Gestohlene Kindheit: die Einschulung

    Diskutiere Gestohlene Kindheit: die Einschulung im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Hallo, ein nicht selten gehörtes Argument, wenn es darum geht Kinder mit ein wesentlichen Entwicklungsvorsprung z.B. vor dem 6. Lebensjehar...
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #1
Hallo,

ein nicht selten gehörtes Argument, wenn es darum geht Kinder mit ein wesentlichen Entwicklungsvorsprung z.B. vor dem 6. Lebensjehar einzuschulen, ist das Argument "man würde dieses Kind ein Teil seiner Kindheit nehmen..." Ich würde gerne einmal wissen, wie ihr das sieht? Ist das ein gültiges Argument oder nicht? wenn ja, warum und wenn nein, warum nicht?

Ein weiteres Argument ist häufig, dass "das Kind sozial noch nicht so weit ist..." Meine Frag hierzu, benutzt ihr dieses Argument und wenn ja, auf welche sachliche Grundlagen basiert ihr dieses Urteil?

eine letzte Frage (für heute) ist, was genau macht ihr mit Kinder wovon ihr denkt, sie würden in der Schule (noch) nicht zurecht kommen, sind aber schulpflichtig oder von den Eltern entgegen euer Empfehlung für die Schule angemeldet?

Olav
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #2
hm, gute frage.

dem kind die kindheit nehmen?`

naja, dass ist nicht das Argument finde ich. ich denke ein kind sollte wirklich lieber erst ein jahr später eingeschult werden; wenn es am anfang gleich merkt dass es die anforderungen nicht erreicht wird es schule "doof" finden.

die these eines australischen psychologe: weil jungen in der entwicklung gegenüber den mädchen benachteilgt sind, werden sie ein jahr später eingeschult.


die skandinavier schulen ihre kinder früher ein als wir (glaube ich gehört zu haben) und schnitten viel besser in der pisastudie ab. hat es was damit zu tun? verschwenden wir ein jahr zeit?


ich bin zu dieser frage noch zu keiner eindeutigen antwort gekommen aber es würde mich freuen eure meinung zu dem thema zu hören.
 
L
Lola
Ich bin neu hier!
Registriert seit
7. März 2003
Beiträge
21
Zustimmungen
0
Alter
42
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #3
Hallo,
ich finde nicht, dass man Kindern mit einem wesentlichen Entwicklungsvorsprung einen Teil der Kindheit nimmt, wenn man sie vorzeitig einschult. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Kinder ständig neue, höhere Anforderungen benötigen. Aber in der täglichen Arbeit kann man diesen Bedürfnissen oft nicht gerecht werden, ohne dass die anderen Kinder darunter "leiden" (v.a. wenn es mehrere weit entwickelte Kinder in der Einrichtung gibt).
Die soziale Entwicklung ist hier natürlich auch wichtig, aber ich habe auch schon des öfteren beobachtet, dass die Kinder, die nicht genug Anforderungen haben, sozial noch auffälliger wurden.

Liebe Grüße
Lola
 
P
Pippin
Ich bin lebendes Foreninventar!
Registriert seit
6. Januar 2003
Beiträge
3.720
Zustimmungen
0
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #4
@ shrell:
dieser australische wissenschaftler hat, meiner meinung nach , unrecht, denn mädchen SIND den jungs in einem alter von ca 4-7j in der entwicklung vorraus!!!! (man sagt im allgemeinen 1-2j +/-, siehe auch der abschluss des längenwachstums).
dr. aiga stapf (tübingen) hat dies in einem vortrag deutlich detailliert
wissenschaftlich belegt. das papier gibt es auch in einem buch, weiß leider den titel nicht.

wer wann in der förderung benachteiligt wird ist motivations, umfeld und peergroup (siehe renzulli) abhängig, diese drei punkte beeinflussen erheblich eine sozialisation und leistung.

gruss pippin :da:
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #5
Gefährliche These...

Die von Shrell zitierte These kenne ich und ich weiß nicht pb ich lachen oder wütend werden soll wenn ich sie höre. Natürlich, es gibt jungens wie mädchen, die besser ein jahr später inegeschult werden. Dafür aber brauche ich auf dem kind bezogene Argumente, die aus der sytsematische Beobachtung der Entwicklung des Kindes hervorgehen. Nicht ein zitat, welches an der individualität des Kindes vorbei geht.

