Raus in die Natur

    Diskutiere Raus in die Natur im Natürlich Draußen Forum im Bereich Ideenaustausch und Anregungen für die Praxis; Hallöle, mancheiner hat einen Spielplatz in der Nähe, den Wald um die Ecke oder einen Bach hinterm Hof ... Wie ist das Gebiet rund um euren Kiga...
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Bine
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Raus in die Natur Beitrag #1
Hallöle,

mancheiner hat einen Spielplatz in der Nähe, den Wald um die Ecke oder einen Bach hinterm Hof ... Wie ist das Gebiet rund um euren Kiga? Was für Ziele steuert ihr dort mit den Kids an? Was für Möglichkeiten habt ihr außerhalb des Kigas?
_________________
Liebe Grüße
Susi


huhu! :cu:

susi hat vor laaanger zeit mal nen thread zum thema "raus aus dem kiga" eröffnet.

ich habe ihre "einleitungsworte" in einem neuen beitrag eingefügt, weil ich gerne darüber mit euch diskutieren möchte.

der sommer ist ja bald vorbei und es kommt der herbst mit seinen tollen naturerfahrungen. das laub raschelt, die blätter verfärben sich, es wird viel geerntet,...
einfach ne tolle zeit um mit den kdner die natur zu erleben.

wir gestaltet ihr das erleben der natur mit den kindern? wie oft geht ihr raus?


wir haben in unserer einrichtung einen großen garten und auch so viele möglichkeiten spazieren zu gehen.
"raus in die natur" ist bei uns jeden tag angesagt, außer die wetterbedingungen sind zu extrem.
die kinder entdecken den garten, die tiere, die darin leben, helfen beim bepflanzen des gemüsegartens mit, beim unkraut jäten, düsen mit dne rollern umher.....

egal, ob frühling, sommer herbst oder winter, die kinder genießen die frische luft und die natur!!
außerdem trägt das "draußen sein" viel zum seelenwohl und zur ausgeglichenheit der kinder und uns erzieherinnen bei. es ist sogar ne "suchtprävention".

ich freue mich auf eure erlebnisse mit und in der natur!! :D
 
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mamanicole
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Raus in die Natur Beitrag #2
Hallo Bine,
wir haben einen großen Garten rund um unseren Kiga herum. Sehr viele Büsche, Bäume, Naturbaustellen (Holz, Paletten,Steine,Reifen,Tücher,Decken,....) - wenig Fahrzeuge.
Wir sind auch täglich bein Wind und Wetter mindestens eine halbe Stunde (Winter) draußen.
Das Schöne ist, dass die Kinder sich in der Natur die tollsten Rollenspiele ausdenken, tolle Bauwerke errichten, die Natur mit allen Sinnen erleben. Der emotionale Bezug zu den Kleintieren in Wald und Wiese ist bei unseren Kindern sehr hoch, sie haben keine Scheu vor Käfer und Co.
Wenn wir Ausflüge machen, brauchen wir keine Spielgeräte und Animationsspiele mit - die Kinder erproben ihren Mut, ihre Geschicklichkeit, sind Experementierfreudig,..... Einmal ist es ein Bach (Damm bauer,Steine werfen), einmal ein zu erklimmender Berg, einmal ein Baumhaus bauen.
Ich feue mich, dass ich es zulassen kann, die Kinder in der Natur frei sein zu lassen - früher war die Angst vor Verletzungen und der Überblickverlust sehr groß - jetzt habe ich die richtige Dosis an "was kann ich den Kindern zutrauen" gewonnen.

Bei den Eltern ist dieser Punkt (tägl. draußen) ein wichtiges Auswahlkriterium für unserem Kiga gewesen als sie einen Platz für ihre Kinder suchten.
Lg Gabi
 
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Vevi
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Raus in die Natur Beitrag #3
Hallo zusammen!

Wir haben rund um den Kindergarten einen großen Garten, den wir - ausser bei Regen - täglich nutzen. Es befinden sich viele Spielgeräte im Garten, aber wir haben dennoch noch viel Platz zur freien Bewegung.
Am liebsten sind die Kinder auf einem Erdberg, am hintersten Ende des Gartens, wo sie sich in den Sträuchern verstecken und mit den großen Schaufeln graben können.

