Medienethik

    Diskutiere Medienethik im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Hallo liebe Medienfreunde und Medienkritiker, seit geraumer Zeit wird an dieser Stelle über den Sinn und Unsinn diverser Medien und deren Inhalte...
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Medienethik Beitrag #1
Hallo liebe Medienfreunde und Medienkritiker,
seit geraumer Zeit wird an dieser Stelle über den Sinn und Unsinn diverser Medien und deren Inhalte diskutiert. Wie steht es aber mit der Ethik? Ich glaube das dieses Themengebiet viel zu niedrieg angesiedelt wird! Ethische überlegungen spielen in Medienpädagogik eine sehr grosse Rolle. Fragen wie z.B.:
1. Warum schaue ich mir die (Blut) Bilder im Fernsehen an?
2. Habe ich selber die medienlandschaft nicht mitzuverantworten?
3. Ist Bill unser Gott oder wird er im Jahr 2010 sein?

Das sind spannende Fragen die auf jedenfall beleuchtet werden müssen bei der Frage nach medienpädagogischen einsätzen im Kiga.

Liebe Grüße
Holger
 
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Medienethik Beitrag #2
Hallo Holger!

Hm, also ich sehe nicht so sehr viel Fernsehen. Die Frage warum ich mir blutbilder im Fersehen anschaue? Meinst du die Nachrichten oder irgentwelche Actionfilme? Was Hollywood in letzer Zeit so produziert find ich teilweise echt zum kotzen. Das meiste im Fernsehen ist auch nur Schrott. Die Menschen haben sich darauf beschränkt zu fressen, zu scheissen und fernzusehen. Das ist Gut! Dann können die da oben machen was sie wollen.

Jeder will so sein wie die Fernsehhelden. Wenn man nicht so ist dann ist man Totunglücklich oder man wird nicht akzeptiert. Das Fernsehen lügt mit dem Abbild engelsgleicher Gesichter.

Klar, dass haben alle mit zu verantworten die sich nicht dagegen wehren, z.B. regt sich keiner auf das die Medienlandschaft von irgentwelchen gecasteten Boygroups blockiert und echte, neue Künstler so gut wie keine Chance haben gehört zu werden. Außer sie haben Kontakte.

Bill unser Gott? hehe was ist der unterschied zwischen Bill Gates und Gott ?


Gott weiß das er nicht Bill Gates ist!! !!! !!! :lol:



bis dann

*nico*
 
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Medienethik Beitrag #3
Hallo Shrell,
vielleicht , so kommtr mir gerade der Gedanke, steckkt hinter der Medienethik auch so ein bischen die Frage was war zu erst da? Das Huhn oder das Ei? Ist es eigentlich wirklich so schlimm so sein wie sein Held aus dem Fermsehen? Vor über 400 Jehren wollten die Menschen so sein wie andere in Bücher beschrieben worden sind, dann kam Spiderman als comic und ich würde es auch nicht als uncool empfinden mich als Bond, James Bond vorzustellen.
Ich würde mir nur wünschen die ethik auf benutzer- wie auf bieterseite mehr zu berücksichtigen. ich meine es gibt keinen vernünftigen grund einen wettlauf um das blutrünstigste bild zu veranstalten! ebenso gibt es keinen grund an 1000 menschen im pc pro 10 minuten anzuschiessen! trotzdem wird beides gemnacht. Warum???? liegt am reiz des unbeklannten,? an der e4rziehung? an dem drang gewalt zu erleben? an der geldgeilheit? an der geilheit den markt zu beherschen ? oder ist es alles egal und andere mechanismen greifem?
Liebe Grüsse
holger
 
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Medienethik Beitrag #4
Hallo,

Ich glaube nicht das es schädlich ist sich mit einem medialen Vorbild zu identifizieren. Ja, man braucht sogar Helden um seine Konflikte auszutragen. Als Kompensator zu dem ganzen stress. Damit man seine Alltagshandlungen verarbeiten kann. Irgentwie steckt hinter jeder sache was ein Held tut, etwas ganz subtiles für uns. Für jeden Menschen hat es eine andere Bedeutung. und bla bla .. :)

Jede Zeit hat seine eigenen HElden. Wahrscheinlich sind wir zu veraltet um "Dragonball und Co" zu verstehen. Für die Jungen sind es die "HeroS". Ein weiteres Beispiel wäre Eminem; er ist für viele Jugendliche DAS Vorbild überhaupt... Also damals waren das für mich He-Man und Michael Jackson... Lächerlich für die von heute *ggg*


Ich spielte ne weile lang auch sehr gerne Kriegsspiele. Obwohl ich Pazifist bin und Zivi gemacht habe und so... aber es war einfach der "kick". Warum? Ja, es war einfach aufregend und so "realistisch". Ich glaube nicht das mich diese Spiele aggressiv gemacht haben, durch sie konnte ich eher meinen "frust" auslassen. Es ist auch nicht das "killen im akkord" sonder auch das zusammenspielen; z.B. Teamarbeit im Internet. Das gibt einen ein tolles gefühl in einer Gruppe zu sein und "Stark" zu sein. ..

