Mutter und Kind in gleicher Einrichtung

    Diskutiere Mutter und Kind in gleicher Einrichtung im Brennpunkt/News & Gewinnspiele Forum im Bereich Ganz aktuell; Hallo zusammen, im Prinzip ist es praktisch: wir arbeiten im Kindergarten (o.ä.) und könnten auch toll die eigenen Kinder (wenn sie alt genug sind)...
A
Anonymous
Gast
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #1
Hallo zusammen,

im Prinzip ist es praktisch: wir arbeiten im Kindergarten (o.ä.) und könnten auch toll die eigenen Kinder (wenn sie alt genug sind) mitnehmen. ...

Es gibt Einrichtungen, da ist es okay, dass die Mutter in der einen Gruppe arbeitet, ihr Kind in einer anderen aufgenommen wird. Einige Arbeitgeber sehen das überhaupt nicht gerne. Für manche Einrichtungen ist es auch in Ordnung, wenn das Grundschulkind nach der Schule kommt und mit Mutti nach Feierabend nach Hause geht.

Jeder sieht das anders, denn es gibt gewiss viele Nachteile. Vorteile gibt es auch, aber wohl eher im privaten Bereich ...

Wie werden solche Situationen bei euch gehandhabt? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
 
C
Chy.chy
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
12. Januar 2003
Beiträge
33
Zustimmungen
0
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #2
Hallo zusammen,

ab August wird der Sohn einer Kollegin in meine Gruppe kommen. Das ist dann meine erste Erfahrung mit einem "Mitarbeiterkind". Ich bin schon ziemlich gespannt, wie das wird, glaube aber nicht, das es in irgendeiner Form problematisch wird. Ich kenne die "Ängste" meiner Kollegin und werde so dementsprechend darauf eingehen können.
Verständnis, ein gewisses Maß an Rücksichtsnahme aber auch kollegiale Ehrlichkeit und Fairness voraussetzend stehe ich dem also positiv gegenüber.
 
M
Moje
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
27. April 2003
Beiträge
1.991
Zustimmungen
0
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #3
Hi

Ich habe die beiden Kinder der Leitung in meiner Gruppe.

Anfangs dachte ich, oh, das wird sicher schwierig, besonders bei Elterngesprächen.
Sag mal der Chefin, welche Fehler sie privat macht. :-o

Aber ich bin angenehm überrascht.

Bei Elterngesprächen ist sie aufmerksam und nimmt alles an. Man merkt, das es zuhause sofort umgesetzt wird.
Vielleicht ist es auch so gut, weil sie ein Studium der Sozialpädagogik hat und keine Erzieherausbildung. Sie hat nie direkt in einer Gruppe gearbeitet, sondern ist nur freigestellt.

Auch sonst im Kindergartenalltag hält sie sich zurück, wenn es Ärger mit einem der beiden gibt.
Zu Mama laufen und heulen gibt es generell nicht.


Gruss
Gute Erfahrungs-Moje
 
H
Helga
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
12. Januar 2003
Beiträge
47
Zustimmungen
0
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #4
Oh, da kann ich auch aus eigener Erfahrung berichten (zum Glück ist das Erlebte schon einige Jahre her, aber trotzdem leider nicht vergessen!!!!!)

