Mittagskinder

    Diskutiere Mittagskinder im Rechtliches Forum im Bereich Hilfe, Rat und Austausch - für die Praxis; Hallo Zusammen, im letzten Elternratsmeeting ist die Leitung mit folgendem Problem an uns ran getreten: Wir sind eine städt. zweigruppige...
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Bianca
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Mittagskinder Beitrag #1
Hallo Zusammen,

im letzten Elternratsmeeting ist die Leitung mit folgendem Problem an uns ran getreten:

Wir sind eine städt. zweigruppige Einrichtung. Eine Gruppe hat 20 Kinder und ist die "offizielle Tageskindergruppe" und die andere Gruppe hat 25 Kinder (hauptsächlich Kindergartenkinder). Nun haben wir in der Tagesstättengruppe 3 Überbelegungen. :-|
Zusätzlich hängt für die Kindergartenkinder eine Liste aus, wo sich tgl. 3 (früher waren es nur 2 !) Kiga-Kinder eintragen können, um am Mittagessen der Tageskinder teilzunehmen. (k) Das ermöglicht deren Mütter, in Teilzeit arbeiten zu gehen. Nun gibt es aber unter den Kiga-Müttern Streit :box: , weil Montags morgens immer dieselben Kinder auf dieser Liste eingetragen sind und auch die anderen Mütter diesen Platz in Anspruch nehmen möchten. :hau:

Die Kita Leitung meinte nun, daß es überlegenswert wäre, aus der Kindergartengruppe eine Tagesgruppe zu machen :idee: . So daß wir dann komplett eine Tageseinrichtung wären.

Wo liegen da die Vor- und Nachteile? :?: Gibt es andere Maßnahmen dieses Problem mi der Liste zu umgehen? :help: :kA: Die Liste für die Plätze ist mit 3 Kindern absolut ausgenutzt, mehr geht nicht.

Ahnungslose Grüße

Bianca
 
S
Schurki
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Mittagskinder Beitrag #2
hi bianca,
also Tagesplätze werden allgemein gebraucht. Ihr würdet vielen Eltern einen Gefallen tun, glaub ich. kosten tun die natürlich auch wesentlich mehr Geld, aber dicke verdienen tut daran keine Kita (sonst gäbe es den Kindergarten wohl bestimmt nicht mehr!) Bei uns wird da um jedes Tageskind gefeilscht, dass wir über die Zahl aufnehmen sollen. Jedes Kind ist weitere Arbeit und irgendwann ist Personalaufstockung angesagt. Wollt ihr etwa euere Arbeitsleistung verdoppeln
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ihr einen Haufen Tagesplätze schaffen wollt, weil die Regelkinder alle mal zum Mittagessen bleiben wollen . (Oder hab ich da was falsch verstanden?)
Also, jede moderne Kita sollte sich an den Bedürfnissen seines Klientels orientieren, was natürlich flexible Öffnungszeiten beinhaltet. Das müssen nicht gleich teure Tagesplätze sein. Erweiterte Öffnungszeiten (z.B. 7-13:30 Uhr) ermöglichen es u.U. auch, dass man seinen Halbtagsjob machen kann) ....und ihr seid ja auch nicht gleich mehr Personal, dass sich am Mittag um die weiteren Kinder kümmern kann. Da gibt es Bestimmungen zum Personalschlüssel und zur Kapazität einer jeden Einrichtung vom Landesjugendamt (vielleicht mal dort nachfragen, wie die Bedingungen liegen und was für Möglichkeiten ihr habt)

grüße vom Schurki
 
B
Bianca
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Mittagskinder Beitrag #3
Hallo Schurki,

doch Du hast das nicht falsch verstanden. Ich bin ja kein Personal, sondern Elternratsmitglied.

Die Leitung meinte halt, wenn der Streit nicht geschlichtet werden kann, wegen den Müttern die ihre Regelkinder auf die Mittagsliste (und somit eine Ganztagsbetreuung) setzen können, sollten wir überlegen, aus der Kindergartengruppe eine Tagesstättengruppe zu machen.

Meine Frage hierzu war nun, was bedeutet das im Einzelnen? Welche Konsquenzen hätte das; was würde sich positiv als auch negativ verändern, wenn dies passieren sollte.

Die Öffnungszeiten sind von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr Mittags (für die Kigakinder) und 14:00 bis 16:30 Uhr können die Kigakinder wiedergebracht werden. Die Tagesstättenkinder sind von 07:30 Uhr bis 16:30 Uhr da.