Dieses Zitat führt nämlich bei ca 20 - 25% der Kinder zu eine absolute Unterforderung, welche wiederum in spätere jahre eine Leistungsverweigerung bis hin zu schulverweigerung mit sich bringt.

Die folgen der unqualifizierte, verallgemeinerte Aussage sehe ich nicht nur in meine arbeit, sondern jeden atg beim essen...

Olav
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #6
@pippin

na genau das sagt er doch. das die mädchen den jungs voraus sind.

@kater

ob nun unter oder überfordert ... beides ist auf jeden fall demotivierend. und wenn jungen nun wirklich etwas hinterher sind; warum nicht ein jahr warten. wenn sie merken das sie den mädchen unterlegen sind, dann ist schule bald "weiberkram".


klingt dass einleutend?
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #7
Zu allgemein

Hallo Shrell,

ich habe nichts gegen eine differenzierung in bezug auf der einschulung, ich habe aber entschieden etwas dagegen, dies zu verallgemeinern und zu sagen 2jungs nihct, mädchen schon" oder so. Dass ist eine argumentationsebene, die nicht faktisch im einzelfall zu belegen ist.

Egal ob mädchen oder jungen, die einschulung hat zu erfolgen in dem augenblick wo das kind in seine entwicklung so weit ist. Jahrgangsstufen sind nur vertretbar au s sicht der verwaltung, nicht aus sicht der pädagogen.

Olav
 
N
naseweis
Ich bin öfter hier!
Registriert seit
6. Januar 2003
Beiträge
249
Zustimmungen
0
Alter
47
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #8
hallo olav!

ich hätte hier zu eine reine interessensfrage an dich
die einschulung hat zu erfolgen in dem augenblick wo das kind in seine entwicklung so weit ist.
wie ist das mit kindern, die in der entwicklung zurück sind und auch ein sogenanntes vorschuljahr nicht den gewünschten effekt bringt?

bei uns in Ö ist es so, dass ein kind, welches bis zum 31. 08. 6 jahre alt wird, einzuschulen ist. ist es in der entwicklung noch nicht so weit, kann es ein jahr in die vorschule gehen. es wird nicht erlaubt, dass ein kind 1 jahr länger im kindergarten bleibt.

genauso mit vorzeitig eingeschulten kindern: kind die von den eltern vorzeitig eingeschult werden und dem schulalltag nicht gewachsen sind, dürfen nicht mehr zurück in den kindergarten, sondern werden in eine vorschulklasse zurück gestuft.

liebe grüße
naseweis
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #9
Bildung gemäß Begabung...

Hallo,

Bei dem Begriff "einshculung" gehe ich von dem heutigen pädagogisch unsinnigen System der Jahrgangsstufen aus. Einziger Grund für dieses System ist es, die Verwaltung zu vereinfachen, vorbei gehend an den Kindern. Flexibilisiert man Schule und ändert man zu eine Bildungseinrichtung, dessen Anfang mit 4 Jahre möglich ist, so verläuft sich das ganze ein wenig. Das setzt natürlich ein wesentlich höhere Qualifikation der Fachkräftze voraus. Die klassische Erzieherin verschwindet, es gibt lehrkräfte für bestimmte entwicklungsstufen usw.

Das aber ist nmoch ganz weit weg, ich fürchte, genauso weit weg, wie vernünftige Politiker...

Wenn eine Klasse lernt, dass die Akzeptanz des Anderen an erster Stelle steht, so können auch Kinder die in ihre Entwicklung nicht so weit sind normal zur Schule gehen. Der Gedanke des Bremer Kooperationsmodell (ACHTUNG: Nicht unbedingt die umsetzung...) ist ja ähnlich.

