Förderung und Planung contra Gruppengröße und System

    Diskutiere Förderung und Planung contra Gruppengröße und System im Brennpunkt/News & Gewinnspiele Forum im Bereich Ganz aktuell; S_Meier, 21. Oktober 2002 So, liebe Forumianer, ich habe mich dazu durchgerungen nun etwas zu thematisieren, was ich an verschiedene Stellen schon...
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #1
S_Meier, 21. Oktober 2002

So, liebe Forumianer, ich habe mich dazu durchgerungen nun etwas zu thematisieren, was ich an verschiedene Stellen schon angerissen habe.

Ich bin der Meinung, dass es zu ein gute, pädagogisch verantwortete Kindergartenarbeit gehört, für jedes Kind in seiner Gruppe Förderziele zu haben und diese entsprechend gezielt umzusetzen. Als Grundlage dabei würde, m.E. ein standraisierter Beobachtungsbogen für alle Kinder dienen, die etwa 4 bis 5 wochen nach Anfang des neuen Kigajahres, bzw. nach eintritt im Kiga ausgefüllt werden sollte. Dies braucht für ein standard Bogen mit etwa 40 bis 50 fragen, nicht mehr als max. 15 minuten pro kind. Bei zwanzig Kinder in einer Gruppe also etwa 5 stunden, die ja nicht an einem Stück gearbeitet werden müssen. Jeden arbeitstag 2 bis 3 bögen zwischendurch ausgefüllt und nach 2 wochen steht die basisbeobachtung.

Dann kan geschaut werden, welche kinder welche defizite haben und wie man diese kinder fördern kann, während man gleichzeitig die stärkere seiten des kindes fordert.

Nun ist das Argument, was ich häufiger begegne, das der Arbeitsdruck so groß ist, zu wenig personal für zu viele Kinder. Soviele Problemkinder, ausländische Kinder, sozial-schwache Kinder oder, oder, oder. Aus eigene Beobachtung und viele Gespräche habe ich inzwischen jedoch sehr stark den Eindruck bekommen, dass diese Argumente ausschließlich dazu dienen, die mangelnde Organisation in einer Gruppe bzw. Kiga zu rechtfertigen.

Natürlich kann man nicht für jedes einzelne Kind jeden tag eigene Aktivitäten haben, es ist aber sehr gut möglich die gleiche Aktivität mit unterschiedliche Schwerpunkte eine gruppe von kinder anzubieten.

Selbstverständlich hat man keine Zeit, ausfühlriche Deutschkurse für ausländische Kinder zu organisieren. Aber jeden Tag 10 minuten gezielt einen Wortschatz aufbauen ist drin,

Jedes Jahr wieder kommt die Frage, Einschulen ja oder nein, die genau so oft emotional, unsachlich beantwortet wird. "Das kind ist noch nicht so weit..." wird häufig verwendet und genau so häufig nicht weiter begründet. Systematische Beobachtungen und Förderpläne bieten m.E. die Möglichkeit wesentlich sicherer eine Empfehlung abzugeben. "Sehen Sie, ihre Tochter hat noch erhebliche Schwierigkeiten in ihre Feinmotorik. Am Anfang des Kigajahres konnte sie noch nicht ... Jetzt geht das schon besser, und ich denke, mit etwas guten willen und entsprechende Förderung, kann sie in August durchaus eingeshcult werden..." Oder "Eigentlich wäre dieses Kind durchaus für die Schule geeignet, sein Wortschatz aber ist noh s minimal, es würde erhebliche verständigungsprobleme haben. Lassen wir es noch einem Jahr hier und arbeiten in der Zeit gezielt an ihre Sprachentwicklung, dann packt sie die Schule nächstes Jahr locker..."
Solche sachliche Argumente, fachlich unterbaut und pädagogisch vorgebracht entspannen.

Nun, wie sieht ihr es?? Ist es tatsächlich unmöglich so qualifiziert zu arbeiten oder geht es doch???

Ich bin gespannt...

