Religionen und Gesellschaft

    Diskutiere Religionen und Gesellschaft im Religionspädagogik Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Die Diskussion ist die Fortführung einer Debatte um das religionspädagogische Verhalten in Bezug auf fremde Glauben und deren Kultur. @Olav: Was...
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #1
Die Diskussion ist die Fortführung einer Debatte um das religionspädagogische Verhalten in Bezug auf fremde Glauben und deren Kultur.

@Olav:

Was ist Wissen? Wissen sind Behauptungen die bestimmten Gesetzen standhalten müssen. Und nur an die Gesetzen kann ich Wissen definieren. Sollte sich ein Gesetz ändern kann ich mein ganzes Wissen über Bord werfen.

Ich finde es gut, das Du für Dich Dein Glaubensweg gefunden hast. Aber bitte, ich habe so ein Gefühl als ob DU ihn als Richtig darstellst. Er ist für Dich Richtig.

In meinem Beispiel für die Auslegung der Möglichkeit eines heiligen Krieges in der Bibel habe ich nur zitiert. Mir ist ist es meinen Glaubensfragen bislang nicht wichtig gewesen ob das Christentum zu hl. Krieg rufen kann. Was mir aber klar wurde ist, das die Auslegung der von mir angeführten Bibelzitate durchaus einen Grund liefern würden.
Die Bibel ist immer ein Buch der Auslegung und im Kontext der Zeiten, politischen, sozialen und geselschaftlichen Dimensionen zu denken.

Fundamentalisten lesen und setzen um ohne zu verstehen. Du wirst kaum einen bedeutenen Theologen treffen der Fundamentalist ist.

Und zum Glaubensbekenntnis nur soviel:
Ein Glaubensbekenntnis hat verschiedene Funktionen:

* Es ist Anerkennung und Ausdruck der Gemeinschaft, die durch diesen Glauben gegeben ist (z.B. beim gemeinsamen Rezitieren in der Liturgie)
* Ein Glaubensbekenntnis ist eine übernommene Verpflichtung, nach diesem Glauben leben zu wollen
* Ein Glaubensbekenntnis grenzt eine Religion oder Überzeugung gegen andere Religionen oder Konfessionen ab
* Ein Glaubensbekenntnis ist eine Richtlinie, wie die heiligen Schriften verstanden werden sollten

Hmm, wenn ich mir da Dein Bekenntnis so ansehe vermisse ich aber schon das eine oder andere Grundlegende Modell....
Dieses ist im übrigen mein Favorit in Sachen Glaubensbekenntnis

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische2 und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.


Holger

P.S. Vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich ev -lt und Christ bin.
 
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Hongxuan
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #2
ähem. unsere Postings haben sich überkreuzt und meines ist noch am anderen Thread dran.

Auch wenn das nun als Doppelposting zählt, kopiere ich es schnell hierher...

Huhu
war ein paar Tage nicht im www und hab eben erst mal alles so durchgelesen, und mir gehen eine ganze Menge Gedanken durch den Kopf.

Mein Eindruck: Irgendwie redet ihr alle über das Gleiche, wollt (fast) das Gleiche.

Ich glaube an den 3einigen Gott. Es gibt für mich auch nur diesen einen Gott.
Ich glaube nicht an die Kirchen, und ich nehme die Bibel als "guidence" aber nicht als das Definitve Wort. Es gibt so viele christliche Auslegungen und Interpretationen, dass mir das nicht möglich ist.
Wenn ich in meinem Glaubensbekenntnis (das ich egal in welchem Land immernoch auf Deutsch sage) an die "allgemeine Christliche Kirche" glaube, dann ist das nicht ein Verwaltungsapparat, sondern die Glaubensgemeinschaft aller Christen. Damit akzeptiere ich andere Interpretationen, toleriere sie aber nicht unbedingt.
(MiniBeispiel: Wenn mir ein Pfarrer in seiner Predigt noch vor ein paar Jahren erzählt, dass AIDS vom Teufel sei, dann bin anderer Meinung, breche aber doch das Brot mit ihm.)

(Ich bin inder EKHN/EKD aufgewachsen. Dies ist nun das 4. Land in dem ich lebe, und habe Christliche Gottesdienste mit unterschiedlichsten Konfessionen gefeiert. Die Bannbreite ist weit ....)

