Fallbeispiel: Neue Kinder

    Diskutiere Fallbeispiel: Neue Kinder im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Hallo zusammen, wer kennt das nicht: mitten im Sommer kommen neue Kinder in den Kindergarten. Meist sind sie gerade einmal 3-4 Jahre alt, haben...
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #1
Hallo zusammen,

wer kennt das nicht:
mitten im Sommer kommen neue Kinder in den Kindergarten. Meist sind sie gerade einmal 3-4 Jahre alt, haben keinerlei Kindergarten-Erfahrung, können sich schlecht bis gar nicht von ihrer Mutter trennen und weinen schrecklich viel.

Was macht ihr? Wie geht ihr pädagogisch sinnvoll mit solchen Situationen, die jedes Jahr wiederkehren, um?
 
M
Morgaine
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
5. Januar 2003
Beiträge
6.758
Zustimmungen
0
Alter
36
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #2
Eingewöhnung

Hallo Susi,

also bei den meisten unserer Kinder ging es eigentlich relativ gut. Ein paar Monate vorher finden spezielle Nachmittage für die neuen statt. Später ohne Eltern. Dadurch sind die meisten Kinder daran schon gewöhnt.
Also wir lassen die Mutter oder den Vater dann gehen, auch wenn das Kind weint. In schwierigen Fällen dehnt man die Zeit des Verbleibens im Kindergartens langsam aus. Beginnt beispielsweise bei einer halben Stunde, dann mal eine Stunde...Bei uns übernehmen die alten Kinder patenschaften, das unterstützt die neuen auch sehr viel.

Dieses jahr habe ich eine Handpuppe eingesetzt, die am Anfang zu einem Begleiter wurde.

Morgaine :)
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #3
Hallo Morgaine,

wie hast du genau die Handpuppe eingesetzt? Erzähl mal ein bissl - werde gerade neugierig *ggg*
 
M
Morgaine
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
5. Januar 2003
Beiträge
6.758
Zustimmungen
0
Alter
36
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #4
Handpuppe

Also, ich habe eine sogenannte "menschliche Handpuppe" eingesetzt". Bei dem Kind bei welchem ich die Puppe eingesetzt habe, wusste ich das sie gerne hilft. Deshalb wurde meine Handpuppe zu einem schüchternen, neuen Kind, dass nicht in den Kindergarten wollte. Das Kind nahm die Puppe sofort unter ihre Fittiche, hat ihr alles gezeigt und kam dadurch auch besser damit klar, jetzt ein Kindergartenkind zu sein.

Morgaine
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #5
Hört sich gut an :)
 
M
Marlis
Ich bin öfter hier!
Registriert seit
8. Januar 2003
Beiträge
140
Zustimmungen
0
Alter
53
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #6
Eingewöhnung

Hallo Susi !

Bei uns kommen eher wenige Kinder aus dem häuslichen Bereich in den Kindergarten . Die meisten sind vorher schon in der Kinderkrippe gewesen . So kennen sie den Alltag schon von Klein an. Sollte doch mal ein Kind erst mit 3-4 Jahren erste Kita Erfahrungen machen , handhaben wir es wie in der Krippe auch . Langsame Eingewöhnung , erst einige Tage mit den Eltern, dann eine 1/2 Stunde ohne und dann langsam steigern . Wir bieten in unserer Kita auch Service std. an. Das wird von Eltern auch gern genutzt. So schnuppern die Kinder schon vorweg etwas rein .
Es gibt da eigentlich nicht so viele Schwierigkeiten . Ich mache demnächst eine neue Gruppe auf mit Kinder die ab Februar bis Juni 3 Jahre werden . Bin schon sehr gespannt und hoffe dass mir meine Erfahrungen etwas helfen .