Olav van Gerven
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #2
Nicole, 21. Oktober 2002

Hi,

>Ich bin der Meinung, dass es zu ein gute, >pädagogisch verantwortete Kindergartenarbeit >gehört, für jedes Kind in seiner Gruppe >Förderziele zu haben und diese entsprechend >gezielt umzusetzen. Als Grundlage dabei >würde, m.E. ein standraisierter
>Beobachtungsbogen für alle Kinder dienen, >die etwa 4 bis 5 wochen nach Anfang des >neuen Kigajahres, bzw. nach eintritt im Kiga >ausgefüllt werden sollte. Dies braucht für >ein standard Bogen mit etwa 40 bis 50 >fragen, nicht mehr als max. 15 minuten pro >kind. Bei zwanzig Kinder in einer Gruppe >also etwa 5 stunden, die ja nicht an einem >Stück gearbeitet werden müssen. Jeden >arbeitstag 2 bis 3 bögen zwischendurch >ausgefüllt und nach 2 wochen steht die >basisbeobachtung.

Da gebe ich dir Recht. Eine fundierte Beobachtung ist für die optimale Förderung eines Kindes unabläßlich. Nur habe ich bisher noch nicht so einen einfachen Beobachtungsbogen gesehen, der eindeutig, umfassend und relativ schnell auszufüllen ist. Zudem werden aus den 15 Minuten schnell ausfüllen, schnell mehr, denn man sollte sich ja mit Kollegen austauschen. Dann hat man zB in der Tagesstätte -abgesehen von der Pause- von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr nicht eine Minute ohne Kinder. Hast du schon mal einen Bogen ausgefüllt während 20 Kinder um dich herum laut spielen, 2 sich streiten und hauen, einer gerade in die Hose gemacht hat, der nächste gerade getröstet werden will und der letzte dir unbedingt was erzählen muß und zudem auch noch fürchterlich eifersüchtig ist. Wenn man dann noch in einer Gruppe mit unter Dreijährigen arbeitet wird es nur noch schwieriger. Und wenn die Bögen ausgefüllt sind, wann wertet man sie aus? Das kostet wieder Zeit, Zeit die für die Kinder immer knapper wird.

>Nun ist das Argument, was ich häufiger >begegne, das der Arbeitsdruck so groß ist, >zu wenig personal für zu viele Kinder. >Soviele Problemkinder, ausländische Kinder, >sozial-schwache Kinder oder, oder, oder. Aus >eigene Beobachtung und viele Gespräche habe >ich inzwischen jedoch sehr stark den >Eindruck bekommen, dass diese Argumente >ausschließlich dazu dienen, die mangelnde >Organisation in einer Gruppe bzw. Kiga zu >rechtfertigen.

Da würde mich doch nun sehr interessieren welche Erfahrungen du hast und welche fundierten Kenntnisse du über die Arbeit in einer Tagesstätte hast?

Ich kann dir aber versichern, daß wenn man neben der Förderung der Kinder auch noch Arbeiten der Reinigungskraft, des Gärtners, der Handwerker und auch Therapeuten übernehmen muß, wenn man wohlmöglich auch noch Kinder wickeln muß (was nicht selten ist), wenn zu dem auch noch intensive Elternarbeit (Austausch, Sprachkurse, Beratung, Begleitung, Unterstützung bei Behördengängen und ähnliches)kommt, dann ist jede Minute kostbar und wird mit der Förderung der Kinder verbracht. Aber diese Zeit wird immer knapper. Zu dem da die Kinder heute vieles im Kindergarten erst lernen müssen, was die Kinder früher bereits von zu Hause mit gebracht haben. Unser Aufgaben werden immer größer, aber dafür wird dann zunehmend das Personal gekürzt. Irgendwann hilft da auch eine bessere Organisation des Tages nicht mehr.

>Natürlich kann man nicht für jedes einzelne >Kind jeden tag eigene Aktivitäten haben, es >ist aber sehr gut möglich die gleiche >Aktivität mit unterschiedliche Schwerpunkte >eine gruppe von kinder anzubieten.

So kenne ich es. Auch das bei der gleichen Aktivität von unterschiedlichen Kindern unterschiedliche Leistungen gefordert werden.

>Selbstverständlich hat man keine Zeit, >ausfühlriche Deutschkurse für ausländische >Kinder zu organisieren. Aber jeden Tag 10 >minuten gezielt einen Wortschatz aufbauen >ist drin,

Also die Deutschkurse sind organisierbar, es ist oft nur eine Frage der Finanzierung. Sie können aber nur eine Ergänzug zum Altag sein. Die 10 Minuten gezielt Wortschatz fördern zeigten sich in unserer Arbeit äußerst ineffektiv, denn die Begriffe waren bereits nach einigen Stunden vergessen. Viel wichtiger ist der Alltag der bis ins kleinste von Sprache begleitert werden muß. Es gilt nur reden, reden und reden, ob beim Malen oder Popo abwischen.