Als ich nach drei Jahren Karenz wieder arbeiten gehen musste, wußte ich noch nicht, in welchem Kindergarten ich arbeiten sollte. Ich sprach mit meiner zuständigen Kindergarteninspektorin und äußerte den Wunsch halbtags arbeiten gehen zu wollen, damit ich mehr Zeit für mein Kind hätte. Leider war zum damaligen Zeitpunkt scheinbar kein Halbtagsjob für mich frei. So ging ich halt schweren Herzen ganztags arbeiten.
Aber erst drei Wochen vor Dienstantritt erfuhr ich, in welchem Haus ich arbeiten sollte. Dass mein Kind mit mir im gleichen Haus sein sollte, war für mich selbstverständlich.
Die Eingewöhnung lief so ab (aber keinesfalls von mir so gewünscht): Ich gab mein Kind bei der Kollegin ab, ein Abschiedskuß und Ende. :(
Er durfte während des Tages mich weder sehen, noch mich kurz besuchen. Beide Gruppentüren lagen sich gegenüber.
Psychische Probleme - vorprogrammiert!
Thomas und ich entwickelten eine Art Körpersprache um dem anderen zu vermitteln, ich hab dich lieb, ich freu mich auf dich wenn ich dich dann holen kann, usw.
Und das alles mit 3 Jahren.
Bedingt durch diese Negativ-Eingewöhnungszeit wurde Thomas sehr oft krank, weinerlich, schlief nachts nicht mehr durch und erklärte mir jeden Tag, dass er nicht in den Kindergarten gehen möchte. :heul:
Obwohl ich schon vor Kindergarteneintritt versucht hatte mit Thomas über den Kindergarten zu sprechen um ihm den Einstieg schmackhaft zu machen, änderte sich sein Verhalten nicht. Ich durfte nicht mal alleine auf die Toilette. Zu Hause stand er vor der Tür und wartete, bis ich wieder herauskam.
Nach einem Jahr hatte ich die Nase gestrichen voll und sprach noch einmal mit meiner Inspektorin. denn es kann doch nicht sein, dass es in ganz Wien keine Halbtagsstelle gäbe, und mir ginge es um mein Kind, das jede Nacht weint, keine Minute allein sein kann oder will. Ausspruch von ihr-einer ehemaligen Kindergärtnerin: Mir geht es nicht um Ihr Kind bei der Postenvergabe. Denn für mich sind Sie in erster Linie Kindergärtnerin und erst dann Mutter!!!!!!)
Da musste ich ihr leider erklären, dass es für mich nichts wichtigeres als mein Kind gäbe. Und dass ich mit der Zeugung auch die Verantwortung für die physische und psychische Entwicklung meines Kindes übernommen habe.
Scheinbar hat sie dann darüber nachgedacht, denn kurze Zeit später rief sie mich an und teilte mir mit, dass in meinem alten Kindergarten, wo ich viele Jahre vor der Schwangerschaft gearbeitet hatte, eine Halbtagsstelle frei wäre.
Und dort lief die Positiv-Eingewöhnung so ab: Thomas durfte, wann immer er wollte zu mir in die Gruppe, gab mir ein Küsschen und war wieder weg. Gab es Auseinandersetzungen in seiner Gruppe wollte er anfangs Schützenhilfe von mir. Aber seine Kindergärtnerin holte ihn immer wieder zurück und regelte das selbst. Und ich mischte mich da nie drein. War ich einmal in seiner Gruppe, so glaubte er natürlich, dass er jetzt alles machen dürfe, denn seine Mama wäre ja da. Aber ich erklärte meinem Sohn, dass ich im Kindergarten auch für ihn Kindergärtnerin und zu Hause seine Mama wäre. Und Verbote für ihn genau so gelten würden wie für die anderen Kinder. Das hat er schnell akzeptiert. Kurze Zeit später war es schon so, dass mich Thomas im Kindergarten mit meinem Vornamen ansprach und nur zu Hause Mama zu mir sagte.
Noch heute, viele Jahre später, sprechen wir manchmal über den Schreckkindergarten und wie schön alles in seinem "Neuen Kindergarten" war.
Ich denke mir nur: vieles hätte vermieden werden können, wenn die Kollegin und die Leiterin im ersten Haus nicht so uneinsichtig gewesen wären.

