relogion --- abgeschreckt

    Diskutiere relogion --- abgeschreckt im Religionspädagogik Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; hallo ihr!! gestern am tag der offenen tür kam eine mutter zu mir und hat mich über unsere Religiöse arbeit befragt! die mutter selbst hat mir...
M
Manuela W.
Ich bin lebendes Foreninventar!
Registriert seit
9. Januar 2003
Beiträge
3.823
Zustimmungen
0
Alter
33
relogion --- abgeschreckt Beitrag #1
hallo ihr!!

gestern am tag der offenen tür kam eine mutter zu mir und hat mich über unsere Religiöse arbeit befragt!
die mutter selbst hat mir erzählt, dass sie katholisch war

Ich hab ihr also erzählt, dass wir vor dem essen und in der früh im morgenkreis beten und, dass wir auch religiöse geschichten erzählen usw .... noch nicht mal all zu viel nur so tägliche abläufe!

ja und dann sagt sie: "oh je, dass schreckt ich jetzt ab" :?:
sie fand unsern KIGA toll aber das religiöse hat ihr nicht gefallen!!
ja, schon komisch im Katholischen KIGA gell :lol: naja andere sache!

Ich glaube, sie kommt trotzdem zum anmelden ;)

Ich selbst war schon sehr überrascht über die reaktion!!
was sagt ihr so dazu? würde michh interessieren!

noch was?!? denkt ihr, man sollte sein kind in einen kath. Kindergarten geben, wenn man nicht´s von der religoin hält?!?
ich hatte auch das gefühl, dass sie ihr kind eher zu nichts zwingen will, ihn in nichts "reinpressen" will!

danke schon mal für eure meinungen und lieben gruss manu :clown:
 
G
Geli
Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
17. April 2003
Beiträge
7.098
Zustimmungen
0
Alter
43
relogion --- abgeschreckt Beitrag #2
Hallo Manu!
Wenn ich ein Problem mit einer katholischen Einrichtung hätte (hab ich nicht), würde ich mein Kind auch nicht dort hingeben.
Vielleicht hat sie nicht gedacht, das Religion eine solche Rolle bei Euch spielt - ich weiß von einem kath. Kiga, wo z.B. nicht vor dem Essen gebetet wird. (allerdings glaube ich, dass das nicht der Normalfall ist). Für viele Menschen ist Religion irgendwann mal ein Schulfach gewesen und einfach nicht präsent.
Ich bin katholisch und möchte es auch bleiben, bin aber trotzdem mit vielem nicht einverstanden, was von der Kirche ausgeht (z.B. Verbot, Kondome zu benutzen in Afrika, Ignorieren der AIDS und Hungerproblematik u.v.m.)
Vielleicht ging es dieser Mutter da ähnlich.

Liebe Grüße, Geli :cu:
 
A
Anonymous
Gast
relogion --- abgeschreckt Beitrag #3
In einem katholischen Kindergarten halte ich das Ausüben von Religion für wichtig, allerdings nur wenn es auch vom Herzen kommt und man selbst davon überzeugt ist.
Beten weil es "dazugehört" finde ich blöd.
Mit konfessionellen Kigas habe ich meine Probleme, wenn es keine Alternativen gibt, das ist aber nicht das Problem der Kirche, sondern das der Stadt. Wie dann zu verfahren ist, hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, weil es hier immer ausreichend Alternativträger gibt.
lg Iceteddy
 
M
muck
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
9. Januar 2003
Beiträge
1.736
Zustimmungen
0
Alter
51
relogion --- abgeschreckt Beitrag #4
Meine Tochter geht in einen kath. Kindergarten.Sie und ich sind ev. mein Mann ist kath.
Es gibt im nahen Umfeld auch städtische Einrichtungen.
In Mandys Einrichtung wird gebetet,man feiert die Jahresfeste mit dem religiösen Hintergrund,es werden Gottesdienste angeboten......
Wenn ich mein Kind in einer kirchlichen Einrichtung anmelde,muß mir klar sein,das dort auch religionspädagogisch gearbeitet wird.
Die Einrichtung meiner Tochter ist topp!Ich würde mich immer wieder so entscheiden.

muck
 
E
erzieher78
Ich lebe im Forum!
Registriert seit
21. Juli 2003
Beiträge
832
Zustimmungen
0
Alter
40
relogion --- abgeschreckt Beitrag #5
HAllo

ich bin da zweigeilter Meinung:

Sicherlich, wenn ich meine Kinder in eine konfessionelle Einrichtung - welcher Art oder Konfession auch immer - gebe, muss ich davon Ausgehen, dass dort im Sinne der entsprechenden Religion erzogen wir. Dies ist ja auch solange kein Problem, wie es noch alternative staatliche Einrichtungen im selben Ort gibt. Diese jedoch, arbeiten auch zum großen Teil religionspädagogisch. Da fordere ich mal wieder die absolute und strikte Trennung von Kirche und Staat. Wenn es eine faktische Wahlfreiheit gibt, in der ich mein Kind in eine Religiöse Einrichtung mit Religionserziehung und eine staatliche / alternative ohne religionserziehung, habe ich garnichts dagegen einzuwenden. Diese Wahlfreiheit gibt es aber leider de facto nicht.