>...noch einem Jahr hier und arbeiten in der >Zeit gezielt an ihre Sprachentwicklung, dann >packt sie die Schule nächstes Jahr >locker..."
>Solche sachliche Argumente, fachlich >unterbaut und pädagogisch vorgebracht >entspannen.

Genau solche Empfehlungen geben wir unseren Eltern, auch ohne einen spezifischen Beobachtungsbogen. Manchmal tut es eben auch ein leerer Zettel ;)
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #3
Heike F., 1. November 2002

Ich bin der MEINUNG; DAß man sich die Zeit für Beobachtungsmögen auf jeden Fall nehmen muß. Denn mal ganz ehrlich wenn man sich nicht gezielt hinsetzt und über jedes Kind nachdenkt, dann geht einem das eine oder andere durch die Lappen gerade wegen der Gruppengröße.
In unserem Kindergartten arbeiten wir seit 1 Jahr mit Beobachtungsbögen, die regelmäßig für alle ausgefüllt werden - und wenn man sich da mit seiner Kollegin austauscht ist es erstaunlich, was da alles auffällt, was sonst unter den Tisch fällt.
Der Zeitaufwand lohnt sich für die Kinder - da hinterher die Arbeit um so effektiver wird.
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #4
Hallo zusammen,

in dieser Woche rolle ich nocheinmal Olavs Thema auf. Alle Infos dazu s. o. ;-)
 
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Helga
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #5
Ich habe es in den letzten Jahren so praktiziert:
Karteikasten und für jedes Kind eine Kartei mit den wichtigsten Stichpunkten.
Diese Kartei wurde wöchentlich ergänzt und auch Kolleginnen, die mich vertraten hatten Einsicht. So wußte jeder, wo das Kind gerade steht und wo es abgeholt werden musste. Hat sich sehr bewährt. Natürlich füllte ich auch die Entwicklungsbögen aus, jedoch nur bei sehr auffälligen Kindern, die dann anschließend der Psychologin vorgestellt wurden.
lg Helga
 
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erzieher78
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #6
Hallo allseits...

Beobachtungsbögen sind meines Erachtens als grundlage für gezielte Beobachtung unerlässlich. Wir hatten solche Bögen in unserer Einrichtung. So hatten wir für aller Kinder einen aktuellen Entwicklungsstand, auf dessen Grundlage wir qualitativ gute Elterngespräche führen konnten. ZUMINDEST THEORETISCH!!!

Praktisch war es kaum möglich, diese Beobachtungsbögen zeitlich auf einem aktuellen Niveau zu halten. Warum? Ein nicht Entwicklungsbeobachtungsbogen (vgl. Bildungssgeschichte ! Dieser Begriff taucht öfters bei Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis auf) der sich nicht darauf beschränkt gewisse Fähigkeiten auf einer NOTENSkala von 1-6 zu bewerten benötigt Zeit. Er muss mindestens beschreibungen über sozialverhalten, Grob- und Feinmotorische Entwicklung, sprachentwicklung und Lebenspraktische Fähigkeiten des Kindes enthalten. Um diese Bereiche GEZIELT (und nicht nur mal so ein bisserl nebenbei) zu beobachten muss ich mindestens (und das ist schon knapp bemessen) 20 minuten reine Beobachtungsszeit mit dem Kinde verbringen. Und jetzt ein kleines Rechenexempel: 28 Kinder mal 20 Minuten macht??? 9 Stunden reine Beobachtungszeit. OHNE AUSWERTUNG!!! Bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 38 Std. in der Woche und einer Kernzeit von ca. 4-5 Std. wird das zu einem kleinen problem. Leider muss man hier also einige Abstriche machen. Und die Bögen nur noch alle vierteljahr auf neuesten Stand bringen. Denn ich will ja nicht nur sehen was das Kind macht, kann, fühlt etc. - wir wollen ja auch noch Bilden, erziehen und Fördern ohne das Kind dabei TOTZUFÖRDERN, also soll auch noch das recht des Kindes nach Freigewähltem Spiel berücksichtigt werden. wenn dann noch ein oder zwei Kinder dazukommen die besonderen Förderbedarf haben, fangen wir endgültig an zu rotieren.