Aber was solls, jetzt ist es vorbei und ein zweites Mal würde ich es unter solchen Umständen gar kein Jahr aushalten.
:roll:
Liebe Grüße
Helga
 
S
Sigrid
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
8. Januar 2003
Beiträge
7.048
Zustimmungen
0
Alter
51
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #5
hallo,helga

das ist ja echt kraz,was da abgelaufen ist,da hätte ich auch genau wie du gehandelt,das kann es ja nun nicht sein.

also,bei uns waren kinder der kolleginnen auch im kiga und teilweise,fand ich es sehr schlimm,da die eine ihr kind immer bevorzugte egal bei was,immer kam es eher dran und brauchte sich auch an keine regeln halten.
wir hatten es so eingerichtet das die kits der kolleginnen nicht in deren gruppe kamen,es ging auch gut,bis auf das erwähnte kind,sobald es einen stuhlkreis in der eigenen gruppe machen sollte,machte es einen aufstand hoch drei,bis mutter dann nachgab und es in ihrer gruppe mitmachen durfte.

aber im grossen und ganzen hat es eigenlich gut geklappt,es kommt aber auch auf die mutter/kollegin drauf an.

lieben gruß
sigrid
 
A
Anja
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
15. Juni 2003
Beiträge
31
Zustimmungen
0
Alter
47
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #6
Hallo!!

Nach langer Zeit und neuem namen meld ich mich auch zum Thema, weil es mich gerade betrifft.

Nach 6 jähriger Pause und in der verlängerten Elternzeit
mache ich momentan längerfristig Krankheitsvertretung in dem Kindergarten, in dem meine 3 Kinder sind.
Ich muß dazu sagen, ich habe vor über 10 Jahren in diesem Kindi gearbeitet, bin sehr gut mit allen vertraut(fast das alte Team) und ich war anfangs auch sofort bereit, einzuspringen, wenn es mal klemmt.
Daß es so lange ist und in der Gruppe meiner Mädels war nicht vorherzusehen.

Nun sind wir also seit Mai 3 Vormittage die Woche zusammen in einer gruppe.
Für Pia (6) war es nie ein Problem, sie hat ihre Freundinnen und braucht mich nicht.
Meine Zwillis Amira und Leah (3 1/2) allerdings hatten anfangs große Schwierigkeiten. Sie betrachteten mich als ihre Privaterzieherin, hingen mir am Rockzipfel und meinten manchmal, einen Sonderstatus zu haben.
Mittlerweile hat sich das gelegt, und es klappt sehr gut.

Es ist schon irgendwie blöd, daß ich ausgerechnet in dieser Gruppe einspringen muß.
Bei mir gibts allerdungs nicht das Problem, daß ich meine Mädels bevorzugen würde, sondern eher, daß ich strenger zu ihnen bin. Daran muß ich noch fest arbeiten, denn so wie es ausschaut, werde ich bis zu den Sommerferien arbeiten.

Viele Grüße
Anja
 
E
Erzi
Ich bin neu hier!
Registriert seit
9. Juni 2003
Beiträge
4
Zustimmungen
0
Alter
50
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #7
Es kann gehen....

Ich habe meine Kinder in der Einrichtung angemeldet, in der ich arbeite.
Einer war sogar in meiner Gruppe. Mit meiner Kollegin hatte ich die Absprache, dass sie sich um meinen Sohn kümmern muß und ich mich raushalte. Es klappte super, dank meiner Kollegin. Damit wurde er nicht unter einen höheren Erwartungsdruck gesetzt und jeder wußte wer für wen Zuständig ist. Vielleicht ist das eine Ausnahme, aber es kann funktionieren, mit Kompetenzklärung und Zugehörigkeitsabklärung. Eines war mir von Anfang an wichtig, was im Kiga war, wurde nicht zu Hause diskutiert. Er sollte die gleichen Spielräume haben wie alle anderen. Wenn er von sich aus erzählte, war es in Ordnung, ansonsten blieb es einfach im Kiga. :freu:
 