Im weiteren Umfeld akzeptiere ich andere Religionen, toleriere aber nicht ihre Auslegungen von Gott, und was sie daraus machen.
Zur Akzeptanz und Toleranz bzw nicht Toleranz muss ich mich aber mit anderen Glaubensformen auseinandersetzen, sonst weiss ich ja nicht von was ich spreche. Dies ergibt auch, dass ich meinen Kindern (bzw in einer konfessionellen Einrichtung den Kindern) nicht das Wissen um andere Glaubensformen inkl deren Gebräuche verwehre. Schon allein um zu zeigen/zu leben, wie großartig der 3einige Gott ist.
Unwissenheit führt zu Extremismus; (siehe auch Musikatzes Erfahrungen).

Dies auf einer gesellschaftlichen und staatlichen Ebene umzusetzen ist schwierig (und ich will keinen Gottesstaat). Und ich hätte auch gern ein Patentrezept. Ich persönlich kann da nur weiterkommen, wenn ich weiterhin meinen Glauben lebe, auf Menschen abweichender und anderer Glaubensrichtungen offen zugehe und den Dialog suche und (die Unwissenden) aufkläre.
 
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Flautista
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #3
Hallo Holger und alle anderen!

Deine Meinung kann ich durchaus nachvollziehen. Natürlich müssen sich Olavs Aussagen für dich so anhören, als wäre er sicher, den einzig richtigen Weg gefunden zu haben. Das ist er ja auch, oder liege ich falsch, Olav?

Dazu muss ich eines sagen, für mich, persönlich: Ich bin mir auch sicher, den richtigen Weg zu Gott gefunden zu haben, nicht nur für mich, sondern für alle Menschen. Und was ich erlebt und erfahren habe, will und muss ich weitersagen. Ich habe nämlich erlebt, dass unser Gott ein lebendiger Gott ist, der seinen Sohn geschickt hat, um meinem Leben einen Sinn zu geben. Dieser lebendige Gott sucht die Beziehung zu seinen Geschöpfen und will wie ein liebender Vater unser Leben reich und wertvoll machen. Übrigens unabhängig von Kirche und Konfession, so wie Susanne das treffend beschrieben hat. Das hab ICH persönlich erlebt, das will ICH bezeugen und jedem sagen, der es hören will (oder auch nicht ;-) ).

Ich kann und will niemanden von meinem Glaube ÜBERzeugen, das kann eh nur der Heilige Geist, aber ich will BEzeugen, was ich persönlich erfahren habe!

Flautista
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #4
@ Susanne:

Kann ich unterschreiben und bin mit Dir einig!

@ Flautista:

Ich habe ja auch meinen Glauben und glaube an ihn und nur an ihn. Ich glaube es gibt soviel Interpretationen wie es Christen gibt.

So weit so gut. Was machen wir aber mit den Konzepten anderer Kulturen die ja auch für sich ihren Glauben gefunden haben. Ignorieren? Verurteilen? Ich gebe zu bedenken das der Islam dabei ist dem Christentum den Rang abzulaufen und zwar auf friedlicher Weise.
Warum?
Weil wir nicht aus unseren Häusern (sinnbildlich) gehen. Wir beten zu Hause vor den Mahlzeiten und das meistens still. Aber wer betet im Restaurant? Also ich nicht! Ich habe es auch noch nie gesehen.

Moslems versuchen sich zu öffnen. Sie laden ein und öffnen sich.

Das Christentum ist für mich die überzeugende und klarste Botschaft von allen - auch oder besser gerade theologisch.

Ich kann Olav insofern nicht verstehen, als das er sich zurück zieht auf seinen Glauben anstatt ihn offensiv vergleichen zu lassen.
Ich denke gerade etwas kompliziert aber im Grunde meine ich genau das was meine beiden Vorschreiberinnen gesagt haben.

