Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf?

    Diskutiere Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? im Brennpunkt/News & Gewinnspiele Forum im Bereich Ganz aktuell; Hallo zusammen, ein Themenvorschlag von Gerd :-) Manch einer ist schon 20/30 Jahre im Kindergarten. Wie ergeht es euch "alten Hasen" dabei...
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Anonymous
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #1
Hallo zusammen,

ein Themenvorschlag von Gerd :)

Manch einer ist schon 20/30 Jahre im Kindergarten.
Wie ergeht es euch "alten Hasen" dabei?
Bekommt man bessere Nerven im Laufe der Jahrzehnte - oder gar schwächere?

Und wie schaut's bei euch jüngeren aus?
Was glaubt ihr, wie es es in der Einrichtung in ein paar Jahrzehnten ergehn könnte?

Ist unser Job ein Beruf, in dem man alt werden kann?

Gespannt auf eure Antworten und
 
N
Nox
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #2
Hey!
Na, dann mach ich doch einfach ma den Anfang...*g*
Ich weiß, ich bin noch keine ganz fertige Erzieherin, (aber das dauert ja nimmer lang)...Aber:
Ich glaub ja!!! Ich kann mir sehr gut vorstellen, in meinem (diesem) Traumberuf alt zu werden!!
:huepf: Ich freu mich sogar drauf!!!
Nun ja, ich kann aus meiner bisherigen Erfahrung sagen: Ich hab viel gelernt in den einzelnen Praktika und ich habe gelernt immer besser mit Stress umzugehen!!! Es geht mir leichter von der Hand und es beunruhigt mich nich mehr so wie als ich 16 und im Vorpraktikum war... Ich glaub es hängt mit Erfahrung, Übung etc.. zusammen... Ich kann mich besser einteilen und mehrere Dinge gleichzeitig unter einen Hut bringen...
Schwächere Nerven bekommen?! ::?: Kann ich mir nich so vorstellen.... aber wie gesagt, ich bin ja auch noch kein alter Hase! :clown:

Bye bye
und bin ma gespannt, was die wirklichen "alten hasen" zu sagen haben
:hase:
 
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sangatima
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #3
ich bin seit längerem mal wieder hier.ich glaube zu dem thema kann ich etwas sagen, denn ich bin mittlerweile gut 22 jahre im beruf und kenne die ein oder andere kollegin mit vielen berufsjahren.
ich habe festgestellt, dass die innere einstellung zu dem beruf von grosser bedeutung ist.es gab und gibt erzieherinnen die waren von anfang an nur mit halbem herzen dabei,dann wird es immer schwieriger je mehr berufsjahre man "auf dem buckel " hat.
ich kann von mir sagen,dass erzieherin mein absoluter wunschberuf war, ich würde ihn auch heute noch wählen.für mich war und ist es wichtig immer in bewegung zu bleiben,gedanklich wie auch körperlich.....die auseinandersetzung mit allen themen rund um den beruf.......das älter werden im beruf spielt dann keine so große rolle.mein vorteil ist die erfahrung,vieles geschieht intuitiv.auch die vernetzung mit vielen anderen institutionen ,fortbildungen,fachwissen und der breitgefächerte kontakt zu kolleginnen bringt vorteile.ich habe immer das glück mit erziehrinnen die an ihren berufsanfängen stehen zusammenzuarbeiten,das empfinde ich als ein großes bereicherung,da wir uns gegenseitig inspirieren können.
im laufe der jahre fand ich wichtig, meine stärken und schwächen zu erkennen denn diese verstärken sich im laufe der jahre,somit kann ich vieles kompensieren.
ich bin ganz ehrlich auch im Team,wenn ich zum beispiel an drei bis vier abenden unterwegs war,egal ob beruflich oder privat,dann macht mir die lautstärke zu schaffen,dadurch dass ich es aber schon im vorfeld im kalender sehe,plane ich in diesen wochen verstärkt waldgänge mit den kids ein und die schwäche wird zu r stärke .
na ja und mehr urlaub brauche ich zwischendurch auch,mehr zeit zum erholen und kräfte tanken.ergo wird das ein oder andere verlängerte wochenende eingeschoben.
mir ist es sehr wichtig,dass ich nicht irgendwann auf sparflamme laufe,denn ich finde unseren beruf kann man nicht mit halben herzen bis zur rente "durchziehen".ich habe mir fest vorgenommen,falls es irgendwann nicht mehr gehen sollte den job zu wechseln,denn meiner meinung nach sind erzieherinnen die
ihren beruf nicht oder nicht mehr schätzen und lieben das schlimmste was den kitakindern und teammitarbeiterinnen passieren kann.
lieben gruß
sangatima
 