F
feder
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
20. April 2003
Beiträge
35
Zustimmungen
0
Alter
42
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #8
Hallöchen!
Ich arbeite seit 2 Jahren im Kiga meiner Kinder (nun 3 und 4 Jahre)
Wir haben gemeinsam dort begonnen. Ich hatte die Möglichkeit sie bereits im August etwas einzugewöhnen und der Start funktionierte sehr gut. Paul (der jüngere ) ging in die Krippe (liegt etwas abseits) und außer im Garten trafen wir kaum zusammen. dort gab es bei der Trennung kurzes Weinen, aber dann ging es wieder.
Meine Tochter, war am gleichen Gang mit mir und wir hatten nur 1 Ba´dezimmer neben meiner Gruppe!!! Sie war oft hier bei mir, es war anfangs sehr hart und auch schwer für sie zu verstehen, warum ich da mit so vielen Kindern spiele und sie woanders hin muß! Aber ich hatte Glück Ihre Kindergärtnerin hatte die gleiche Situation ein wenig früher und wir hielten uns strikt daran konsequent zu sein! Nun läuft es prima, sie schaut mal schnell bei mir herein und geht dann in ihre Gruppe. Ausheueln, weil der das gemacht hat und so weiter gibt es nicht Ich weiß, daß meine Tochter (auch wenn sie manchmal durchaus so aussieht!) nicht nur ein Engerl ist!!!
Es viel mir anfangs sehr schwer mit anzusehen wie sie tobte und manchmal schrie, aber es war tatsächlich nur ihre Taktik, sie fühlt sich nun richtig wohl, und wenn wir uns im Garten nun Treffen, kam ich letztens fast ins heulen, weil sie sich nicht von mir verabschiedet hat, als sie Essen ging! So gehts - Die Mütter leiden letztendlich! ;-)

Das Thema ist echt interessant. Feder!
 
B
Büni
Ich bin Stammgast!
Registriert seit
14. April 2003
Beiträge
317
Zustimmungen
0
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #9
Hallo,

also ich kann mir nicht vorstellen, meine Tochter mit in meine Einrichtung zu nehmen. Wir haben allerdings auch nur eine Gruppe, so dass sie dann zwangsläufig immer in meiner Nähe wäre. Ich glaube, ich könnte meiner Tochter gegenüber nicht fair sein, weil ich sie ja nicht bevorzugen will, wäre sie wahrscheinlich oft sogar benachteiligt. Außerdem finde ich, ist es auch ein wichtiger Schritt, sich zu lösen, eigene Erfahrungen machen zu dürfen und auch mal Geheimnisse haben zu können. Und mir ist eine klare Trennung meiner Rolle Erzieherin - Mutter wichtig, ich hab sowieso schon viel zu oft einen "Erzieherblick" und geh mit bestimmten Situationen anders um, als andere Mütter z.B. in der Spielgruppe. Ich leite z. Zt. auch selber eine Spielgruppe, in die ich meine Tochter aber auch ganz bewußt nicht mitnehme. Wir besuchen zusammen eine andere, in der ich dann auch "nur" Mutter bin. Diese Unterscheidung ist mir ganz wichtig. Wir haben unsere Tochter deswegen ganz bewußt in einer anderen Einrichtung angemeldet, die aber nach dem gleichen pädagogischen Konzept arbeitet, und von der ich denke, dass sie sich da wohlfühlen wird. Ich glaube aber auch, dass mir die Trennung schwer fallen wird, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass das das Beste für meine Tochter ist.

