißt, dass ich jeden Tag 120 km zurücklege.
Für mich steht aber nicht die Fahrerei im Vordergrund. Diese nehme ich auf mich, weil mir mein Beruf Spaß macht und mich erfüllt.
Des weiteren solltest du auch bedenken, dass du Fahrerei nur ein vorübergehender Zustand ist. Du hast ein Ziel vor Augen, für das es sich lohnt sich anzustrengen.
Ich drück dir die Daumen, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen kannst.
Viele Grüße **Sonnenschein**
 
H
Hongxuan
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Erzieherausbildung 2. Anlauf? Beitrag #13
Hallo Katja

kurz was zum Pendeln - wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, hast du Zeit zu lesen (zur Unterhaltung und für die Ausbildung); wenn du selbst fährst, kannst du die Zeit nutzen und Cassetten mit zB Englisch hören.

zum Alter. Mein Bruder hat mit 25 beschlossen, dass Abi nachzumachen und ist auf eine Schule, wo er in der 11. nur mit Gleichgesinnten zusammen war, in der 12. und 13. dann mit den "normalen" Schülern im Ort in eine Klasse ging.
Wenn man älter ist, ist der Vorteil, dass man eher weiß was man will, dass man gezielter lernen kann, dass man den Jüngeren ein Vorbild ist, dass man den Stoff kritischer angehen kann, dass man einfach mehr Lebenserfahrung - in deinem Fall auch Berufserfahrung - hat.

Wenn du Unterstützung von deinem Mann und deiner Familie hast, ist das super.

Alex' Gedanken zum Thema fand ich gut. Die Entscheidung musst du letztendlich alleine fällen. Ich glaube aber, wenn du nichts machst, wirst du dich für den Rest deines Lebens fragen, was wäre, wenn.....also informieren ist schon mal sehr gut.

Schreib doch mal auf einen Zettel die Vor- und Nachteile von beiden Ausbildungen, auch was du wünscht etc. Dann kannst du sehen, welche Aspekte dir wichtig sind und auch welche Nachteile erträglich wären.

Ich wünsch dir alles Gute
 
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