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #4
hallo
*in die diskussion einschieb*
ich würde mich freuen, wenn mutmaßungen über die motivation von berufsausseigern oder "halbherzigen" hier nicht geäußert würden.
es handelt sich bei jdem einzelnen um persönliche beweggründe. alles andere von außen sind und bleiben eben nur mutmaßungen, keine festgestellten begründungen oder feststellungen. nicht jeder der aussteigt ist nicht fähig, halbherzig, ungeeignet oder sonst was.
bsp.weise bilden sich viele auch durch studium u.ä. weiter und leisten an anderer stelle prächtige arbeit.....

*weiter gespannt bin*
 
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sangatima
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #5
hallo claudia,

nun bin ich etwas verdutzt.........
habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt ?...um es klar zustellen,ich habe mit keinem meiner worte einen berufsaus- oder berufsumsteiger gemeint........
ich bin von mir ausgegangen ,wenn ich bei mir bemerken würde dass ich um das modewort zu benutzen burn out wäre und keinen weg daraus finden würde.
........falls du es so verstanden hast tut es mir leid,im gegenteil ich schätze viele menschen die vom beruf der erzieherin aus weitergemacht haben , studium etc. und uns heute beratend und unterstützend zur seite stehe
mit halbherzigkeit meinte ich im übrigen die menschen, losgelöst vom alter oder den berufsjahren,die bemerken,dass der beruf der erzieherin nicht das wahre für sie ist und trotzdem weitermachen,das wirkt sich irgendwann aus.
liebe grüsse
sangatima
 
A
Anonymous
Gast
Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #6
huhu
die "tücken" der virtuellen kommunikation...kam bei mir so rüber.
;)
halbherzigkeit meinte ich im übrigen die menschen, losgelöst vom alter oder den berufsjahren,die bemerken,dass der beruf der erzieherin nicht das wahre für sie ist und trotzdem weitermachen
in jedem beruf gibt es arbeitnehmer, die in einer anderen berufung glücklicher und vllt. auch engagierter wären. ist keine entschuldigung, nur tatsache.
als außenstehender kann ich aber deren aktuelle motivation, an ihrer stelle festzuhalten nicht be urteilen sprich ver urteilen und allgemeine rückschlüsse daraus äußern.
ebenso wenig kann ich als außerordentliche fachkompetent bewerten, wenn jemand schon ewig im beruf steht und zufrieden ist.
ebenso wenig sagt übereifer, ganzer einsatz und mit ganzem herzen bei der sache sein nix über das tatsächliche können am kind aus.

verstehst du wie ich das meine???
ich kann mir einen eindruck schaffen von kollegInnen, (tue das sicher auch anhand der äußerungen hier und aufgrund persönlicher beobachtungen, ( bin selbst auch bezüglich äußerungen nicht unfehlbar, versuche aber nicht zu verallgemeinern) kenne aber i.d.r. nicht die realen hintergründe, motivationen, kompetenzen, berufliche umstände....
wenn hier ne` allgemeine annahme geäußert ist mir das zu subjektiv, das wollte ich nur kundtun, da war mir nach deinem beitrag nach. :knuddel: keine persönliche kritik!!!
 
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Jim Panse
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #7
ich habe mir vor einiger zeit auch mal die frage gestellt, wie das später mit 50/60 in dem beruf sein wird. ehrlich gesagt wurde mir alleine bei dem gedanken ein wenig mullmig. man weis nunmal nicht, in wie weit man selbst sich verändert. ich denke schon, dass das mein leben lang mein traumberuf bleiben wird und freue mich auf die kommenden jahrzehnte. mit dem alter 40-50 mache ich mir kaum gedanken. das, was danach kommt, bereitet mir eher "sorgen".

nun muss man ja dazu sagen, dass kindergärtner(in) ein beruf ist, indem man in jedem jahr mit neuen Menschen zu tun hat. die "abwechslung" ist ja da, was so mancher beruf nicht mit sich bringt. aus diesem grund wird einem mit sicherheit nicht langweilig, auch wenn man auf eine gewisse weise jahr für jahr das selbe macht.

die frage ist nur, ob einem diese abwechslung (neue kinder) nicht reicht, und man irgendwann unzufrieden wird, die lust an der arbeit verliert und eventuell sogar abstumpft. in so einem fall würde ich mich nach einer neuen arbeitsstelle umsehen, vielleicht ein ganz anderer bereich (heim, sterbehilfe)...(sofern es der arbeitsmarkt zulässt)...