Schöne Grüße

Ute
 
D
Dionne
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
13. Mai 2003
Beiträge
4.258
Zustimmungen
0
Alter
37
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #10
Hallo!
Da ich in einem Hotelkindergarten arbeite, ist das zwar ein bisschen was anderes als bei euch, ich möchte euch trotzdem vom meinen Erlebnissen berichten.
Unsere Chefleute haben neben 2 fast erwachsenen Kindern noch ein neunjähriges Mädchen, im Grunde genommen ein sehr nettes und aufgeschlossenes Kind, sie weiß jedoch auch, dass ihren Eltern das Hotel gehört. Und das nützt sie gnadenlos aus, wodurch sie mich manchmal zur Weißglut bringt.
Regeln gelten anscheinend für sie nicht, gelegentlich kommt dann "Meine Mama ist hier der Chef und die bezahlt dich ja" oder so was Ähnliches. Wir achten darauf, sie nicht zu bevorzugen und bestehen darauf, dass auch sie die Regeln einhält. Meistens macht sie das dann auch, ich ärger mich nur und find´s unfair den anderen Kindern gegenüber, dass gerade sie, die die Regeln eigentlich von allen Kindern am besten kennt, keine Lust hat, sie einzuhalten bzw. andauernd Sondereinladungen braucht. Die Eltern des Mädels sind übrigens sehr nett und finden das völlig in Ordnung, wenn ich sie mal ordentlich ermahne und auf Einhaltung der Regeln bestehe. Sie wissen auch, dass ihr Kind, das bereits eine sehr starke Persönlichkeit hat, kein Engel ist, doch sie haben oder nehmen sich viel zu wenig Zeit, um uns im KG und auch das Kind durch ihre eigene Konsequenz zu unterstützen. Mir scheint, sie haben oft ein schlechtes Gewissen, das sie dann mit gewissen Freiheiten gutzumachen versuchen.
Ich möchte noch einmal betonen, dass ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Chefleuten habe und das Mädchen sehr gern mag, ich wollte damit nur zeigen, dass es oft recht schwierig ist, fair und konsequent zu sein, wenn man das Kind einer Leiterin, Kollegin, Chefin... in seiner Gruppe hat.
Für Eltern finde ich es durchaus praktisch, gerade wenn sie den ganzen Tag arbeiten müssen, Küsschen und mal kurz besuchen, finde ich völlig ok., nur sollte das nicht ausarten. (Ständiges hin und herlaufen, immer am Rockzipfel hängen, gesonderte Behandlung...)
Einen Gedanken dazu möchte ich unbedingt noch loswerden:
Wenn ein Kind in den Kindergarten geht, ist das ein (sogar ziemlich großer Schritt) zur Selbständigkeit und ein Loslösen vom Elternhaus. Das Kind hat so auch eine gewisse Zeit für sich, von der die Mutter nichts weiß, oder eben nur so viel, wie es selbst (oder unter Umständen die Kindergärtnerin) erzählen möchte. Wie ist das, wenn Mutter und Kind in derselben Gruppe/Einrichtung sind, was könnte sich ändern?
Liebe interessiert Grüße
Dionne
 
K
Kiga
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
24. April 2003
Beiträge
32
Zustimmungen
0
Alter
50
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #11
Wie wir wissen, ist jedes Kind einzigartig. Darum glaube ich, dass es vom Kind abhängig ist, ob es ihm gut tut,in der selben Einrichtung wie ein Elternteil aktiv zu sein. Für meine ältere Tochter wäre es, glaube ich, kein Problem gewesen. Anna , meine jüngere Tochter, hätte vielleicht darunter gelitten. Habe beide nicht bei mir im Haus gehabt (Leitung möchte keine Personalkinder- kleines Haus). Jetzt, wo beide schon Schulkinder sind, genießen sie Besuche bei mir im Haus und helfen wirklich gerne mit oder schenken mir etwas für den Kdg. !
 
A
Anja
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
15. Juni 2003
Beiträge
31
Zustimmungen
0
Alter
47
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #12
Zitat von Dionne:
Wenn ein Kind in den Kindergarten geht, ist das ein (sogar ziemlich großer Schritt) zur Selbständigkeit und ein Loslösen vom Elternhaus. Das Kind hat so auch eine gewisse Zeit für sich, von der die Mutter nichts weiß, oder eben nur so viel, wie es selbst (oder unter Umständen die Kindergärtnerin) erzählen möchte. Wie ist das, wenn Mutter und Kind in derselben Gruppe/Einrichtung sind, was könnte sich ändern?
Diese Frage hab ich mir auch schon oft gestellt...