Holger
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #5
Sicher

hallo,

sicher Holger, es fehlen einige Aspekten in dem, was ich aufgeschrieben habe, aber das hat damit zu tun, dass ich mich auf den "Bottomline" begrenzt habe. Bottomline bedeutet für mich das Fundament meines Glaubens, etwas, Grundlage meines Handelns.
Dafür ist es unerheblich aus meiner Sicht, ob Jesus "zur rechten Gottes" sitzt oder ob Pontius Pilatus für seinem Tod verantwortlich war. Defnitiv nicht glaube ich an der "eine heilige, katholische und apostolische Kirche". Damit würde ich erstens die Kirche eine Position zugestehen, die sie m.E. nicht hat und zweitens allen die nicht in diese Kirchen mitglied sind, ausgrenzen. Und dazu habe ich in andere Gemeinschaften zu viele Leute kennen gelernt, die ich als ganz liebe und sorgsame Brüder bezeichne.

Wenn das Glaubensbekenntnis eine "übernommene verpflichtung,nach diesem Glauben leben zu wollen..." ist, dann kann ich nur feststellen, dass ganz, ganz viele Leute diese Verpflichtung nicht ernst nehmen.

Das Glaubensbekenntnis als "Richtlinie des Verständnisses" zu bezeichnen, finde ich für mich persönlich sehr gewagt.

UNd noch eins fällt mir auf. Du formulierst in der "Wir" Form (bzw. nutzt eine so formulierten Text) "Wir" ist zwar schön in der Gemeinschaft, sagt aber nur sehr wenig über persönlichen Glauben aus. Ich habe mir eine Zeitlang einen Spaß daraus gemacht, mit Mormonen in Frankfurt auf der Strasse zu diskutieren. Schnell zeigte sich, dass sie auf der Frage "aber wie geht es Dir persönlich dabei?" und "bist Du Dir sicher, dass Jesus für Deine Sünde gestorben ist und Du vergeben bist?" sie ins schleudern brachte. Kein klares "Ja", sondern "Wir glauben..." Sogar die Supervisors die dabei waren gerieten ins trudeln.

Obwohl man gemeinsam ein Glaubensbekenntnis spricht, finde ich es ganz wichtig, persönlich zu sprechen und sich nicht in der Menge hinter dem "Wir" zu verstecken.

Olav
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #6
Das Glaubenbekenntnis welches ich in der "wie" Fassung kopiert habe wurde am Anfang als ich gesprochen. Ich hatte diesen Text gerade griffbereit....

Übrigens Glaube ich an eine heilige christliche Kirche und die Gemeinschaft der Gläubigen.

Wir kommen jetzt dann langsam in die feinen Glaubensfragen. Und ich glaube es ist kaum der richtige Rahmen hier über die Wichtigkeit und Bedeutung vom Platze Jesus zu analysieren.

Sehr wohl merk eich aber, dass Dir die Vielfältigkeit auch von großer Bedeutung ist. Du sagst Du hast Brüder ausserhalb der Religionsgemeinschaft die genau so an den dreieinigen Gott glauben wie Du. Akzeptiert.

Warum Akzeptierst Du dann nicht die vielfalt vom religionspädagogischen und vom interkulturellen Ansatz? Warum zeigst Du dich da eher verbohrt und sagst ich gehe nicht auf sie zu. Zeige allen Moslem, Juden, Budhisten usw. Dein Interessa an Ihnen, sowie Du es mit den Mormonen getan hat, nehme sie und Ihren Glauben ernst und lade sie ein einen Gottesdienst zu feiern. Und wenn Du glück hast, darst Du auch bei Ihnen einmal reinschauen. Feststellen wirst Du das alle Beziehungen zu Gott Vor und Nachteile haben.

Holger
 
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Hongxuan
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #7
Zitat von Holger:
Aber wer betet im Restaurant? Also ich nicht! Ich habe es auch noch nie gesehen.
Schon oft gemacht, zB letzte Woche in der Gemeinschaft mit anderen HMP haben wir zu Beginn des Mahles in einem Restaurant gesungen. OK, da wir waren die Einzigen bis auf die Bedienungen, aber gemacht haben wir es.
Ich hab schon oft im Restaurant gebetet, zu Hause mache ich das auch nur sporadisch. Beten ist aber auch nicht immer laut und auffällig, sondern mein Dank, mein Dialog mit Gott. Da muss ich nicht immer mit geschlossenen Augen und gefalteten Händen dasitzen und laut beten.

Ich habe aber auch noch keine Muslims oder Angehöhrige anderer Religionen im Restaurant religionsbedingte Rituale ausführen sehen (bis auf das Tragen des Hijab).