Ist unter diesen Umständen qualitatives Arbeiten möglich? Natürlich ist es das... aber nicht 100 Prozent!!! Optimal wäre eine Gruppengröße von max.18 inder (meines Erachtens). Ein weiteres Problem in der Diskussion um Qualität stellt auch noch der Punkt FORTBILDUNG dar: Wo sind die Gelder? wo die Freistellungen? Wenn sich hier nicht bald etwas ändert, sehe ich schwarz für unsere Kindertagesstätten.

Wohlgemerkt: Ein gewisses Mindestmass an Qualität ist leistbar - die Gruppengröße darf also keine Entschuldigung für nichtstun sein (habe ich leider auch schon erlebt!) und jedes Team sollte sich bemühen, Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, die genau auf Ihre Kinder und Einrichtung zugeschnitten sindm so dass sie ein maximum an Qualität bei einem Minimun an Zeitaufwand ermöglichen, aber dazu brauchen wir motivierte ErzieherInnen und hier beisst sich die katze wieder in den eigenen Schwanz... Gehalt, Arbeitsklima, fehlende Fortbildungen und damit schnelles Burn Out, Arbeitsfrust, mangelnde Qualität... jaja...

Ich glaube dennoch, dass ein Großteil der KiTa's eine gute Arbeit leistet im Rahmen Ihrer Möglichkeiten. Und Bayern machts vor: Ein Allgemeingültiger Bildungsplan wird entwickelt und ist bereits im Netz zu finden (www.ifp-bayern.de), der für alle KiTa's Pflicht wird. Wo bleiben die anderen Bundesländer! (gut, dass die geplante Neuregelung der Finanzierung in Bayern das korrekte Umsetzen dieses Bildungsplanes erschwert oder fast unmöglich macht ist eine andere geschichte...)

So, jetzt hab ichg Euch genug in den Ohren gelgen...

Liebe Grüße Alexander

PS Wer Lust hat mit mir privat weiterzudiskutieren kann sich ja mal via mail melden...
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #7
Beobachtungsbögen

Hallo!
Weiß denn vielleicht jemand, wo man Beobachtungsbögen her bekommt, die gut und effektiv und dabei nicht total komplizirt und superzeitaufwendig sind?
Ich finde ja nämlich durchaus auch, dass es sinnvoll wäre, die Kinder viel gezielter zu beobachten, aber ebenso stimme ich all jenen zu, die über zu wenig Zeit klagen. Mir geht es so, dass ich mir meist nur die Kinder wirklich vornehme, bei denen mir sowoeso schon Defizite aufgefallen sind und wo dann bald ein Elterngespräch ansteht. Das ärgert mich, ist aber so. :-|
Gruß, Anke.
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #8
Hallo Al !

ich habe mit der "Fitness-Probe" gearbeitet.
Sie enthält einzelne Übungen zur Einschätzung von Hören, Sprechen, Sprachverstehen und Sprachbewusstheit.
Passend dazu gibt es Protokollbögen zum Festhalten der Ergebnisse. Das Gute daran ist, dass du ziemlich genau differenzieren kanns, in welchem Bereich die Schwierigkeiten liegen und du somit natürlich auch gezielter ein Förderprogramm erstellen kanns.
Auch zur Überprüfung, ob sich Verbesserungen feststellen lassen konnten, ist die Fitness-Probe wieder einsetzbar.
Man braucht dazu keine besondere Ausbildung, die Probe ist sehr genau erklärt, sammt Auswertungsschlüssel , nur nicht ganz so einfach erhältlich.
Wenn du Interesse hast, erkundige ich mich allerdings mal genauer, ob die Uni sie dir zuschicken würde.

Es sind zwei Proben, die jeweils an unterschiedlichen Tagen durchgeführt werden sollen. Dauer pro Probe ca. 20 Min. Die Zeit verkürzt sich nach etwas Übung jedoch.

Lieben Gruß

Andrea ;)
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #9
Das klingt ziemlich interessant! Ist das ein Programm, das extra von einer Uni erarbeitet und nur von daher zu beziehn ist? Dann wäre es echt nett, wenn Du da mal anfragen würdest. Unser ganzes Team interessiert sich nämlich im Moment gerade für neue Möglichkeiten zur Beobachtung. Die würden sich alle Freuen. :D
Vielen Dank auch!
Gruß, Anke.
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #10
Hi

Ja, das hat einer meiner Profs entwickelt. Hat ähnliche Züge wie die Differnezierungsprobe von Breuer/Weuffen, wenn dir das was sagt, ist aber moderner und daher auch kindgerechter. Die Übungen wurden nach Möglichkeit in kleine Rätsel, etc. verpackt, damit es nciht nach nem Test aussieht, etc.