Olav
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #10
Hallo ihr lieben,
ich denke die diskussion um entwicklung von mädchen und jungen in bezug auf den zeitpunkt der einschulun g erscheint mir als völlig unsinnig! sorry! :(
die frage muss doch heissen, wie erleichtere ich den übergang von familie/kindergarten in den schulbetrieb. bildung in der grundschule scheint derzeitig in der brd ganz gut zu funktionieren im europäischen vergleich. in der langzeitstudie, wie ich pisa an dieser stelle mal nennen möchte, rutscht das bildungssystem aber dramatisch ab. wa bedeudet das? meiner theorie nach, ist das abrutschen, unter anderen, auf eine verfehlte einschulungspolitik zu schieben. Kinder die noch keinen wahren bezug zur leistungsgesellschaft gefunden haben werden damit belohnt das sie sich in eine neue klassengemeinschaft integrieren dürfen. sollte dieses ausnahmsweise funktionieren ist die frage ob sich die zensuren auch verbessern..... andererseits ist es fraglich wie ein schüler mit der situation umgeht das es immer leistungsbereit sein muss.

unsere europäischen Nachbarländer wie frankreich, schweiz, skandinavien lösen das anders. sie werden deutlich früher eingeschult. anstatt dann aber unter druck zu lernen, bekommen sie inhalte spielerisch, ähnlich wie in kindergärten vermittelt. die gruppe hat auch eine weitaus hörere funktion. als bei uns. in den ländern indem die pisa weit vorne war bestand eine klassengemeinschaft von der vorschule bis zur 10ten klasse.
ich bin kein verfechter für übernahme von bestehenden systemen. aber lernen von anderen systemen ist in der deutschen politik verboten. ich denke ein gutes system wäre folgendes:

kindergärten an die schulen angliedern (schweiz)
ganztagsschule (frankreich)
gruppen bis zur 10ten klasse zusammmenhalten (japan, frankreich, schweden)
abschlüße sind durch ein baussteinsystem zu erwerben.

das problem ist natürlich das von erziehrn mehr erwartet werden muss und das die ausbildung steigen muss, auch lehrer müssen sich umstellen und mit erziehern auf einer ebene arbeiten.

grüße
holger
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #11
gute idee....

hallo
bingo holger!!!!
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #12
hallo,

ich denke auch das es gut es die gruppe so lange wie möglich zusammen zu lassen. es ist ein erheblicher vorteil gemeinsam "sozialisiert" zu werden. ich habe selber noch jede menge freunde aus der grundschule, mit denen ich auch auf der oberschule war. so eine freundschaft ist einfach "tiefer". ich glaube auch, dass wir viel von den anderen "erziehungskulturen" lernen können (MUESSEN!). wir gehen in diese richtung wenn nächstes jahr die erzieher ausbildung auf "europa" level angezogen wird.

ich finde es interessant sich ueber die unterschiede von jungen und maedchen bei der einschulung gedanken zu machen. das gleich alle jungen später eingeschult werden sollen ist natuerlich übertrieben. ich glaube da ist dieser "psychologe" ein bischen zuviel hardliner.

die frage die sich mir nun aber stellt ist: sind es nach empirischen beobachtungen mehr jungen oder mehr mädchen die entweder früher oder später eingeschult werden (muessen, sollten); oder ist es ungefähr gleich?
gibt es einen unterschied und macht es deshalb sinn in diesem fall die rosarote "geschlechtsspezifische" Brille aufzusetzen?
 
E
Erdbeeri
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
9. Februar 2003
Beiträge
4.131
Zustimmungen
0
Alter
34
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #13
Hi!

Ich hab nich alles was ihr geschrieben habt gelesen. War mir grad ehrlich gesagt zu stressig, oder anders gesagt zu faul. :) Aber ich wer trotzdem auch noch was dazu sagen.
Also ich erzähl euch jetzt mal von nem "fallbeispiel". :)
Ne freundin von mir ist auch mit fünf eingeschult worden. Die hat schon Bücher gelesen, wo sie in die schule gekommen ist. Ihr hat nichts gefehlt, was sie für die schule gebraucht hat und hat trotzdem viel gespeilt und so. Ich würd sagen, sie hat ihre Kindheit ausgelebt, wegen dem halben jahr was sie früher in die schule gekommen ist fehlt ihr nicht ein stück Kindheit.
Und noch heute ist sie gut in der schule. Macht dieses jahr Abi und hat bis auf sport überall 15 Punkte. Wobei ich acuh Sport nich verstehe, weil sie eigentlich sportlich ist und in der Freizeit viel macht. Aber Schulsport halt! :lol:
Naja.
Dies ist ein Fall, wo es gut war, das "Kind" früher einzuschulen.
Aber ich denke, dass das von fall zu fall verschieden ist und man nicht verallgemeinern kann, wie es ist Kinder früher einzuschulen.
Aber es kommt wohl schon auch drauf an, wie fit die Kinder sind.