Das Miteinanderleben mit zB Muslims will ich nicht ablehnen. Im Islam ist allerdings "Staat" und Glaube viel enger miteinander verflochten als im 'normal christlichen Leben'. Miteinander kann nur mit Kompromissen (KA wie das aussehen soll) geschehen, denn in einem islamistisch geprägten Staat könnte ich nicht leben, aber wohl auch nicht in einem der von einer der christlichen Kirchen regiert werden würde.
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #8
Hey Respekt Susanne! Finde ich gut. Und das nächste mal wenn DU in der Nähe von Hamburg bist fahren wir in ein Restaurant und dann mischen wir mal den Laden auf ;-)

Ich erlebe, und die Musikatze ja auch, Moslems im Alltag präsenter als Christen. Sie llaufen öffentlich mit ihrem Rosenkranz, haben den Koran dabei. Wenn ich meine Bibel in der Bahn aufmache gucken alle immer ganz merkwürdig.

Übrigens, einen Ich bin voll überzeugt von der Trennung zwischen Staat und Kirche. Auch möchte ich nicht in einem Gottesstaat wohnen. Da bin ich auchmal zufrieden mit dem wie es ist bei uns.....:)
 
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Gast
Religionen und Gesellschaft Beitrag #9
...

Hallo Holger,

eigentlich fällt mir keine überschrift ein, also habe ich nur ... geschrieben.

Ich habe nicht gesagt, dass ich die als Bruder akzeptiere, die an drei-einigen Gott glauben, denn das würde bedeuten, dass ich auch der Teufel als Bruder akzeptieren muss.

Ich akzeptiere die als Bruder (und Schwester) in den ich ein bestreben erkenne, Jesus als Herr im Leben nachzufolgen. Das ist viel weitergehend als "nur" an den drei-einigen Gott zu glauben. Es beschränkt aber auch den Kreis der Brüder in Christus erheblich.

Außer den Gebetsdienste in der jüdischen Gemeinschaft, welche ich aus beruflichen Grund manchmal besucht habe (und wo ich zum Ärger mancher Kollegen auf ein entsprechenden Verhaltensweise bestanden habe), und einen Besuch in ein Sikh-Tempel aus Anlaß einer Hochzeit war ich durchaus in andere Religionsgemeinschaften. Allerdings werde ich an keinem Gottesdienstfeier beteiligen, denn mit der Beteiligung verstoße ich m.E. gegen ein eindeutige Aussage Gottes, nämlich außer Ihm kein anderen Gott zu ehren.

Ich kann und darf aus meiner Sicht in dem was ich verkündige kein "religiosnpädagogischer Vielfalt" akzeptieren. Für mich gibt es, da hast Du absolut recht, nur ein wahren Gott, und Ihm will ich dienen. Der von Dir angestrebten/befürworteten Vielfalt allerdings, deutet auf "mehrere Richtigen" hin.

Was der kulturellen Ansatz angeht, finde ich das Buch "Friedenskind" ein schönens Beispiel. Indianerstämme im Amazonasgebiet hatten die angewohnheit alle fremden die kamen zu töten. Der erste Ausnahme die sie machten, war ein Missionar, der als er aus dem Boot stieg, seinem Sohn auf dem Arm nahm. Als er die Sprache gelernt hatte, wurde ihm auch klar, warum sie ihm nichts getan hatten. Die Stammesgeschichten erzählten, dass ein Mann mit Kind auf seinem Arm nichts böses im Sinn hatte. Weiter nachgefragt kam irgendwann die gesichte an den tag, worin die Leute erklärten, fest daran zu glauben, dass der großen Gott eines Tages seinen eigenen Sohn geben würde als Zeichen des Friedens.

Das er dort ansetzte, wo es in den Kultur der Indianer schon die Ansatzpunkte gab, ist doch selbstverständlich.

In viele Gespräche mit Moslems hat mich noch keiner einen Widerspruch in der Lehre erklären können. Für den Moslems ist Jesus einen Profet. Profeten verkünden Gottes Wort und sprechen immer die Wahrheit, dafür haften sie mit ihrem Leben. Wer lügt wird als falscher Profet entlarft und wegen Gotteslästerung getötet. Nun, Jesus sei ein Profet, wenn Jesus also sagt, er sei "Der Weg, die Wahrheit und das Leben" und "Keiner kommt zum Vater, außer durch den Sohn" dann ist das die Wahrheit. Warum wird das dann nicht akzeptiert im Islam? Einfache Leute verweisen auf den Imam und der Imam bezeichnet diese Frage als Blasphemie...