Personal haben wir folgendes: 2 Vollzeitkräfte (eine ist die Leiterin), 2 stundenreduzierte Kräfte, aus den reduzierten Stunden ergibt sich eine weitere kraft die zwei mal wöchentlich vormittags in der Einrichtung ist, eine Halbjahrespraktikantin.

LG Bianca
 
A
Anonymous
Gast
Mittagskinder Beitrag #4
Naja

Hallo Bianca,

die Frage ja oder nein Tagesangebot für eine zweite Gruppe kann die LeiterIn zwar so im Raum stellen, so einfach wie sie das andeutet ist es allerdings nicht.

Tagesangebot bedeutet mehr stunden und mehr stunden bedeuten mehr mitarbeiter und das bedeutet wiederum mehr geld. Und dieses "mehr" an Geld wird nur bedingt von den Eltern finanziert werden. Es ist fraglich ob der Träger die Zusage für die finanzierung einer erweiterung des Angebots bekommen wird.

Wenn sich allerdings abzeichnet, dass (anscheinend nur) für den Montag das Angebot der Betreuuung über mittag nicht ausreicht, kann es doch erweitert werden. daür wird dann z.B. freitagsnachmittags etwas gekürzt, das gleicht siach dann mit personalstunden aus.

Auch kann mna vereinbaren, was "gelegentlich" bedeutet. Wenn die Regelung auf "Gelegentlich gedacht ist, soll einfach eine Limit festgelgt werden. Das ist übrigens nicht die Verantwortung des Kunden, hier die Eltern, sonder die des Anbieters (also der Kiga). Zwar in Absprache mit den Eltern, aber nicht andersherum. Der Träger ist verantwortlich, dafür bekommt er geld, die leitung ist die Vertretung des Trägers euch gegenüber, also soll sie für ihr Geld auch entscheidungen treffen.

Olav
 
B
Bianca
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Mittagskinder Beitrag #5
Aha!

Hallo Olav,

lieben Dank erst einmal für Deine Antwort!

Ich hatte vergeßen zu erwähnen, daß dieses Angebot des Übermittagbleiben für Kigakinder nur von Montags-bis Donnerstags gilt. Freitags gibt es das nicht, da der Freitagnachmittag sowieso nur als Notgruppe gedacht ist, für die Kinder, deren Eltern nicht anders können. ;-)

Natürlich hast Du recht was das Abschieben des Problems an die Eltern angeht. Wie Du aus der Vergangenheit ja weißt, kommt das bei uns häufiger vor. :fg:

Und, nein, nicht nur der Montag ist immer weg. Es geht darum, daß immer die selben Kinder für den ganzen Monat verplant sind, so daß weitere Mütter ihre Kinder nicht mehr eintragen können, einfach weil die Plätze schon weg sind. Es läuft momentan mehr nach dem Motto, "wer zuerst kommt ..." :nono: Als Elternrat bin ich heute schon wieder auf die Liste angesprochen worden, wann das denn endlich geklärt wird.
Wir, als Elternrat sollten doch bitte einen Aushang machen, indem wir die Mütter untereinander zur Rücksichtnahme auf die anderen auffordern würden. :nono:
Wenn dies nicht funktionieren sollte ... so die Leiterin ... müßten wir uns überlegen die Gruppe zur Tagesstättengruppe umzufunktionieren.
Wir haben bald eine Rat der Tageseinrichtung - Sitzung. Sollten wir das Problem da nochmal erörtern? Was meinst Du? :gruppe2:

Ich würde gern mehr darüber erfahren, was denn nun genau wäre, wenn man eine Tagesgruppe entstehen lassen würde. ::?: Deine aufgezählten Beispiele (mehr Aufwand, mehr Personal, teurer) ist mir klar, aber was passiert dann z.B. mit den Kiga-Kindern? Werden die automatisch Tageskinder (und die Eltern müßten mehr Beitrag zahlen), oder kommen dann die Kindergartenkinder, die auch welche bleiben sollen, in andere Einrichtungen?
Wieviele Kinder sind dann pro Gruppe zugelassen? Doch weniger, als in einer Kindergartengruppe, oder? Wieviel Peronal muss es dann geben? Etc pp.? :help:
Ich möchte mich nur genau darüber informieren, was das im Einzelnen bedeuten würde.