Lieber Gruß, Erdbeeri :kaugummi:
 
S
Sonnenschein1212
Ich bin neu hier!
Registriert seit
18. April 2003
Beiträge
1
Zustimmungen
0
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #14
Hallo,
ich habe in meinem Umfeld einen Jungen, der mit 4,11 J. eingeschult wurde. Im Kiga wurde ihm im kognitiven Bereich eine Unterentwicklung bescheinigt, da er sich an den üblichen Gruppenspielen nur ungerne oder gar nicht beteiligen wollte. Erst durch die Einschulung, ist dieser Junge "aufgetaut" und er hat sich vom ersten Schultag pudelwohl gefühlt. Bei ihm hat die "Kindheit" erst zu diesem Zeitpunkt "richtig" angefangen. Diesem Jungen wird heute eine hohe soziale Kompetenz bescheinigt. Leider ist er in der Schule seit längerem unterfordert, was der Lehrer momentan noch relativ gut kompensieren kann. Es kann aber darauf hinauslaufen, dass er mit 7 J. von der 3. direkt in die 5. Kl. auf ein neu gegründetes Gymn. wechseln wird, dass sich die Förderung von HB auf die Fahne geschrieben hat. Natürlich ist diese Entscheidung nicht leicht, aber man muß immer so entscheiden, wie es für dieses Kind bzw. den Kindern richtig erscheint. Ob diese Entscheidungen immer die Richtigen sind, kann nur die Zukunft zeigen.
Gruß Sonnenschein
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #15
Erfreulich

Hallo,

ich finde es erfreulich, dass hier soviele differenzierte antworte kommen. warum es mir geht, ich kann nicht als absolutum eine arbeitsweise bringen, die vollkommen an der individualität des kindes vorbei geht. Dass ist aber, was mit jahrgangsstufen erreicht wird.

Es wird deutlich, wir müssen uns in unser bildungssystem bewegen, wobei ich nachdrücklich den elementarbereich auch zum bildungssystem rechne. eine verlegung der zuständigkeit vom sozial- zum kultusministerium würde deswegen eine wichtige aufwertung der einrichtungen bringen. Weg vom "Kinderbewahrplatz für karriere orientierte oder sozialschwache zusätzlich arbeitende Frauen" zu ein selbstverständlichen Teil des Bildungswesens. Dann wird es gelingen die diskussionüber einschulung pder nicht ganz unnutz zu machen, weil mit eintrit im kiga die einschulung erfolgt ist. Übergänge können fließender gemacht werden, qualität kann mittels einheitliche verfahren überprüft werden usw. usw.

jetzt mache ich aber feieraben, heute abend gibt es DVD bis zum abwinken und dazu noch ebensoviel rotwein.

Olav
 
M
mogwie
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
15. August 2003
Beiträge
37
Zustimmungen
0
Alter
39
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #16
Man kann es keinem Recht machen

Hallo
Vor diesem Problem über vorzeitige Einschulungen stehe ich auch schon wieder, und das Kiga-Jahr beginnt erst.
Einerseitssollen wir den Kindern die Zeit geben sich einzugewöhnen, alles spielerisch zu erlernen, sozial kompetent zu werden..... und auf der anderen Seite sollen wir die Kinder wie am Fliesband auf Schule drillen. Paradox!
Wenn nur die hälfte der Eltern sich mehr mit ihrem Kind beschäftigen würden, es auch zu Hause bei Lernprozessen zu unterstützen und nicht Ihre Neugier und Ihre Fragen untergraben würden, müsste ich mir nicht jedes Jahr dieselben Fragen diesbezüglich anhören. Dann könnten die Eltern den Entwicklungsstand ihrer Kinder selbst beurteilen.
Dann die Schulen! Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Wenn in einer 10 Schüler sind die kein deutsch sprechen und das Tempo und das Lernpensum dementsprechend gedrosselt sind, DANN kann ich auch ein Kind schon ein Jahr früher einschulen lassen. Vorrausgesetzt es ist wirklich einigermassen fit.
Sind aber in einer Klasse nur oder hauptsächlich Kinder die sich im lernen leichttun und kaum Schwierigkeiten haben, wird es schwer ! Vor kurzem habe ich mich mit einer Lehrerin unterhalten die sich beklagte das die Entwicklungsstände so weit ausseinander klaffen. Der eine kann schon lesen, und dafür kann der andere noch nicht mal eine Schere halten. Von den Sprachdiskrepanzen mal abgesehen. Viele Eltern sind doch gar nicht in der Lage ihren Kindern bei Schulaufgaben zu helfen. Selbst ich musste mir die Hausaufgaben aus der 1. Klasse zweimal durchlesen um zu wissen was da nun zu rechnen ist.
Die Lernkonzepte anderer Länder sind uns meilenweit vorraus, während wir im Gesamtvergleich ziemlich dumm dastehen.
Die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindergarten müssten enger(viel enger) werden. Die Förderung von schwachen >KIndern müsste besser werden und vor allen dingen müssten wir Erzieher mal gesagt kriegen wie und wann wir die Kinder schulfit machen sollen. Gezielte Fortbildungen für uns, oder reine Vorschul-Erzieher. Bei der anhaltenden Debatte über die "Schulkinder" bleiben allzuoft andere wichtige Sachen liegen.
Sorry, aber ich bin wirklich genervt was dieses Thema betrifft.
Trotzdem Tschüß und nicht stressen lassen
Melanie :mad:
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #17
Zusammenarbeit