Bei unserer Großen ist das kein Problem, sie geht absolut ihren eigenen Weg und "interessiert" sich eigentlich nicht so für mein Da sein. Sie hat jetzt auch eh nur noch bis zu den Ferien das Vergnügen im Kiga mit mir, dann ist sie ein großes Schulkind.

Bei den zwei Kleinen sieht es anders aus. Sie verhalten sich anderst, wenn ich da bin, sind knatschiger und quengeliger, Mama der macht das, mama die macht jenes...
das ist wirklich schwer.
Ich bin mit der Gruppenleitung übereingekommen, daß sie sich meiner Kinder annimmt, wenn was ist, damit sie nicht immer gleich zu mir rennen, klappt aber nur manchmal...
Deshalb bin ich froh, daß ich nur krankheitsvertretung in der Gruppe mache und nicht auf Dauer angestellt bin. Ich denke schon, daß es sie in irgendeiner Weise hemmt.
Nun, mal sehen..so wie es ausschaut, arbeite ich sicher noch den Juli durch (eigentlich hieß es ende Juni kommt die erkrankte Erzieherin wieder), denn psychische Probleme halten sich nicht an Regelungen für Krankheitsvertretende Erzieherinnen...

Liebe Grüße
Anja
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
36
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #13
Hi zusammen,

die Diskussionsbeteiligung zu diesemThema finde ich Beachtlich....Toll!
Es ist interessant wie viel hier ihre Erfahrungen, mit ihrem Kind in der selben Einrichtung schreiben.

Meine Meinung zu diesem Thema ist, dass ich es nicht für sinnvoll halte das eigene Kind (oder gar mehrere) in der selben Einrichtung zu haben.

Ich möchte nicht abstreiten, dass es durch Konsequenz und klare Regeln funktioniert, dass die Kinder nicht ständig zur Mama rennen, dennoch...

Der Kindergarten hat die Funktion, dass das Kind zu einer selbstsändigen Persönlichkeit Erzogen werden kann und es sich auch selbst dazu Entwickelt.
Kindergartenkinder besitzen bereist die Fähigkeit der "Objektpermanenz", d.h. sie wissen immer das ihre Mutter da ist, auch wenn sie diese nicht sehen. Dazu Wissen sie im KiGa, dass die Mutter nebenan, also direkt erreichbar ist.
Es lies sich auch aus den BEiträgen gut herauslesen wie schwer es den Müttern ebenfalls fällt, sich von ihrem Kind zu kösen.

Kinder und auch Mütter sollen aufgrund der Vormittagsbetreuung eine Distanz erfahren. Das Kind soll "absolut" selbstständig handeln.
Ich glaube dass, auch wenn die Mutter in einer anderen Gruppe ist,
sich dies dennoch auf das Verhalten und Erleben des Kindes auswirkt.

Mich würde es brennend interessieren, wenn eine Mutter hier sagt, dass sie es ausprobiert und zB für ein halbes oder ganzes Jahr eine andere Stelle annimmt um die Entwicklung ihres Kindes zu beobachten und sich mit den Kolleginnen (bei denen das Kind betreut wird) auszutauschen.

Ich denke dass sich das Kind anders Verhalten und somit auch anders entwickeln würde.

Selbstverständlich brauchen Kinder Schutz und Geborgenheit, aber sie sollen auch losgelassen und in die Welt hinausgelassen werden ohne die stetige Kontrolle und Beobachtung der Eltern und Erwachsener...