Ich bin offen für andere Menschen und andere Religionen, frage beim betreten des Hauses nicht nach Hintergrund, das ist egal, denn Jesus hat das auch nicht gefragt. Ich war auf der Strasse, habe anderen nicht nur von meinem Glauben erzählt, bin mit mancher sogar die zweite Meile gegangen, und ich habe es gerne gemacht. Unsere (Pippin und mir) Art unseren Glauben heute weiter zu geben ist indem wir unser Haus und unsere Familie öffnen. Wir erreichen keine große Massen, aber jeder einzelner ist es Wert.

Olav
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #10
Hallo Christa,

ich würde Deine Aufzälung gerne noch um Punkt vier erweitern, wenn Du damit einverstanden bist:
4. Menschen die sich im Rahmen ihres Glaubenbeknntnisses bewegen.

Ich weiß nicht, ob mich der Schein trügt aber hast Du in Deiner AUfzählung ein Ranking? Ist der eine mehr und der andere weniger Christ?

Ich habe für mich festgehalten, das jeder ein Christ ist dessen Wunsch es ist nach dem NT zu leben ohne das AT zu vergessen. Die Frage ist nur, welche Möglichkeiten des Lebens habe ich. Es gibt die lauten Töne und die leisen. Es gibt Wegseher und es gibt Aufmischer, es gibt Pasive und Aktive, es gibt Zahlende und Handelnde.

Petrus wird an der Pforte stehen und wissen was er tut.

Holger zu einer sehr, sehr, sehr frühen Stunde
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #11
Defenition

Hallo Holger,

mit Deiner Defenition wird etwas für mich deutlich. Erstens weicht Deine Defefnition von "Christ" ab, vn der Kontext in dem dieser BEgriff entstanden ist.Im ganzen NT kommt der Begriff "Christ(en)" nur drei oder viermal vor, und zwar in der Appostelgeschichte. Dort ist es eindeutig die Bezeichnung für die Jpnger Jesu, bennutzt von ihr Umfeld um sie als "Nachfolger Jesu" zu bezeichnen. Das war immer eine aktive Nachfolge, die viele viele Konsequenzen hatte.

Es gibt aber noch ein zweitens, verborgen in eine Aussage von Jesus. Jesus sagt selbst, dass er nicht gekommen sei "das Gesetzt aufzuheben" sondern dass er der Erfüllung sei. Und da liegt der Schlüssel. Kein Mensch ist in der Lage von sich aus die Gebote Gottes zu erfüllen. Weil Gott (JHWH) dies wußte, gab er im alten Testament die Möglichkeit Vergebung dur Opfer zu erlangen, mit dem neuen Testament ist Jesus das Opfer unserer Sünden. Wer nun von sich, auf eigener Kraft, versucht nach dem neuen Testament zu leben, ist zum scheitern verurteilt, denn die Kraft dazu reicht nicht aus. Nur in Jesus kann man erfolgreich sein (im Sinne Gottes).

Bezeichnent finde ich daher auch die Übersetzung der Zehngebote. Üblich ist ja "Du sollst..." als Anfang. In einige lange Gespräche mit einem Juden in der münchener Kultusgemeinde (1984), gab er mir eine andere Übersetzung, die näher betrachtet viel mehr Sinn ergibt. Statt Gebote die mit "Du sollst.." anfangen, eine väterlichen Rat, der mit "Wo ich der HERR Dein Gott bin, wirst Du nicht..." Das ist viel entspannender, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Man muss sich nicht länger auf Gebote und Gesetze konzentrieren, sondern gibt die Freiheit, die man in Jesus findet. Ist mein Focus mein Partner, jemanden mit den ich ein Vertrauensverhältnis, eine Liebesbeziehung habe, werde ich bestimmte Sachen nicht machen. Dort wor sich mein Focus von mein Partner (in diesem Fall also Jesus bzw. Gott) hin auf mich und meine Bedürfnisse richtet, entsteht sehr schnell Sünde. Dabei ist Sünde all das, was mich von Gott trennt. Von uns aus können wir dieser Trennung nicht überwinden, egal wie wir uns anstrengen nach dem NT zu leben. Nur eine einfache aber unheimlich schwierige Handlung kann diese Trennung überwinden. So einfach, dass es für uns auf Handeln orientierte Menschen unfaßbar ist.