Hallo Melanie,

ich kann die Schwierigkeiten die du beschrweibst sehr gut verstehen. Zwei Sachen möchte ich aber hervorheben.
1) Es ist nicht meine Absicht das Kinder im Kiga "auf die Schule gedrillt" werden, aber bestimmte Sachen gehören m.E. im Kiga und nicht in der Schule. Wenn mir eine Lehrerin berichtet, dass sie in ihre neue erste klasse schwungübungen machen muss, weil ein teil der kinder (regelgerecht eingeshculte) nicht einmal in der lage ist einen stift festzuhalten udn eine welle zu malen, dann frage ich mich wa da im kifa gemacht worden ist

2) solange die information ber entwicklung des kindes beim austritt aus dem kiga unter berufung auf datenschutz nicht weitergegeben wird, muss in der schule das rad neu erfunden werden. Das ist einfach unsinnig. Datenschutz hin oder her, innerhalb eines systems kann,darf und muss information weitergegeben werden. stell einmal vor, was passiert wenn ein rettungsassistent unter berufung auf datenschutz die daten des einsatzes nicht ein behandelnden arzt in der klinik weiter leiten darf...

Meine erwartung aber in diesem konkreten kontext, einschulung ja oder nein, ist wie gesagt nmicht der drill auf die shcule, sondern ein entsprechend der ausbildung qualifizierte und objektivierte beratung, die sich nciht auf "ich habe den eindruck" und "vertrauen sie mir" stützt, sondern auf beobachtungen und entwicklungsberichte.

Das dies einige kollegInnen natürlich schwer fällt, entweder weil die ausbildung entsprechend gewesen ist oder weil die magische Kraft der Kaffeekanne stärker ist, darf an diese zielsetzung nichts ändern. notfalls muss die ausbildung evrbessert werden und die kaffeemaschine verbannt (solnage ich nicht da bin...)