Hinter unserem Kindergarten führt ein kleiner Spazierweg auf einen kleinen Berg - den wir auch gehen können, wenn nur mehr eine halbe Stunde Zeit ist. Zweigen wir in der Mitte des Weges ab, kommen wir zu einem Wanderweg durch den Wald. Den zu gehen, benötigen wir allerdings einen ganzen Vormittag - da nehmen wir dann Rucksack und Jause mit.

In unmittelbarer Nähe ist noch ein zweiter schöner Spazierweg, den ich auch gerne, wenn es im Garten zu nass ist, mit den Kindern jogge.

Und innerhalb zwanzig Minuten sind wir am größten und schönsten Spielplatz der Stadt (allerdings müssen wir hier durch die Stadt gehen).

Es freut mich, dass unser Kindergarten so gelegen ist, dass wir so viele verschiedene Möglichkeiten zur freien Bewegung haben und auf der anderen Seite nur 5 Minuten bis zum Hauptplatz bzw. zur Kirche haben - es kommt nur darauf an, welchen Weg wir vor der Gartentüre wählen.

Liebe Grüße
Eva
 
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Miri
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Raus in die Natur Beitrag #4
Halli Hallo!!!

Wir sind -logischer Weise- immer draußen.
Letztes Jahr, in meinem Anerkennungsjahr, war es so, dass wir von März bis Oktober jeden Di. Wandertag hatten.
Es gab verschiedene Ziele, die entweder wir Erzierhinnen je nach Wetter oder die Kinder nach Laune wählen durften.
Wir hatten das Glück ganz auf dem Land zu sein, wir waren der einzige Kiga der Ort hatte nur 1000 Einwohner, so mussten wir auch nicht weit laufen bis der Ort zuende war.
Ringsrum gab es einfach alles, von Wald, Wiesen, Felder, Steinbruch, Seen, Bäche, Fluss, Weinberge,... wirklich alles da und überall etwas anderes Tolles zu erleben.
Die Kinder haben die Wandertage immer sehr genossen, auch wenn es wie aus Eimern schiffte; da waren es dann eher einzelne Erzieherinnen die den Wandertag ausfallen lassen wollten, für die Kinder wäre das wohl kein Grund gewesen!

Zusätzlich gab es dann noch 2Wanderwochen, da ging es dann jeden Tag raus, diese wurden allerdings immer in die Sommermonate gelegt.

Im "normalen" Alltag hatten die Kinder selbstverständlich (?!?) immer den Garten zur Verfügung, der leider fast nur aus betoniertem Boden bestand, aus sehr stark zurück geschnittenen Büschen und eben Rutsche, Klettergerüst, Schaukel und Holzhaus,...
Das schöne war allerdings, dass die Kinder frei wählen durften: Sie durften während dem Freispiel entscheiden wo sie spielen wollen und dabei gingen viele Kinder raus in den Garten.
Waren 2 oder 3 größere Kinder draußen, schauten wir regelmäßig raus (Fensterfront war direkt in den Garten) wurden es mehr Kinder, ging eine Erzieherin mit raus.
Auch hier war es sehr oft so, dass die Kinder auch bei schlechtem Wetter raus wollten und draußen trotz Nieselregen ihren Spaß hatten!

Passend dazu fällt mir ein: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!"
-Ich weiß, ein Spruch den man schon 1000mal hörte, aber es stimmt einfach!
Wir kriechen bei minus Temperaturen auch aufm Boden rum und spielen draußen, wenn man in Bewegung ist und auch richtig angezogen, merkt man die Temperaturen gar nicht!