"Jesus, ich kann ohne Dich nicht weiter leben. Ich habe gesündigt (Mist gebaut) und brauche Deine Hilfe. Herr vergib mir meine Schuld und nehme mich an. Ändere Du mich, mach mich nach Deinem Vorbild."

Das ist der Schlüssel der im Neuen Testament immer wieder deutlich wird. Nicht ent-schuldigen "Herr Du weißt warum ich das getan habe..." sondern "Herr vegib mir." Alles andere, jeder Versuch das NT zu leben aus eigener Kraft kann nicht gelingen.


Olav
 
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #12
Hallo Olav,

jetzt kommen wir der Sache der Gemeinsamkeiten näher. Uff, war ein schönes Stück arbeit. :freu:

Sag mal, an welcher Stelle wiederspreche ich Dir im letzten Beitrag? Ich habe lediglich von Wunsch gesprochen. Wir Wissen den Weg zu Gott micht sondern interpretieren ihn. Die einen sehr eng an den Worten der Bibel und die anderen eher Ausschweifend. Du hast eine enge Beziehung zum NT.

Ich finde Deinen Beitrag sehr schön, weil auch er letztendlich verbinden und nicht nur trennend ist. Du zeigts eine Möglichkeit auf. Das tue ich ja auch. Aber was machen wir wenn unsere Ideen nicht den Vorstellungen Gottes genügen. Dann haben wir mit Zitronen gehandelt.

Also, ich sage mal ich kann mit Deiner Interpretation leben und wir übernehmen sie mal so wie sie ist als Arbeitspapier. Wie bekommen wir diesen Gedanken in unsere Gesellschaft. Das, an was wir Glaben ist, ohne Zweifel. Nur wie bekommen wir es transportiert?

Holger der keine Zeit hat (noch 47 Stunden)

P.S. Olav, wann kommt ihr und um wieviel Uhr und wieviel????
 
A
Anonymous
Gast
Religionen und Gesellschaft Beitrag #13
zwei sachen

Hallo Holger,

zunächst dass letzte: 3 Personen, abfahrt ca. 14:00 Uhr, ankunft je nach Verkehrslage.

dann zum ersten:
Also, ich glaube nicht, dass du mich widersprichst, es ist mir nur ganz wichtig, dass deutlich ist, was ich meine. Beiträge hier sind, systembedingt, keine Aussagen die über Wochen vorbereitet werden und indem ich lese, wie Du (und anderen) reagieren, wird mir deutlich, wo ich mich u.U. falsch ausgedrückt habe oder (auch nicht selten) mein Begriffsverständnis anders ist als bei Deutschsprachigen. Das meine ich jetzt nicht negativ, ich stelle einfach fest, dass Begriffe für mich manchmal ein anderen (emotionalen, inhaltlichen) Belegung haben, und da es mir wichtig ist, das anderen verstehen, was ich meine, gehe ich dann noch einmal von eine andere seite heran.

Die Frage wie wir unser Glauben transportiert bekommen ist genau so einfach zu beantworten als schwierig zu realisieren.

Einfach in der Antwort: Lebe die Nachfolge Christi

Schwierig in der Umsetzung: Im Alltag ist es schwierig, besonders (und damit ist es ein Bogen zum ursprünglichen Thema) wenn man mit Menschen anderer Religionen zu tun hat. Nicht predigen, sondern Leben, aber (und das ist wesentlich) auf Fragen entsprechend antworten.

So ergaben sich im Universum hier in Bremen mit Projektkinder Gespräche über die Entstehung der Erde an Hand der dort befindliche "Zeitreise". Ich habe klar aufgezeichnet, dass die dort gezeigte Bilder und gesprochene Erklärungen keinen Widerspruch zur Schöpfungsgeschichte sind. In gegenteil, die Schlussansage ist durchaus vergleichbar mit dem Anfangssätze des Alten Testaments.

Ebenso ergeben sich Gespräche mit Kinder über den Sinn des Lebens oder über "Du bist geliebt weil du bist..." Kinder fragen wieso, und dann gebe ich ehrlich antwort.