fazit: den beruf will und werde ich mein leben lang ausüben, wie lange an welchem ort in welchem bereich, dass wird sich zeigen ;)
 
A
Anonymous
Gast
Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #8
Hallo,
ich bin nun 57 Jahre alt und habe etwas zu diesem Thema anzumerken. Ich bin auch heute noch glücklich in meinem - auch bei mir ist es so -Traumberuf. Kinder sind immer in Bewegung und dass bleibe ich dank unserer Kids auch; Kinder sind jung, spontan und flexibel und das bleibe ich auch. Was ich den Kindern "vorraus" habe, ist die Erfahrung und die Ruhe, die ich weitergeben kann. Ich finde es irrsinnig toll, mit jungen Kolleginnen im Team zu arbeiten: Wir profitieren voneinander. Ihr merkt, dass ich eigentlcih noch nicht an den Abschied denke, aber ich bin seit 2,5 Jahre in Altersteilzeit und sehe dem 31.1.2007 mit einem weinenden Auge entgegen

Brigitta
 
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Gerd
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #9
Hallo!

Der Altersdurchschnitt in den Tageseinrichtungen für Kinder in Deutschland hat sich in den letzten 10 Jahren deutlich verändert. 31,9% der 374170 Kollegen/innen in den Einrichtungen sind inzwischen über 45 Jahre alt (aber nur noch 15% sind unter 25 Jahre alt). In einigen Teams ist der Altersdurchschnitt deutlich über 50 Jahre (übrigens auch an den Grundschulen...).

Ich denke, dass es auch im Kindergarten auf eine vernünftige "Alters-Mischung" ankommt. Brigitta hat das anschaulich beschrieben. Sie wird aber immer seltener.
Nicht selten erlebe ich in "alten" Teams (d.h. die meisten Kollegen/innen arbeiten schon über mehrere Jahrzehnte zusammen) die - verständliche - Tendenz sich so einzurichten um "in Ruhe gemeinsam alt zu werden" und die verbleibenden Jahre oder Monate bis zum Ruhestand zu zählen. Es ist schön, wenn Brigitta schreibt auch mit 57 Jahren noch "glücklich im Beruf" zu sein. Aber aus meiner Wahrnehmung ist das eher die Ausnahme.

Selber habe ich mal mit einer 63jährigen Kollegin in ihrem letzten Jahr vor der Rente in der Gruppe zusammengearbeitet. Es war ein Graus'. Und zwar weil absolut keinerlei Abweichung vom vollständig durchgeplanten Tagesablauf (wohl seit 100 Jahren so üblich) möglich war (z.B. Punkt 10:00 Uhr fährt die "Eisenbahn" alle Kinder zum Pipimachen). "Ändern könnt ihr etwas wenn ich weg bin", hieß es immer.

Während sich viele Kollegen/innen um die 30 noch nach beruflichen Alternativen und Veränderungen (zunehmend) umschauen (können), ist dafür inzwischen ab 40 oder spätestens 45 Jahre "der Ofen aus". Manchmal ein schmerzlicher Prozeß sich damit abfinden zu müssen, dass beruflich nun nichts mehr "Neues" kommt. Oft sagen mir Kollegen/innen: "Den Rest meines Beruflebens in dieser Gruppe zu verbringen, habe ich mir nie vorgestellt." Älter werden im Beruf und dabei trotzdem engagiert und motiviert zu bleiben - wie geht das?

Viele Grüße!
Gerd
 
M
muck
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #10
Ich hatte schon mehrere ältere Kolleginen und erlebe auch in meiner momentanen Tätigkeit als Springerin viele ältere Kolleginnen in den Gruppen.

Was mir auffällt,ist das sich 55 jährige heute ganz anders geben,als vor 20 Jahren,wo ich zu arbeiten angefangen habe.
Sicher liegt das auch an der veränderten Sichtweise aus meiner Wartung heraus.(mit anfang 20 sieht man die Dinge manchmal anders als mit Mitte 3o)
Doch "früher" erlebte ich eher diese "Eigenheiten",von denen gerd schreib-so z.B. mit im Ärmel versteckten Glöckchen durch die Gruppe gehen und den Kindern erklären,das das Engelsgeläut ist....
Meine ehemalige Kollegin war Mitte 50 und wir haben eins a zusammengearbeitet.Sie war offen für neues und hat sich fortgebildet .
Wenn ich heute zur Vertretung mit ältern Kolleginnen zusammenarbeite,äußern sich einige schon,das die Kraft nachläßt,man froh ist,wenn es 16.30 Uhr ist und man heim gehen kann.Aber sie sind (zum größten teil) aufgeschlossen für Veränderungen .