Viele liebe Grüße Miri
 
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Bine
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Raus in die Natur Beitrag #5
Hallo! :cu:

da sind ja tolle berichte über eure erfahrungen mit und in der natur!
kinder brauchen oft nur wenige vorgefertigtes spielmaterial- sie suchen sich in der natur die passenden dinge, die sie dann in ihr spiel einbauen!

besonders tolle finde ich, dass ihr auch bei wind und wetter rausgeht! :D

Zitat von Miri:
Die Kinder haben die Wandertage immer sehr genossen, auch wenn es wie aus Eimern schiffte; da waren es dann eher einzelne Erzieherinnen die den Wandertag ausfallen lassen wollten, für die Kinder wäre das wohl kein Grund gewesen!
ich glaube ich hätte auch etwas "hemmungen" bei regen draußen zu sein! obwohl unsere kids sicher spaß daran hätten und eine matschhose hat bei uns auch jedes kind! da muss ich mich selber am riemen reißen! heute wäre eh schon so ein "matschtag", mal sehen, ob ich es schaffe mit den kids rauszugehen. bei nieselregen sind wir schon mal draußen, das macht mir auch weniger aus.
schade eigentlich! ich messe die bedürfnisse der kinder an meinem wohlbefinden, gemütszustand :hau: :oops: :nono:

*schäm*

und die die aussage: "es gibt kein schlechtes wetter- nur schlechte kleidung" trifft es voll und ganz! :yes:

ich werd dann mal am wochenende in den baumarkt(???) schaun und mir passende regenkleidung kaufen.

wie kleidet ihr euch, wenn ihr bei "matschwetter" rausgeht? zieht ihr euch auch "regenkleidung" und gummistiefel an??

ach ja: habt ihr irgendwas besonderes in eurem garten, welches in anderen einrichtungen nicht zu finden ist?
wer gestaltet bei euch den garten? helfen die eltern mit??

viele fragen, bei denen hoffentlich jemand antwortet! ;)

@miri: das ist ja eine tolle homepage! vielleicht magst du mehr über deien arbeit im waldkindergarten erzählen??? ich würde mich auf jedne fall darüber freuen!! :D
 
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Miri
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Raus in die Natur Beitrag #6
Hallo Bine!

Danke für dein Interesse!!!

Ja, das mit den Hemmungen bei Regen war bei mir genauso! Aber ich glaube dieser Gedanke: "Oh nein, es regnet!" ist wirklich antrainiert! Was ist denn an Regen schlimm? Je mehr man darüber nachdenkt, desto unsinniger scheint einem, dass Regen etwas so schlechtes und negatives ist!
Und bei Regen zeigen sich eben viele Tiere, die bei warmem Wetter gar nicht zu finden sind, die Erde verändert ihre Farbe, ihre Konzestenz, ihren Geruch,... es tut sich wirklich einiges wenn es regnet!!!

Also gekleidet bin ich in Regenjacke von Aldi, Regenhose hab ich mir letzte Woche eine zweite gekauft bei Tschibo und Schuhe ziehe ich meißtens Gummistiefel an... Wenns schon richtig kalt ist habe ich noch eine Wachsjacke an, darüber die Regenjacke, da geht echt nix mehr durch!
Ich denke, wenn man in Sandalen und schicker Jeans neben den Kindern steht, die in einer Pfütze springen hält man Abstand und geht eher weg, kann den Spaß nicht so ganz verstehn. Ist man aber richtig gekleidet, kann man wirklich daran teilhaben, man sieht Dinge, die einem gar nicht auffallen würden wenn man nicht mittendrin wäre und das spüren die Kinder natürlich auch...
- An der Stelle fällt mir ein: Ich war mal bei einer tollen Fortbildung bei der wir auch wie Fässer über den Boden rollten, wie Affen durch den Raum sprangen,... war ein rießen Spaß, nur am Anfang hatte jeder Hemmungen, am Ende wollte keiner mehr aufhören...
Denke, manchmal muss man echt über seinen Schatten springen und öfters mal aus der Perspektive der Kinder sehen.

Und zum Thema SPIEL kann ich nur sagen:
In meinem Anerkennungsjahr waren die Schranke vollgestopft mit Puzzle und Spielen, jedes Eck war voll mit Material,... und die Kinder!? Die standen vor dem Regal, schauten, drehten sich wieder um und wußten nicht was tun! Täglich hatten wir so oft die Situation, dass Kinder nicht wußten was sie tun sollten.
Spiele die angefangen wurden dauerten nur wenige Minuten, die Kinder konnten sich in nichts hinein finden, bei nichts bleiben und sich nicht entscheiden, eben total sprunghaft.
- Dagegen gibt es für die Kinder im Waldkiga sehr, sehr selten die Situation, dass ihnen langweilig ist!
Spiele sind von sehr langer Dauer und äußerst intensiv!
Die Kinder haben im Freispiel (wenn wir im Wald sind und nicht im Wagen) Becherlupen, Werkzeug, zwei Naturbücher, ein Fernglas und Seile zur Verfügung, der Rest wird vom Wald zur Verfügung gestellt...