Bis dann Marlis
 
K
karottal
Ich bin forensüchtig!
Registriert seit
24. Januar 2003
Beiträge
2.614
Zustimmungen
0
Alter
35
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #7
Hallo!
Bei uns (Kinder bis 3 Jahre), läuft die Eingewöhnung so ab, dass die Mutter bzw. eine Bezugsperson zwar im Raum bleibt, sich aber nicht in das Spiel der Kinder einmischen sollte-so kann das neue Kind immer sicheren Schutz bei einer vertrauten Person suchen und gleichzeitig auch die anderen Kinder beobachten.
Leider gibt es aber auch immer wieder MÜtter, die ihr Kind einfach hereinstellen, und nach fünf MInuten wieder gehen, weil "das Kind ja lernen muss, mit den anderen zu spielen". Solche Mütter sind meist auch zu ziemlich wenig Kommunikation mit uns bereit.
Viel leichter fällt den Kinder die erste Zeit auch, weil sie Dinge von zu Hause mitbringen dürfen (Flasche, Stofftiere, Spielsachen...).
Wir hatten auch schon einen Fall, in dem das Kind immer furchtbar zu schreien begann, sobald die Mutter hinausging, als es aber bei einem anderen Kind , bei dem die Eingewöhnung schneller ging, feststellen konnte, dass die Mama ´jeden Tag wieder kommt, ging es ihr auch besser- sie taute richtig auf- zuvor brauchte sie den ganzen Tag eine fixe Bezugsperson für sich und fing bei weniger Aufmerksamkeit sofort zu weinen an.
Oftmals ist es auch so, dass die MÜtter das eigentliche "Problem" sind- sie können sich nicht von ihrem Kind trennen und "sitzen" zu sehr auf ihm. Ich machte auch die Erfahrung, dass die Kinder sehr wohl merken, ob Mama arbeiten gehen MUSS, oder ob sie nur Zeit für sich haben möchte. Vielleicht hilft es auch in solchen Fällen, wenn sich Mütter einen Arzttermin ausmachen, und das dem Kind auch erklären.
Ich habe zwar noch relativ wenig Berufserfahrung, aber das sind halt so Situationen, die ich miterlebt habe....
 
M
Marlis
Ich bin öfter hier!
Registriert seit
8. Januar 2003
Beiträge
140
Zustimmungen
0
Alter
53
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #8
Hallo alle miteinander !

Das "Mitbringsel " von zu Hause ist eine ganz wichtige Sache bei der Eingewöhnung. Aber nicht nur dabei. Auch beim Schlafen haben die meisten Kinder ein kleines Kuscheltier oder Schnuffeltuch von zu Hause dabei. Ich hatte mal ein Kind , da sagte die Mutter in der Eingewöhnung , ihr Kind könne nicht einschlafen ohne das Nachtzeug der Mutter . Null Problemo . Vortan schlief das Kind immer mit dem Spitzennachthemd der Mutter im Arm. War zwar erst komisch , aber man gewöhnt sich an alles . :D

Gruß Marlis
 
M
muck
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
9. Januar 2003
Beiträge
1.736
Zustimmungen
0
Alter
51
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #9
Hallo zusammen,

wir neh´men unsere Kinder auch "gestaffelt" auf.Also erst mal eine kurze Zeit,eventuell bleibt auch die Mutter dabei.Dann wird die Zeit immer weiter verlängert.Manche Kinder haben es auch leichter,wenn sie erst mal am Nachmittag kommen.
Kuscheltiere o.ä. sind kein Problem.
Seit ich selber Mutter bin sehe ich diese Sache auch etwas anders.
Für mich war immer sonnenklar,das Eltern mir als fremde Person ihre Kinder anvertrauen!Aber dann gibst du dein eigenes Kind bei fremden ab!
Seitdem habe ich viel mehr Verständnis,wenn sich z.B. die Mutter nicht trennen kann(ist ja oft so).
Liebe Grüße
muck
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #10
also mir zerreisst es immer wieder das herz ! ! !

schon gemein was den kleinen knirpsen angetan wird, oder?

naja, am anfang war erziehung ....


jo, klar das "übergangsobjekt" ist ganz wichtig bei der eingewöhnung :)
 
M
Marlis
Ich bin öfter hier!
Registriert seit
8. Januar 2003
Beiträge
140
Zustimmungen
0
Alter
53
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #11
Schlimm?!

Hallo,

sicher ist es schon "schlimm " sein Kind abgeben zu müssen. Aber gerade wir als Erzieherinnen haben doch den Vorteil zu wissen wie es so abläuft. Und oftmals ist es doch so: Die Mutter bringt das Kind , es schreit zum Herzerweichen. Und dann ?!!
Kaum ist die Mutter zur Türe hinaus, ist das Geschrei verstummt ,keine Träne mehr zu sehen und man hat den ganzen Tag das liebste und artigste (bzw. wildeste und unartigste ) Kind bis die Mutter wieder in der Tür steht.

Sicher gibt es auch Fälle wo die Kinder sich den ganzen Tag nicht beruhigen. Sind mir in meiner jahrelangen Praxis eher selten untergekommen.
Und wichtig ist auch dass man den Eltern klar macht dass es eigentlich ja garnicht "schlimm" ist .Wenn die Eltern das begriffen haben und mit einer positiven Einstellung an die Sache herangehen, haben es die Kinder auch leichter .