Ich selber hatte mir ja schon einen Plan gemacht:Ich wollte in die Leitung(habe das auch gemacht)nur dann kam halt meine Tochter "dazwischen"(zum Glück!!!!)
Mal sehen.Erzieherin war und ist mein Traumberuf!Aber ob es mir mit 60 noch immer "so gut von der Hand geht" bleibt abzuwarten.....

muck
 
F
Fawkes
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #11
Hallo!
Auch ich bin seit 18J. als Erzieherin tätig.
Für mich war und ist der Beruf erfüllend !
Zwischenzeitlich gab es aber immer wieder Phasen, in denen ich "Durchhänger"
hatte: an schwierigen Arbeitsplätzen oder ganz besonders zu der Zeit, als meine
eigenen Kinder im Kiga-Alter waren. Da fühlte ich mich recht oft ausgepowert und ohne Kreativität (und das in dem Beruf!).
Ich genieße heute zum einen eine gewisse Routine, die aus der Erfahrung im Umgang mit den Kindern und Eltern resultiert, Ich möchte mich aber auch ganz und gar nicht "auf meinen Lorbeeren" ausruhen und suche regelmäßig nach Inspiration und Fortbildung - nicht auf der Stelle stehen bleiben, etwas bewegen.
In vorangegangenen Beiträgen wurde angemerkt, dass junge KollegenInnen frischen
Wind herein brächten, usw. Das kann ich nur z.T. bestätigen. Ich habe leider die Beobachtung gemacht, dass die jüngeren Kollegen nach Abschluß der Ausbildung über viele Jahre hin keinerlei Fortbildung, keine AG's des Trägers od.ä. besuchen.
Als Argument wird oft angeführt, dass sie erst mal genug gelernt hätten oder keine
Lust hätten, dafür Freizeit zu opfern.
Mir ist klar, dass alles im Gleichgewicht sein muß: Beruf und Privates.
Für mich wäre diese Einstellung aber ein sicheres Indiz dafür, den Beruf lieber zu wechseln. Denn Erzieher zu sein ist nicht einfach ein Job für 8Std. am Tag.
Ein bißchen Begeisterung sollte dabei im Spiel sein!
Viele Grüße Fawkes
 
A
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Gast
Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #12
hallo fawkes.

ich denke um alt in diesem beruf werden zu können sollte man aber teilweise die sonderstellung des erzieherberufes ablegen. klar ist die arbeit mit menschen/kindern nicht gleichzustellen mit der arbeit in einer metallverarbeitungsfabrik. aber das burn-out-syndrom gibt es nicht in solchen fabriken - und zwar weil die leute eben "nur" ihr geld verdienen.

nicht falsch verstehen: einsatz, engagement, begeisterung und was nicht alles braucht man im erzieherberug mehr als in einer metallverarbeitungsfabrik, aber man sollte das auch nicht zu sehr übertreiben. wir machen auch "nur" unseren job um geld zu verdienen.

kein mensch entscheidet sich für den erzieherberuf, wenn er ihm nicht spaß macht. das ist klar. aber ich arbeite meine zeit, bereite vor, bereite nach, engagiere mich, bin motiviert und will auch unbedingt weiter lernen, denn gerade in diesem beruf lernt man nie aus, aber aussagen wie "das ist nicht einfach nur ein job" finde ich doch etwas übertrieben. denn genau das ist es: ein job!
 
A
Anonymous
Gast
Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #13
hallo bolli
*einschieb*
mechaniker, die ein flugzeug zusammensetzen, müssen jeden handschlag dokumentieren und unterschreiben. passiert etwas und man stellt im nachhinein fest, das schraube xy an triebwerk sowieso dafür verantwortlich war, hat mechaniker hänschen ein schweres paket schuld zu tragen.
er tut allerdings auch "nur seinen job" !
vllt. war er übermüdet, die konstruktion war ne fehlplanung, es gab zeitdruck oder sonst was...aber er "tat seinen job"
das "extra" hat sein job! und dessen muß er sich ständig bewußt sein.