@ Bine
Was würdest du denn gerne noch über den Waldkindergarten erfahren? Beantworte dir/euch natürlich gerne jede Frage!
Bin ja auch noch nicht so lange dabei, war aber schon im Oberkurs in einem Waldkiga und bin seitdem voll davon überzeugt!
Würde mir sehr schwer fallen mich wieder an einen Regelkindergarten zu gewöhnen und wahrscheinlich würde ich sofort krank werden... :D

Viele liebe Grüße Miri
 
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Bine
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Raus in die Natur Beitrag #7
huhu!

danke für deine erklärungen!!! :D

ich werd mir die regenkleidung bei eduscho (tschibo) bestellen! echt günstig!!!


fragen, so auf der stelle fällt mir eigentlich nichts genaues ein.
irgendwie ist es für mich schwer vorstellbar den ganzen tag im walld zu sein und das tag für tag!
ihr habt ja eine schutzhütte, gibt es da auch spiele und so?

bastelt ihr mit den kindern auch mit papier und so? wie schaut es mit malen aus?

und wenn ihr feste und so habt, finden die dann in der hütte statt oder im wald?

wie macht ihr öffentlichkeitsarbeit.

sind die gesetze bei eusch anders, als in "normalen" regelkindergärten?

danke schon mal! :D
 
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Miri
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Raus in die Natur Beitrag #8
Hallo Bine!

Also, ein grundsätzlicher Unterschied besteht zum einen darin, dass wir ein Verein sind; zum anderen ein Ein-Gruppiger Kindergarten.
Das bedeutet zum einen, dass wir sehr eng mit den Eltern arbeiten und die Eltern auch wissen, dass es ohne sie nicht geht.
Abwechselnd haben die Eltern verschiedene Dienste wie Wasserkanister mitnehmen und auffüllen, freitags Müll mitnehmen, dreckiges Geschirr zum Spühlen mitnehmen oder für die verlängerte Öffnungszeit Essen kochen.
Gibt genug zu tun und auf jeden kommt es an. Ist eben ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl, wir sind alle per "Du", finde ich persönlich eine sehr, sehr angenehme Atmosphäre!

Du sagst, es fällt dir schwer dir vorzustellen täglich im Wald zu sein -da sage ich dir, dass für mich die Vorstellung schwer ist, jeden Tag in einem Raum zu sein.... :freu:
Und ich erzählte glaub schon, dass wir verschiedene Plätze haben, auch außerhalb des Waldes z.B. Obstbaumwiese,... usw.
Dazu haben wir nicht einen Bauwagen wie viele Waldkigas sondern eine richtige Hütte! Das ist natürlich viel geräumiger und daher auch genug Platz, dass wir drinnen ein Sofa haben (ist so die Lese- und Kuschelecke), eine Ecke die viel für Rollenspiele genutzt wird und eben auch zwei Tische an denen Puzzle und Spiele gemacht haben.
Also, auch das gibt es bei uns, aber eben wirklich weniger als in vielen anderen Kigas, sowie Scheren, Bastelmaterialien, Stifte, usw. Es war wohl in den ersten Jahren so, dass es so richtig Waldmäßig sein sollte, ja nichts fremdes was in der Natur nicht vorkommt, nichts vorgefertigtes,... aber sie kamen damals wohl schnell drauf, dass das nicht der richtige Weg ist und wie soll man es begründen, dass die Kinder keine Scheren und Stifte benutzen sollen!?
Die Hütte wird von den Kindern aber eher selten bentutz, eher im Winter.
Wir verbringen ja sowieso die meißte ZEit im Wald, in der verlängerten Öffnungszeit gehen wir zurück an die Hütte, da wir auch Mittag essen.
Direkt an der Hütte befindet sich ein großer Spielplatz, wunderschön, überall Gebüsch, was die Kinder auch klasse finden!