Viele Grüße
Björn
 
A
Anja
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
15. Juni 2003
Beiträge
31
Zustimmungen
0
Alter
47
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #14
Hallo Björn

Ich geb dir schon echt, nur mußt du bedenken, daß es nicht immer so einfach ist als Mama alles unter einen Hut zubringen.
Für mich ist es z.B momentan gar nicht möglich, eine Stelle in einem anderen Kiga anzunehmen. Es würde zeitmäßig gar nicht klappen. Meine Große kommt im Sommer zur Schule, die Schule ist gleich neben dem Kiga und somit kann ich sie morgens zur Schule bringen und mittags abholen ohne weite Strecken zu fahren. Ebenso habe ich keinen anderen Fahrtweg, um die Kleinen in den Kiga zu bringen. Wäre ich andestwo, hätte ich eine Fahrerei, die sicher stressig wäre. Außerdem wäre das mit meinen Arbeitszeiten nicht machbar, ich bräuchte somit jemanden, der meine Kinder zumindest von Schule und Kindi abholt.
Ich bin für meine Kinder verantwortlich und deshalb kann ich nicht einfach jemandem diese Aufgabe aufdrücken!!!

Verstehst du, was ich meine??

Es ist mit Sicherheit so, daß sich die Kinder anders entwickeln, aber muß das in die negative Richtung gehen?
Ich tue meinen Kindern nichts schlechtes oder hindere sie in ihrer Entwicklung nur weil ich "nebenan" oder in der selben Gruppe arbeite!
Es gibt einfach bestimmte Regeln, an die sich die Kids und auch ich halten müssen. Gerade durch diese Regeln lernen sie, klarzukommen, ohne Regeln funktioniert nun mal nichts.

Weißt du, als ich noch keine Kinder hatte, hätte ich mit Sicherheit so gedacht wie du, aber in der Realität sieht manches anders aus, da müssen Kompromisse gemacht werden. Ich habe zB auch nicht das Problem, daß ich meine Kinder nicht loslassen kann. Ich kann das sehrwohl.

Du siehst, es ist eine Gratwanderung wenn man Mama und Erzieherinsein unter einen Hut bringen muß.

Ich wünsch euch einen schönen Feiertag und ein schönes WE!

Liebe Grüße
Anja
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
36
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #15
Hi Anja,

danke für deine schnelle Antwort.
Leider habe ich noch nicht die Verantwortung über meine eigenen Kinder,
obwohl dies mein größtes Ziel ist.

Somit fehlt mir ein Erfahrungsteil, denn Du gut erwischt hast.

Bye Björn
 
A
Anja
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
15. Juni 2003
Beiträge
31
Zustimmungen
0
Alter
47
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #16
Lieber Björn...

Vielleicht denkst du dann mal an mich, wenns soweit ist*g*

Grüßle
Anja
 
W
wemmi
Ich bin lebendes Foreninventar!
Registriert seit
16. Juni 2003
Beiträge
3.659
Zustimmungen
0
Alter
50
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #17
Hallo!

Ich stand im letzten Jahr vor diesem Problem.
Mein Erziehungsurlaub war vorbei und ich hatte eine reduzierte Stelle in meiner "alten" Einrichtung angebotenbekommen. Aber dann bekam meie Jüngste keine Platz in der Kita, in die iHre Schwester geht. Da Stand ich da-ich wollte wieder arbeiten- adber ohne Kitaplatz- nicht möglich. Meine Chefin war sehr verständnisvoll und bot mir gleich an meine Tochter mitzubringen, weil noch Plätze in der Einrichtung frei waren.

Glücklicherweise hat sie dann doch noch einen Platz in der andern Kita bekommen. Für mich war das besser. Sie ist ein sehr anhängliches Kind und hätte sicher nicht verstanden, das sie nicht immer bei mir sein darf. :(

Ich denke, das es auf das Kind ankommt. Meine Bekannte hat keine Prombleme mit ihrem Sohn in der gleichen Einrichtung

Bis bald
wemmi
 
I
Iris
Ich bin Stammgast!
Registriert seit
2. Februar 2003
Beiträge
581
Zustimmungen
0
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #18
Hallo zusammen!