so ein verantwortungsextra hat auch der "job" erzieherIn. da kann einerseits die einstellung "tue nur meinen job" gesund sein, in bezug auf: ich nehm nicht alle probleme mit nach hause.
andererseits besteht die gefahr bequem zu werden, wenn man "nur seinen job" tut - problematiken übersieht oder unterschätzt!
jeder job und jede verantwortlichkeit hat seine grenzen aber dann gehört es auch zm "job" dazu, sich dessen immer wieder bewußt zu sein und zu entscheiden, was das beste wäre. hilfe von außen, auf mißstände aufmerksam machen oder was auch immer.
auch am "job" der erzieherin hängen menschenleben - zwar geht von ihrem tun keine todesgefahr aus aber es hängt unheimlich viel von ihrem verhalten ab.
unabhängig von fehlplanung , fehler in der konstruktion (gesetzesvorgaben/ finanzierung) oder sonst was hat sie unter gegebenen bedingungen und sich derer bewußt ihren "job zu tun"....
das verstehe ich unter der "sonderstellung" dieses berufes.
 
A
Anonymous
Gast
Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #14
ja, da bin ich ja deiner meinung.

da kann einerseits die einstellung "tue nur meinen job" gesund sein, in bezug auf: ich nehm nicht alle probleme mit nach hause.
so hab ich das eigentlich auch gemeint. viele nehmen den beruf zu ernst, und damit meine ich, dass sie kein ende finden, nicht abschalten können und dann, vermutlich, nicht alt werden können in diesem beruf. das verantwortungsextra hat auch der flugzeugmechaniker, aber ich denke er läuft weniger gefahr seine beruflichen probleme/schwierigkeiten/konflikte mit nach hause zu nehmen, denn es gibt (meistens) in seinem beruf ein "rezept", richtig oder falsch o.ä. (mag sein, dass ich hier auch falsch liege, kenne keinen flugzeugmechaniker). ich wollte sagen, dass man als erzieherin auch einen gewissen abstand zu seinem beruf braucht um alt darin zu werden. so habe ich es auf jeden fall in gesprächen mit "älteren2 erzieher/innen erfahren. ich selber bin ja auch noch nicht fertig ausgebildet, dass möchte ich doch noch betonen (dauert noch ca. 6 weochen...)
 
A
Anonymous
Gast
Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #15
(ich hoffe wir schweifen hier nicht zu sehr ab)
:cu:
ja, bolli ein gesundes maß abstand ist sicher einer der kritikpunkte alt werden zu können in der aufgabe.
ebenso (selbst) - kritikfähigkeit, nicht stillstehen bleiben, bereitschaft sich fortzubilden, ein gesundes arbeitsklima, gesunde arbeitsbedingungen, auch mal nein sagen können......etc. wie in vielen anderen berufen auch.

gesund alt werden hängt sicher auch viel von der eigenen persönlichkeit ab. ich kenne erzieherinnen, die gesund "alt" geworden sind / dabei sind es zu werden. ;-) andere, die sehr engagiert und kritikfähig sind bzw. waren, die aber "auf" waren zum schluss, als auch einige (wenige /aber auch junge) die hübsch den "eigenen ursaft" weiterrühren, (vmtl. nach dem motto veränderung = mehr stress =angst sich zu rühren) einige, denen keine chance für positive veränderungen eingeräumt werden und die resignieren.
jede von ihnen tut so gut sie kann ihren "job" ;-) hinter jeder einzelnen stehen ganz unterschiedliche persönlichkeiten / hintergründe / umstände.

vllt im zusammenhang mit dieser diskussion interessant:
http://www.gew-bw.de/Arbeitsplatz_Erzieherinnen.html
 
P
Purzelhasel
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #16
Hallo zusammen,
Anfang September gehe ich auf die Fachschule für Sozialpädagogik, und dann habe ich noch das Anerkennungsjahr.
Fertig bin ich dann mit 31 Jahren.
Ich habe bisher einige Steine in den Weg gelegt bekommen, um diese Ausbildung zu machen.
Das ist aber eine längere Geschichte.
Ich kann es mir sehr gut vorstellen, in diesem wunderschönen Beruf "alt" zu werden.

Bis bald. :cu: :sunny: :cu:
 
S
Sigrid
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Nicht zum aushalten - älter werden im Erzieher-Beruf? Beitrag #17
Hallo,

ich hätte es mir auch gewünscht in diesem meinem Traumberuf alt zu werden, aber durch den Lärm habe ich im laufe der Jahren gesundheitliche Probleme bekommen , die mich zwangen den Beruf auf zugeben leider !!!!


Lieben Gruß
Sigrid
 
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