Feste sind verschieden, je nach dem wie man sie feiern möchte. Nikolaus kann z.B. toll sein, wenn man gerade im Wald ist und er kommt von irgendwo tief aus dem Wald her...
Im Wald kann es sehr besinnlich sein, z.B. aus Tannenzweigen zur Adventszeit einen Weg zu legen, ein Mandala aus Naturmaterialien in die Mitte legen,...
Oder dieses Jahr haben wir das Jahresthema Indianer, da wäre es vielleicht auf einer Lichtung toll, jeder auf einem Indianerteppich,... kommt immer drauf an, was man an dem Fest machen will, welche Atmosphäre schön dazu wäre,... so wie man im Regelkiga die Raumgestaltung ändert, suchen wir den passenden "Raum" der passt...

Öffentlichkeitsarbeit:
Da haben wir zum einen unseren 1.Vorsitzenden der dafür zuständig ist, d.h. Berichte schreiben für das wöchtlich erscheindene Dorf-Blättle (gibts ja auch fast überall...), über alle möglichen Neuigkeiten (auf der HP kannst du mal unter PRESSE nachschauen).
Dazu machen die Eltern sehr viel, z.B. ist in Markgröningen "Schäferlauf"m ein ganz bekanntes und großes Fest, da bieten die Eltern Bastelangebote an.
Im ganzen ist der Kiga sehr präsent, da gehört natürlich vorallem auch Engagement der Eltern dazu, was übrigens auch immer ein Kriterium ist, wie wir uns neue/interessierte Eltern anschauen.
Haben sie wirklich Interesse an Mitabrbeit? Warum wollen sie überhaupt, dass ihr Kind in den Waldkiga kommt?

Wie meinst du das mit den Gesetzen? Für un gelten eigentlich die gleichen Gesetze wie im Regelkiga!
Wir dürfen allerdings bei zwei Erzierhern nur 20Kinder aufnehmen, sind es 21Kinder brauchen wir drei Personen (z.B. AP).

Viele liebe Grüße Miri
 
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Bine
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Raus in die Natur Beitrag #9
hallo!

super, dass du so genau alles schilderst!! :D :D

mit den gesetzen meinte ich eh die kinder - und erzieheranzahl.

die kids sind bei euch 3-6 jahre?

ich stelle mir das sehr anstrengend vor, 20 kinder im wald "verstreut".
habt ihr das wald/wiesenstück abgegrenzt?

:D
 
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Miri
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Raus in die Natur Beitrag #10
Hallo Bine!

Hm, also das müsste ich jetzt selber nachlesen, daher kann ich das nicht so genau sagen!
Ich GLAUBE, es gibt nur Richtlinien. Und darin wird eben empfohlen für zwei Erzieherinnen 20Kinder und sobald es mehr sind, eine Person mehr (kann aber wie gesagt auch eine Praktikantin sein, denn 3Fachpersonen wäre wohl zu teuer!).

Ja, die Kinder kommen auch mit 3 in den Kiga, nach oben kann es verschieden sein.
z.B. hatten wir ein Kind, das im Waldorfkiga war und starkes Astma hatte und statt in die Schule noch ein Jahr zu uns kam.
Nun ist sie vor kurzem 8 geworden und kommt nun in die Waldorfschule... aber sowas entscheiden ja die Eltern und dieser Mutter war das ganz klar wie sie es machen möchte.
Eine Mutter bietet zusätzlich an mit Kindern ab 1 einhalb und ihren Müttern/Vätern einen Tag in den Wald zu gehen, so für 2Stunden. -Auch ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit, wir Erzieherinnen haben damit aber nichts direkt zu tun, außer dass wir bescheid sagen, wo wir heute hin gehen!