Ich werde mein Kind nicht mit in meine Einrichtung nehmen, sondern in einem anderen Kiga anmelden.
Das hat zum einem etwas damit zu tun, dass meine derzeitige Stelle die erste nach dem Anerkennungsjahr ist und ich gerne woanders arbeiten möchte, zum anderen stehe ich nicht so ganz hinter dem Konzept und den verschiedenen päd. Handhabungen in dem Kiga und dann ist es auch so, dass wir morgens recht lang unterwegs wären. Besonders negativ ist, dass man dann dort auch als schlechte Mutter verschrien wird, sobald ein Kind der Kollegin etwas Falsches an sich hat. Bei uns wird nämlich noch mit dem Zeigefinger gearbeitet!!! Ausserdem lässt man einen ganz stark merken.
Ich will sowieso eine Stelle haben, die näher zu meinem Wohnort ist, was eigentlich auch machbar sein sollte bei rund 12 Kigas und gut 6 Spielgruppen in einem Nest mit 18.000 Einwohnern. D.h. also, dass die nächste freie Stelle dann eigentlich mir sein sollte.
Davon abgesehen, müsste mein Kind leider schon mit knapp 5 Monaten in die Krippe gehen, weil wir beide berufstätig bleiben müssen, da wir nicht so viel verdienen. Ich habe nur eine 33 Std. Stelle als Ergänzungskraft und mein Freund ist Koch mit lächerlichen 700 Euro für ne 40 Std. Woche. Und ne Krippe haben wir nicht bei uns im Kiga.
Ebenso würde es mir, wie jeder anderen Mutter auch schwer fallen, mich klar abzugrenzen bei der Arbeit. Durch unterschiedliche Kigas wäre das dann erledigt.

Ansonsten finde ich auch, das es stark von der Mutter abhängt. Ich hatte mal ne Kollegin, deren Sohn bei uns war und sie wollte immer, dass er ne extra Wurst bekommt und er nutzte das natürlich schamlos aus. Allerdings kenne ich es auch anders, und generell klappt es eigentlich auch besser, wenn die Einrichtung mehrere Gruppen hat.
 
H
heike227
Ich bin neu hier!
Registriert seit
28. April 2003
Beiträge
5
Zustimmungen
0
Alter
52
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #19
Hallo,

ich habe meinen Pierre seit 4 Jahren in meinem KIGA und gute Erfahrung damit gemacht. Er ist in einer anderen Gruppe, aber unserer KIGA ist sehr klein, deshalb begegnen wir uns auch oft. Ich genieße es regelrecht und finde es schade, dass es bald vorbei ist. Dank meiner Kollegen klappt es wunderbar. Wir sind ein kleines Team und verstehen uns alle prima. Ich kann auch (als Mutter) Kretik über. Das nimmt mir keiner übel. Umgekehrt hole ich mir auch Rat von meinen Kollegen. Die Abnabellung hat, denke ich, trotzdem geklappt. Er will fast jeden Tag noch da bleiben und ich muss erst nach Hause fahren und ihn später holen.
Ich denke das ist individuell unterschiedlich. Ich hatte schon Kinder von anderen Kollegen. Bei der einen war es ein wenig schwierig. Sie hat ihren Sohn dann auch mit 3 Jahre in einem anderen KIGA geschickt, weil sie es selbst nicht optimal fand. Bei einer anderen Kollegin war es genauso toll wie bei mir.
Bevorzugen? Naja vielleicht ein bißchen. Aber damit kommen alle Kinder gut klar, sie wissen ja, dass ich die Mama von Pierre bin.

:verliebt:

Heike
 
E
einhorn
Ich schaue mich noch um!
Registriert seit
24. Januar 2003
Beiträge
28
Zustimmungen
0
Mutter und Kind in gleicher Einrichtung Beitrag #20
hi,

bin zwar keine mutter*g*aber ich hatte meinen sohn auch in der einrichtung bei mir.
nach anfangsschwierigkeiten klappte es hervorragend.
wir hatten es auch so geregelt,das mein sohn in einer anderen gruppe unter gebracht wurde,er nabelte sich immer mehr von mir ab,aber es war okay.

gruß klaus
:relax:
 
ANGEBOTE & SPONSOREN
http://www.kinder.dehttps://www.babyforum.de
Oben