Einfach ist das nicht, es fordert nicht nur mut, sondern auch ein aktiver Auseinandersetzung mit Inhalte.

Olav
 
C
Christa
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Religionen und Gesellschaft Beitrag #14
Hallo Holger!
Nein, es gibt kein ranking, es ist lediglich eine Feststellung. Und: es steht mir nicht zu, zu urteilen, wer ein Christ ist und wer nicht (dieses Urteil steht nur Gott zu und jeder muss für sich selbst wissen, ob er Christ ist oder nicht).
Aber: die Erfahrung hier in Österreich (vielleicht ist es in Deutschland anders) zeigt, dass viele Menschen, auf die Frage "Bist du Christ?" antworten: "Ja, ich bin katholisch" oder "Ja, ich bin getauft", dass sich aber die wenigsten bewusst sind, was es heißt,Christ im Sinne der Bibel zu sein (nämlich ein Nachfolger Jesu).
Was ich sagen will, ist lediglich, dass es leider sehr viele Menschen gibt, die behaupten, Christen zu sein und es eigentlich nicht sind (das wage ich zu behaupten, da ich selbst so einer war und viele kenne, die es einmal waren). Das daraus resultierende Problem ist wiederum, dass es sehr viele Mißverständnisse darüber gibt, was ein Christ ist - so z.B. sagte mir mal ein etwa 10jähriges jüdisches Kind: "Ich geh in eine jüdische Schule, aber danach werd ich in eine christliche Schule gehen" oder "Meine Schwester geht in einen christlichen Kindergarten. Ich war auch dort, bevor ich in die jüdische Schule ging" - interessant: alles, was österreichisch ist (denn das Kind meinte eigentlich eine öffentliche Schule/Kdg) ist christlich. So denken aber nicht nur jüdische Kinder. In Österreich behauptet jeder zweite, Christ zu sein und im nächsten Satz sagt er, dass er eigentlich gar nicht an Gott glaubt bzw. schon an Gott glaubt, aber nicht an Jesus oder.........
Ich selbst habe mehr als ein Jahr behauptet, Christ zu sein, nur weil ich halt zu den Gottesdiensten in eine christliche Kirche gegangen bin, aber Jesus war mir ziemlich egal.

Immer wieder passiert es mir, das Menschen ganz erstaunt sind, wenn sie plötzlich verstehen: Christ zu sein bedeutet nicht, Mitglied einer christlichen Kirche zu sein. Christ zu sein bedeutet nicht, gesetzlich oder religiös leben zu müssen, Christ zu sein heißt einfach nur zu glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der für meine Sünde gestorben.

Ich hoffe du verstehst, was ich mit meiner "Aufzählung" gemeint habe.
Und zu deiner Frage, ob der eine mehr und der andere weniger Christ sei: Kann man das? Entweder man ist Christ oder man ist es nicht. Und das muss jeder für sich entscheiden bzw. sich selbst mit Gott ausmachen.

Liebe Grüße, Christa (der schon fast die Augen zu fallen)
 
A
Anonymous
Gast
Religionen und Gesellschaft Beitrag #15
Entspannen

Hallo,

hier mal etwas zum entspannen:

Untersuchungen zeigen, das inzwischen 95% der deutschen bevölkerung regelmäßig einen Gittesdienst feiert. Die einzelne Formen sind wie folgt aufgeteilt:

etwa 40% anbeten die Bundesligastars
weitere 40% knieen jedes Wochenede vorm Kühlergrill
ca. 10 % beugen sich der Zapfhahn und
ungefähr 5% besucht eine Kirche


in diesem Sinne ein entspannten Tag,



Olav
 
A
Anonymous
Gast
Religionen und Gesellschaft Beitrag #16
Ja Olav, da hast Du recht. Ich bin mittlerweile so sensibilisiert, das ich bei Menschen wie Dir ausblende, das sie einer anderen Kultur, Sprache und Geschichte als Vorlauf haben. Das gilt auch für Österreicher, Schweizer, letztendlich auch für Konzstanzerinnen (;-) meine "ab morgen" Frau kommt aus Konstanz).

Das ist eine mangelhafte interkulturelle Pädagogik die wir in unserer Entwicklung erfahren haben.


Schade

Holger
 
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