Ja, wir haben das Grundstück mit Stacheldraht abgegrenzt... ;) NEEEIIINNN, natürlich nicht!!!
Man muss sagen, dass die Kinder wirklich sehr selbständig und verantwortungsbewußt sind!
Den Kindern muss klar sein, dass Regeln eigehalten werden müssen und sie halten sich auch wirklich sehr, sehr gut daran.
Regeln sind da z.B. dass auf dem Weg irgendwohin an jeder Kreuzung stehen geblieben werden muss, am Platz sollen sich die Kinder nur soweit entfernen wie sie uns noch hören und sehen können -das ist also keine Einschränkung wie: "Bis zu diesem Ast und nicht weiter!" sondern eben etwas was die Kinder selbst entscheiden müssen und das klappt ausgezeichnet!
Wollen Kinder weiter weg sagen sie uns bescheid und wir wissen welche Kinder wir das alleine machen lassen können und bei welchen lieber einer mit sollte!
An unseren Waldplatz gibt es dann eben diesen Mittelpunkt mit einem riesen Astsofa, Wippe und Piratenschiff und drumrum spielen die Kinder. Es ist schon sehr übersichtlich und die Kinder halten sich sehr gut an die Regeln, daher gibt es da wirklich keine Probleme, dass ein Kind abhanden kommt.
Und auf die neuen, kleinen Kinder hat man ja sowieso ein aufmerksames Auge und die orientieren sich schnell an anderen Kindern.
Anstrengend ist es allerdings schon so ein Waldtag, die ganze Zeit an der frischen Luft in Bewegung! Die ersten Tage ist man da echt fix und fertig, aber auch daran gewähnt man sich, genauso wie an die Kälte im Winter!

Was ich an der Stelle noch erzählen wollte:
Ich habe nun schon in mehreren Kigas die Erfahrungen gemacht, dass Kinder die eher unruhig oder sogar auffällig sind, im Wald/der Natur ruhiger werden, da sie keine Enge mehr haben und mehr Raum um sich, es gibt sehr viele auffällige Kinder, bei denen das wirklich ein riesen Unterschied von Regel- und Waldkiga ist.
Soll jetzt nicht heißen, dass Waldkiga das ultimative ist!
Ich erzählte ja schon, dass wir im Regelkiga letztes Jahr, jeden Di. den Wandertag hatten und der machte wirklich sehr, sehr viel aus!
Wir hatten ein Kind, dass bei uns total überfordert war mit den vielen Spielmaterialien und einem zum anderen rannte und eigentlich während dem hinrennen noch nicht wusste was er will. Es war echt ganz extrem mit ihm, die totale Unruhe in ihm, die Eltern waren sehr verzweifelt und auch Daheim total überfordert!
Ihm taten die Wald- und Wandertage so gut und dabei stellte sich heraus, dass es ein totaler Tierfan war! Wenn er eine Schnecke gefunden hatte, beschäftigte er sich stundenlang mit ihr und behütete sie sehr führsorglich, damit ihr ja nichts passierte!
Erst durch das Drausensein und Wissen was ihn interessiert, änderte sich auch sein Verhalten im Kiga. Wir schauten zusammen Bücher an über Schnecken und wie sie lebten und so kam er dann auch dazu gezielter nach Dingen im Raum zu schauen, einmal sitzen zu bleiben und nicht mehr so ziellos umher zu irren.
Die Auffälligkeiten vom Anfang sind alle verschwunden, er hat in allen Bereichen innerhalb kürzester Zeit riesen Vorschritte gemacht (Windel weg, sich an alle Regeln halten können, mit anderen Kindern in Kontakt treten und mit ihnen sprechen können,...) und in etwa auf dem gleichen Stand wie die Gleichaltrigen.

Im Waldkiga hatten wir einen Jungen, der echt so ein Lieber war, auch ein bißchen frech; eben richtig aufgeweckt!
Und die Mutter sagte uns, dass für sie die Entscheidung ganz klar war, dass er in den Waldkiga MUSS!
Schon als Kleinkind machte er in der Wohnung alles kaputt, flippte total aus und sobald sie draußen waren war er wie umgekehrt und das liebste Kind -wieder in der Wohnung: nur gerannt, geschrien und geschlagen.
Wäre so ein Kind in einem Regelkiga wäre es ganz klar als auffällig, wahrscheinlich auch hyperaktiv eingestuft worden. Es ist schon merkwürdig, was die Natur und das draußen sein auslösen kann und verändern kann.

Aber wie schon gesagt, ich will damit nicht sagen, dass ein Waldkiga das einzig Wahre ist, er hat auch genauso seine Nachteile!
Auf jeden Fall sollte der Naturbereich nicht vernachlässigt werden, da er den Kindern sehr viel gibt und das bei jedem Wetter.

Viele liebe Grüße Miri
 
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