Ich habe es allerdings auch schon erlebt das die Kita als Strafe hingestellt wurde:Wenn du nicht gleich artig bist mußt du morgen wieder in den KG.
Da war ich ziemlich sauer.:nono:

Gruß Marlis
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #12
jo, also ich hatte einen der hat den ganzen tag geweint :(
hat immer am zaun gestanden und gerufen "mama! mama!"


p.s. könnte ja auch sein das der vater das kind bringt und zur türe rausgeht *g
 
H
Hoffi
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
27. Januar 2003
Beiträge
25
Zustimmungen
0
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #13
Hallo alle zusammen,

ich mache ja die Erfahrungen gerade aus Elternsicht. Und es läuft bisher super. Aber die Mama leidet!!! Philipp fühlt sich wohl und wollte schon am zweiten Tag am liebsten im KiGa bleiben. Wir haben allerdings im Vofeld ca. 4 Monate die vierzehntägigen Mutter-Kind-Tage regelmäßig besucht. Hab mich gefragt, warum die so heißen. Warum nicht Vater-Kind-Tage? Jetzt weiß ich es. Von mir mal abgesehen hab ich da nie einen Vater gesehen. Ich fand diese Treffen aber gut. Die Kinder konnten sich untereinander, aber auch ihre Erzieher/innen schon ein wenig kennen lernen und die Welt KiGa wurde nach und nach etwas vertrauter.

Liebe Grüße
Hoffi
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #14
jo, schon ein trauerspiel und ein armutszeugnis das sich so wenig männer für erziehung interessieren.
 
M
Marlis
Ich bin öfter hier!
Registriert seit
8. Januar 2003
Beiträge
140
Zustimmungen
0
Alter
53
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #15
Aber es gibt ja zum Glück auch ausnahmen. Nicht wahr!!!

Marlis
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #16
auf jeden fall!
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
37
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #17
...möchte ich aber auch behaupten!"

Auch wir versuchen Väter mehr in die KiGa Arbeit einzubeziehen.
Wir laden sie ein und bieten gezielte Angebote für "Vater und Kind" an....

Bye
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #18
coole sache das...

und wie kommt es an ?
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
37
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #19
Hi Shrell,

...eher schlecht als recht.
Es sind immer Väter dabei die sich engagieren, aber der großteil sucht doch lieber das Weite....:roll:

Bye
 
A
Anonymous
Gast
Fallbeispiel: Neue Kinder Beitrag #20
Hallo Ihr alle,
ist doch klar das die Männer flüchten!!!!!
1. Sie sind eiversüchtig auf Ihre Jungs. Im Kiga können Sie mal so richtig :hau: :box: und wer möchte das mit seinen Chef nicht auch gerne mal ungestraft.... :rauch:
2. Die Töchter haben zum erstenmal Kontakt zum anderen Geschlecht. Und zwar öffentlich rechtlich. Welcher Vater sieht seine Tochter da nicht schon verheiratet? :mad:
3. Und dann über all diese jungen Erzieherinnen und erfahrenen Frauen die so gut nach der Mami duften und die selben klugen Ideen haben was nun gut für die Männer ist....Welcher "wahre" Mann flüchtet da nicht wie ein :frosty: bei :sunny:
4. Wenn sich klaus mit Fritz um den :frosch: streiten und der Vater darf nicht einschreiten, ist er da nicht auch in seiner Haltung eingeschränkt? Wie soll er den beschützen wenn immer so Frauen um Ihn rum sind? Die Rolle des Wach :hund: kann er dann kaum spielen.
5. Kommen wir nochmal zu den weiblichen Koleginnen zurück.....welcher Mann verschenkt sein :verliebt: nicht an diese liebenswürdige Erzieherin. Und wenn Sie Ihm auch noch ;) .....ach, der arme Mann muss doch auch noch wieder zu seiner Frau :kopfschuss: ....

Liebe Leute, es ist nicht ganz ernst gemeint aber ich glaube der Gedanke liegt im Detail.
Im übrigen habe ich super Erfahrungen mit der Eingewöhnungszeit meines Sohnes gehabt und auch aus der Praxis heraus sehr gute Erlebnisse zu verbucht.

Ach ja, die oben genannten Punkte gelten selbstverständlich nicht für mich :floet: :engel:

Muss los
tschüss

Holger
 
ANGEBOTE & SPONSOREN
http://www.kinder.dehttps://www.babyforum.de
Oben