Sobald ich jemanden dort erreiche, gebe ich dir noch mal Bescheid (noch sind Semesterferien, kann also ein paar Tage dauern).

Lieben Gruß,
Andrea ;)
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #11
Hi ihrs
Ich mache zur Zeit eine Fortbildung zum Thema beobachten und dokumentieren und wir haben in unserer KT auch schon Konzeptionstage mit dem Thema verbracht. Unser Stand der Dinge ist, das wir halbjährlich Entwicklungsberichte anfertigen. Diese dienen zur Gespächs und Arbeitsvorbereitung. Das Beobachten im Alltag ist schon recht schwierig aber machbar. Ich halte es z.B. nicht für erforderlich ein ständiger Spielpartner der Kinder zu sein. Als beste Zeit für meinen Schreibkram hat sich bei mir die Zeit nach dem Mittagessen eingebürgert. Die Kinder akzeptieren das (zu dem Zeitpunkt habe ich nur 14 Kinder in der Gruppe) Allerdings kann ich Berichte schreiben wenn bei mir ein Kind auf dem Schoss sitzt.
Was Beobachtungsbögen angeht entwickle ich mir je nach Zielstellung einen eignen, die sind dann auch recht flott auszufüllen, da sie sich nur um die eigene Aufgabenstellung kümmern.
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #12
Beobahtungsmaterial

Hallo,

zunächst einen Link für die, die noch checklisten für ihre Beobachtungen suchen

http://kindergarten.hochbegabten.org/beomat

dort findet ihr einige beispiele

Und nun zu dem Spagat zwischen Grupengröße und Beobachtung...

Wer Situationsorientiert arbeitet, beobachtet seine Gruppe ständig, denn da liegt ja der Schlüssel seiner Arbeit. Auf dieser Ebene findet man also relativ wenig probleme eine cheklicte für jedes Kind mindestens 2 mal im Jahr auszufüllen (auch bei 28 Kinder...) Daraus geht hervor, bei welche Kinder in welche Bereiche ein genauere Beobachtung erforderlich ist, wonach diese durchgeführt werden kann. Selbstverständlich von mindestens zwei personen, unabhängig von einander, damit das Bild ein wenig objektiviert wird.
Wird z.B. gefragt "stellt das Kind sich abhängig von Erwachsenen und/oder Gruppe auf" und kann man diese Frage nicht beantworten, so reicht es, wenn man in der Woche folgend etwas gezielter auf diesem punkt achtet.

Diejenigen die mit ein Jahresprogramm arbeiten, haben ein viel disziplinierter Arbeitwseise. Da weniger Zeit benötigt wird zu beobachten was in der Gruppe abläuft um an Hand diese beobachtungen das Programm zu gestalten (denn das Programm steht ja von vornherein fest), kann diese zeit für gezieltere Beobachtungen verwendet werden. Hier gilt ebenso, das was ich oben geschrieben habe: Nicht jedes Kind jedes Mal ausführlich beobachten, sondern a.h.d. checklisten sehen, welche Punkte nicht eindeutig sind und da schauen.

Wer in seiner Arbeit ein Zeit- und Klassenmanagement einsetzt, d.H. mit der verfügbaren zeit wirklich wirtschaftet und plant, schaft diese Aufgabenstellung.

Zum Vergleich: die Gruppen 1 und 2 einer niederländischen Basisschool (vergleichbar vom Alter mit dem Kindergarten in Deutschland) besteht ebenfalls aus bis zu 30 Kinder. Hier gibt es eine Fachkraft, die am Ende des Schulajhres von jedes Kind ein Entwicklungsbericht schreiben muss (keine option, sondern vorgabe...) Natürlich sind die dort geforderte Entwicklungsberichte ausführlicher und umfangreicher, weil sie Teil der Schulunterlagen sind, aber auch da funktioniert es. Für mancher hat es sich bewährt, einfach einen Kalender zu haben, wo bei Bedarf ein kurzer Hinweis auf ein Kind eingetragen wird. Einmal die Woche wird dies dann entsprechend auf eine Karte übertragen. So entsteht eine Sammlung von Einzelbeobachtungen und Gegebenheiten, die es am Ende eines Tours wesentlich einfacher machen, die geofrderte Berichte zu erstellen.