Oft eckt man aber an wenn man solche Spiele probiert zu verteidigen. Letzens hatten wir im Unterricht eine Diskussion, ob Gewaltspiele schuld sind an den Massakern an den Schulen ( z.B. Erfurt).

Machen Medien aggressiv? Wie kann man jugendliche vor solchen Spielen schuetzen?

bis dann
*nico*
 
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Medienethik Beitrag #5
hallo shrell,
einige medien machen agressiv. ja! besonders die ego shooter. ego shotter sind entwickelt worden um soldaten das töten beizubringen.... im ersten weltkrieg haben soldaten auf zielscheiben trainiert und die trefferqutoute lag unter 10 %. jetzt werden solche "spiele" eingesetzt und die treffer quote lag bei 99%.
ich habe diese shooetrspiele auch mal verteidigt und an den gesunden verstand apeliert...schwerer denkfehler! menschen sind nicht klar und jugendliche dreimal nicht. was bedeudet das in der Praxis? nicht das verbot macht es sondern der offene umgang mit solchen spielen unserseits.
Schutz gibt es eit dem internet nicht mehr!

holger
 
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Medienethik Beitrag #6
Hallo Holger,

Ich denke das Fernsehen bietet viel mehr Möglichkleiten zur entwicklung von Aggresseion. Erstmal sollte man sich damit beschäftigen, bevor irgentwelche dubiusen Fernsehsendungen gegen die Computerspiele "hetzen" - klar, das sie das was sie bei sich selber nicht wahr haben wollen bei anderen verteufeln, oder?

Klar, das man die Kinder vor solchen Spielen beschützen muss und sollte. Beiu den Spielen ist das noch einfacher als bei anderen Medien, denke ich. Was meinst du mit offenden Umgang unsererseits?

Bis denn,
*nico*
 
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Anonymous
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Medienethik Beitrag #7
Hallo Nico,
ich bemühe mich in meiner arbeit sehr, die angebote von dritten nicht zu kritisieren oder öffentlich zu bewerten. viele produkte der medienwelt sind schwer nachvollziehbar (z.b. egoshooter, 0190 dialer etc) und doch haben sie ihren sinn. selbst wenn der sinn nur darin besteht die wirtschaft anzukurbeln. ich glaube, pädagogen suche zu sehr den sinn in der pädagogik. selbstverständlich habe ich eine meinung zu den angeboten der medienwelt aber manche angebote machen für mich keinen sinn. ich komme jetzt aber nicht daher und sage, weil etwas keinne sinn ergibt ist es auch unsinn. das machen aber sehr viele erzieher (kannst du überall beobachten z.b. in der jungenarbeit). ich nehrme die bedürfnisse des rezipeienten und förderer der medienangebote in mich auf und suche nach konzepten die bedürfnisse beider seiten offenzulegen OHNE sie zu bewerten. das meine ich mit offenen umgang.
tschüss
Holger
 
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Björn
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Medienethik Beitrag #8
Hi Holger,

ich möchte gerne auf deine Fragen eingehen:
1. Warum schaue ich mir die (Blut) Bilder im Fernsehen an?
Ich bin davon überzeugt dass jeder Mensch innerlich einen bestimmten Reiz für eXtremes empfindet.
Was ist es dass Menschen bei Unfällen, Katastrophen und Gewalt- und Hororfilmen zu Voyeuristen macht?

Ich denke dass es der Ausbruch aus dem Alltag ist.
Wir befinden uns im Netz eines monotonen Alltagssystems.
Jeden Tag auf Arbeit und dann nach Hause.
Menschen entwickeln dabei ganz spezifische Verhaltens und Tagesmuster (zB der Mann liest als erstes die Zeitung auf dem Sofa, wenn er von Arbeit nach Hause kommt; die Frau giest als erstes alle Blumen wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommt; ...).
Extreme Situationen lassen den Menschen aus dem Alltag entfliehen. Der Mensch ist für eine bestimmte Zeit aus diesem monotonen Tageskreis draussen.
Extreme Situationen geben bisher unbekannte und nie erfahrene Informationen.

Ich könnte mir auch durch folgende These vorstellen, warum Unfälle Menschen wie Schmeißfliegen anziehen:
Ein Unfall ist schon fast normal, aber nicht für den Einzelnen.
Vielleicht möchte sich der Mensch mit einem geschehenen Unfall auseinandersetzen um für sich festzustellen, was würde geschehen, wenn mir soetwas passiert?
Es ist wohl auch die Freude: "Es hat mich nicht erwischt!"

2. Habe ich selber die medienlandschaft nicht mitzuverantworten?
Durch dass von mir oben geschilderte Interesse der Menschen an solchen Situationen und Bedingungen, erklärt sich auch die zweite, von Dir gestellte Frage.
Sie wäre somit mit "Ja" zu beantworten.
"Ja!" Wir sind somit mitverantwortlich, da es uns doch Interessiert.
Nur, wer gibt es gerne zu?

Bye Björn
 
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