Danke Dir für eine Antwort! :blume:

LG Bianca
 
B
Bianca
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Mittagskinder Beitrag #6
Nachtrag

Hallo Olav,

ich hatte deshalb Montags Morgens geschrieben, weil ja meistens die Liste am Monatsanfang an einem Montag aufgehangen wird und dann die Mütter, die die Liste zuerst sehen, auch ihr Kind/er sofort für den ganzen Monat verplanen. Das praktisch (übertrieben formukliert) die vierte Kigamutter (von 25) schon keinen Platz mehr auf der Liste hat.

LG Bianca
 
A
Anonymous
Gast
Mittagskinder Beitrag #7
Hallo Bianca,
ich verstehe dein Prblem wegen der "Kindergartengruppe" nicht. Wenn ihr dann Tagesstätte seid, müssen ja nicht alle Kinder von Morgens bis abends im Kiga bleiben. In unserer Einrichtung gibt es 3 Konstellationen Halbtags, 2/3 - Plätze und Ganztags. In meiner Gruppe sind zur Zeit 7 Halbtagsplätze, 5 2/3 Plätze und 10 Ganztagsplätze belegt und die Verteilung variiert (allerdings max 16 Essensplätze pro Gruppe)
lg Iceteddy
 
B
Bianca
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Mittagskinder Beitrag #8
Hallo Iceteddy,

aha jetzt kommen wir der Sache näher. Genau das sind doch die Info´s die ich u. a. haben wollte.

Woher soll ich denn wissen, was für Platzvariationen es in einem "kompletten" Tagesstättenbetrieb gibt?

Es ist also möglich die Verteilung zu varieren? Wieso gibt es nur 16 Essensplätze bei Euch? Ist das Vorschrift oder kommt ihr damit aus?

LG Bianca
 
Z
Zwieback
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Mittagskinder Beitrag #9
also bei uns gibt es drei vormittags grupen mit 22Kindern
und eine nachmittagsgruppe mit 22 kindern
auserdem gibt es für die vormittagskinder (8-12uhr) die möglichkeit in den spät dienst zu gehen (12-13uhr) ohne mittag essen oder von 12-13uhr mit mittagzuessen
mittag essen können alle kinder egal ob tages kinder oder vormittagskinder
 
A
Anonymous
Gast
Mittagskinder Beitrag #10
Voraussetzung falsch

Hallo bianca,

in meine Antwort bin ich davon ausgegangen, dass das dir bekannt war. Im Augenblick sehe ich die Ansage der Leiterin eher als eine leere Versprechung. De Facto verspricht sie, wenn die Eltern es nicht schaffen, für die drei Kinder die "immer" da sind, Tagesplätze zu schaffen. Soll sie doch machen, ist gar kein Problem. Obwohl, der Träger wird sie ins genickt pusten, wenn sie so mir nichts dir nichts solche Plätze verspricht, ohne die wirtschaftliche Sicherung zu gewährleisten.

Ich weiß, so hat sie es sicher nicht gesagt, wenn ich aber ihre Worte so wie Du sie widergibst einmal so interpretiere, drehen wir den spieß um. Beim gespräch mit den Träger kann der Elternbeirat doch erklären, dass sie das Angebot der Leiterin, für diese Kinder ein Tagesplatz zur Verfügung zu stellen, falls die Eltern sich nicht einigen können, gerne annimmt... Dann folgt natürlich eine Welle der Empörung seitens des Trägers. So war das nicht gemeint. Ach was, so haben wir das aber verstanden. Oder gibt es eine andere Erklärung dafür?

Es ist, einmal wieder, eine verzwickte Situation. Es kann aber auch eine Vereinbarung getroffen werden, die zusätzliche Essensplätze können pro Kind/Jahr umgerechnet werden. Jedes Kind kann insgesamt 4 mal im Jahr so ein zusätzlichen Platz belegen. Die Buchführung dazu kann natürlich von den Elternvertretung eingesehen werden. Und die Eltern, die auf diese zusätzliche angewiesen sind (oder das zumindest meinen) bekommen das Angebot grundsätzlich ein erhöhten Betreuungszeit zu buchen. Das sie das natürlich bezahlen müssen ist unbestritten.

Olav
 
A
Anonymous
Gast
Mittagskinder Beitrag #11
Hi Bianca,
die 16 Essensplätze sind pro Gruppe, dh. wir haben 48 Essenskinder im Kindergarten (+44 im Hort). Die Beschränkung auf 16 liegt am Personal und an den Räumlichkeiten. Bei mehr Kindern wird es ungemütlich und auf Dauer mehr als 16 Kinder alleine beim Essen zu versorgen ist auch nicht gerade angenehm.
lg Iceteddy
 
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