Olav
 
M
mogwie
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
15. August 2003
Beiträge
37
Zustimmungen
0
Alter
39
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #18
Hallo Olav!
Ich gebe Dir in allem Recht. Man hindert uns daran unsere Arbeit zu tun , durch eben diese Datenschutzbeschränkungen. Was ich ausdrücken wollte, war auch nicht (auch wenn es so geklungen haben mag) dass ich absolut dagegen bin Kinder früher einzuschulen. Es ist doch leider nur so, zu zweit mit 25 Kindern, von denen die Hälfte aus anderen Nationalitäten stammen (demnach die Sprachkenntnisse nicht da sind), die Kinder die "auffällig" sind..... eben die normale Gruppenzusammensetzung) reicht oft nicht die Zeit spezielle Vorschulförderung zu betreiben. Natürlich sollte ein Kind den Stift halten können, was übrigens für meine Begriffe eine selbstverständlichkeit ist; für jedes Kind. Das förderst du doch tagtäglich im kreativen Bereich!! Was mich oft auf die Palme treibt, ist, das dieser Leistungsdruck schon so früh auf die Kiddis übertragen wird. Beispiel: Vor kurzem betrachtete eine Mutter die selbstgemalten Bilder der Kinder. DAnn sagt sie zu ihrem Sohn: Schau mal, das bild von T. ist viel sauberer als deins." Dabei vergisst dei Mutter das ihr kind ein Jahr jünger ist und bis vor kurzem noch keinerlei Ambitionen zum malen zeigte.
Was mir auffällt ist, das einige ihre Kinder in Muster drängen wollen. Immer früher immer mehr können, ohne selbst etwas dafür zu tun.
Klar bin ich der Meinung das es sich einige Kollegen verdammt leicht machen. DAs Klischee mit der Kaffeetasse kommt ja nicht von ungefähr. Aber ich sage auch das die Kollegen die was ändern wollen, oft ausgebremst werden, durch unser sozialsystem, schlecht strukturierte Ausbildungen.....
Ich bin für eine bessere kindgemässe Vorbereitung auf die Schule, Vorschulkindergarten, mehr ZEIT für die Kids die Probleme haben.
Aber ich habe keine Illusionen das sich da etwas in nächster Zeit ändert. Weil die Schulen und unser Bildungssystem ihre Fehler betreffs Pisa nicht einsehen wollten, mußten wir unseren Kopf hinhalten. Weil wir im Kindergarten zu wenig leisten, sind undere Kids so schlecht in der Schule
Liebe Grüße Melanie
 
A
Anonymous
Gast
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #19
Datenschutz ...

Hallo Mogwie,

ich habe eine Bemerkung deinerseits benutzt um ein neuen Thread zu eröffnnen, das ganz am Anfang gesagt.

Ich habe meine zweifel ob die Datenschutzbestimmungen tatsächlich untersagen Informationen vom Kind weiter zu geben oder ob diese bestimmungen irgendwann als Vorwand benutzt wurden und dann diesen Vorwand sich als "So ist es aber..." verselbstständigt hat. Wäre eine interessante Frage für die Datenschützer (Hallo Thomas...) unter uns. Schließlich reden wir hier nicht von der Weitergabe der Kindergartenakten, sondern ausschließlich von ein Entwicklungsbericht...

Grundsätzlich gilt natürlich, dass die Eltern wissen, welche Information weitergegeben wird und die Information sollte objektiviert sein. d.H. konkret, dass Sätze wie "weckt den Eindruck..." oder "scheint..." oder "meiner Meinung nach ist..." höchstens in eine abschließende kurze Stellungnahme etwas verloren haben. Ich weiß, dass es in Bremen an einzelne Schulen ein enger Zusammenarbeit mit dem Elementarbereich gibt und das die Lehrkräfte so einen Bericht bekommen. Dies mit Wissen und Zustimmung der Eltern, weil deutlich gemacht wird, dass diese Vorgehensweise im Interesse der Kinder ist.

Vielleicht eine Anregung für die Zusammenarbeit mit eure Schulen,

Olav van Gerven
 
M
murcksi
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
11. November 2003
Beiträge
69
Zustimmungen
0
Alter
37
Gestohlene Kindheit: die Einschulung Beitrag #20
Hallo!
Nur kurz eine Frage?
- Gibt es nicht in der Schweiz seit ca. 2 Jahren eine Ausbildung für Kindergärtner zur "Grundschullerherin" für dei ersten 2 Jahre?
-Sowie ich das verstanden habe, ist das so gedahct, dass dann die Kindergärtnerin die "befugnis" oder wie man das nennen soll hat, in einer VOlks, oder Grundschule als "lerherin" die ersten 2 Jahre (mit)unterrichten darf-
dass es dann irgednwie sozusagen "2 Gemischte Gruppen gibt, zwischen denen die Kinder hin und her "pendeln" können (jedes hat schon seine "Stamm"Gruppe), und die Kindergärtnerin mit der "normalen" Volksschullerherin zusammenarbeitet.

Ist' etwas verworren, kann mich leider nicht mehr so genau erinnern, - habe mir nur vor 2 Jahren die Informationen über die Ausbildung runtergeladen,- und mitlerweile so halb vergessen, was das Ziel dabei war.
hab' gegoogelt, finde die Seite aber zur Zeit nicht mehr :(

Ciao, murcksi
 
ANGEBOTE & SPONSOREN
http://www.kinder.dehttps://www.babyforum.de
Oben