Für mich zeigt das Beispiel der Niederlanden immer wieder, dass es möglich ist regelmäßig einen Beobachtungsstatus zu erstellen, vorausgesetzt, man hat ein vernünftiges Zeitmanagement. Das gehört einfach zu qualifiziertes Arbeiten, etwas wo in diese Foren immer wieder hingewiesen wird.

Olav van Gerven
 
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Andrea 79
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #13
@ Al

Hallo!
Karin hat schon vor mir die Information gefunden, dass es die Fitness-Probe nun zu kaufen gibt. Schau doch mal im Forum "Allg. Pädagogig" unter Spracherfassungsbögen rein - dort findest du auch einen Link.

Lieben Gruß,
Andrea ;)
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #14
Hallo Andrea!
Danke. Ja,das mach´ich. Wir hatten gestern in der Dienstbesprechung erst wieder das Thema am Wickel und ich bin echt gespannt, worauf das bei uns noch so hinauslaufen wird! Wahrscheinlich werd´ich auch mal versuchen, mit Karteikarten zu arbeiten, das hört sich für mich auch ganz gut an.
Aber wnn man diesen ganzen Schreibkram erledigen soll, wenn man tatsächlich Beobachtungsberichte schreiben sollte, weiß ich nicht!!!!
Ich arbeite 25 St. die Woche, bin also nur vormittags da. 20 St. Betreuungszeit,1,5 St. Dienstbesprechung und 3,5 St. Vorbereitungszeit, die meistens tatsächlich für ganz praktische Arbeiten draufgeht! Vor allem, wenn Feste anstehen, Gottesdienste vorbereitet werden usw. Dann mach´ich meist noch viele Überstunden, die ich dann auch wieder in der VZ abfeiern muss. Dazu kommt die Praktikantenbetreuung. Wann soll ich mich da noch hinsetzen und Berichte verfassen? Wieder als Überstunden? Manchmal muss ich das ja auch jetzt tun, wenn Eltern solche Berichte für Ärzte und Therapeuten brauchen z.B., dann sind das Überstunden, aber das mal 25? :-|
Gruß, Anke.
 
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Andrea 79
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #15
Hall Al!

Ich weiß, dass eure Zeit sehr knapp bemessen ist, aber das kannst du dir ja einteilen, muss ja nicht am Stück sein. Ich hab mir z.B. gleich morgens die ersten geschnappt, die die Tür reinkamen, da war der Tumult noch nicht so riesig. Zwischendurch durch hab ich mir ab und zu mal welche rausgerufen, die am Nachmittag nicht da sind. Und der Rest eben nach dem die meisten nach Hause gegangen sind. Du bist auch keine 20 Minuten voll mit den Kindern beschäftigt, die müssen z. B. auch was malen, dass können sie ja dann, während du schon das nächste Kind dazu holst.
Wieso eigentlich 25? Hast du 25 Schulkinder in deiner Gruppe? Denn so richtig zum "testen" ist die Fitness-Probe eigentlich erst vor der Einschulung konzipiert, gibt aber auch Auskunft über Wahrnehmungsbereiche, die wichtig sind und wie man die auch bei jüngeren Kindern besser beobachten kann. Aber das müssen dann noch nicht die vollen 20 Minuten beanspruchen

Lieben Gruß,
Andrea ;)
 
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Förderung und Planung contra Gruppengröße und System Beitrag #16
Hallo Andrea!
Nee,stimmt, ich hab´diesmal elf Vorschulkinder. Und das mit diesem Fittness-Test kann ich mir auch ganz gut vorstellen. Ich hab´schon geguckt und werd´s mal meiner Einrichtung empfehlen, dann bestellen wir es und ich probier´s mal in der Praxis. ;-)
Ich dachte bei den 25 Kindern mehr an das Verfassen von detaillierten Berichten à la die Niederlande! Dafür bräuchte ich dann echt mehr Stunden! Die ich aber gar nicht haben will, denn so´n 25-St.-Job ist genau das Richtige für ´ne Mutter mit Kindern,Haus und Hunden - nebenbei bemerkt! :)
Naja, innerhalb der Zeit, die man hat, will man aber ja so qualifiziert wie möglich arbeiten! Also dann mal los... ... ...
Gruß, Anke.
 
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