Desweiteren finde ich, hat es den wenigsten Geschadet religiös erzogen worden zu sein. Irgendwann fangen die meisten sowieso selbst an zu denken und werden dann ihre eigene Meinung entwickeln und ein großer Teil der Menschen wird aufwachen und merken was für einen Kokolores man ihnen Jahrelang erzählt und vorgeredet hat...

LG
Alex
 
M
Manuela W.
Ich bin lebendes Foreninventar!
Registriert seit
9. Januar 2003
Beiträge
3.823
Zustimmungen
0
Alter
33
relogion --- abgeschreckt Beitrag #6
hallo zusammen!!

erstmal danke für eure antworten!

ich denke auch, dass man selbst den glauben schon teilen muss, um es rüber zu bringen! nur, weil halt gebetet wird zu beten find ich au net gut!

ich find halt auch doof, zu sagen ich will mit kirche nicht´s zu tun haben aber an weihnachten die geschenke schön fleißig einsammeln!
ich bin sicher net so 100 % voll gläubige :clown: aber ich find schon, dass grad den kinder klar gemacht werden soll, dass es net nur um geschenke bekommen geht!
 
G
Geli
Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
17. April 2003
Beiträge
7.098
Zustimmungen
0
Alter
43
relogion --- abgeschreckt Beitrag #7
Hallo Manu!
Das mit den Weihnachstgeschenken sehe ich genauso, und ich denke, dass es einfach Teil unserer Kultur ist, die den Kindern auch vermittelt werden sollte (sogar in einem kommunalen Kiga finde ich die Wissens- und Kulturvermittlung wichtig)
Alex Meinung, dass Religion noch niemandem geschadet hat, und die Kinder sich später selbst entscheiden können, welchen Weg sie diesbezüglich gehen wollen, vertrete ich auch.

Liebe Grüße, Geli
 
C
chrissie
Ich bin Stammgast!
Registriert seit
9. Januar 2004
Beiträge
681
Zustimmungen
0
Alter
55
relogion --- abgeschreckt Beitrag #8
unverschämt

Hallo Manu,
also ich persönlich finde die Antwort dieser Mutter ziemlich unverschämt;
wenn sie in einen katholischen Kiga geht, dann sollte sie doch auf bestimmte Inhalte gefasst sein. Was denken sich manche Eltern eigentlich? Im Schuhladen gibts ja schließlich auch Schuhe (- und wenn schreckt das ab?) und keinen Fisch.
GRR.
Chrissie
 
C
Cyprian
Ich bin öfter hier!
Registriert seit
5. März 2004
Beiträge
141
Zustimmungen
0
Alter
48
relogion --- abgeschreckt Beitrag #9
Positiv finde ich daran, dass sich die Mutter doch ein paar Gedanken darüber macht, wie ihr Kind erzogen werden soll und wenn sie eine religiöse Erziehung nicht will, dann ist das zwar schade, aber wenigstens ehrlich.

Ich habe gestern einen Elternabend abgesagt, weil sich nur 4 Mütter von 200 möglichen angemeldet hatten (Thema war: mit Kindern christlich Ostern feiern). Wenn sich in 4 kath. Einrichtungen nur 4 Mütter anmelden ist das schon traurig, andere Sachen mit Elternbeteiligung laufen gut, z.B. Väter-Söhen-Morgen etc.

Da ist es natürlich schwierig, ein kath. Profil zu schärfen, wenn die Eltern nicht mitziehen. Darum machen wir ja diese Umfrage (siehe auch hier im Forum: Umfrage mit Eltern)

Heute habe ich mit einer Mutter gesprochen, die aufgrund ihrer Eheschließung zum Islam konvertiert ist und ihre Kinder in einer unserer Einrichtungen hat.
Die war froh, dass hier ihre Kinder, die natürlich nicht getauft sind, im Kindergarten die christliche Religion kennenlernen, da der Islam ähnliches nicht zu bieten hat, außer Koranschulen, auf die sie ihre Kinder aber nicht schicken will.

Ich frage mich ja, wie eine islamische Religionspädagogik in einem islamischen Kindergarten aussähe? :)

Cyprian
 
K
Krabbelkaefer
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
5. Januar 2003
Beiträge
1.586
Zustimmungen
0
Alter
42
relogion --- abgeschreckt Beitrag #10
Das fände ich auch spannend mit islamischer Religionspädagogik ... aber ich fürchte, dass da die Art Pädagogik dahinter stehen würde, so wie sie an christlichen Kindergärten praktiziert wird....

Gibts überhaupt muslimische Kindergärten in Deutschland? Eher nicht, oder?

Fragend,
Martina
 
N
Nordlicht
Ich bin Stammgast!
Registriert seit
29. Juli 2003
Beiträge
721
Zustimmungen
0
relogion --- abgeschreckt Beitrag #11
die frage habe ich mir auch schon mal gestellt, krabbelkäfer. aber ich glaube solche einrichtungen gibt es nicht.

nachtrag:
ich habe grad mal gegooglet. es gibt tatsächlich muslimische kindergärten in deutschland und auch in österreich.

liebe grüße
nordi
 
A
Anonymous
Gast
relogion --- abgeschreckt Beitrag #12
Hallo Ihr lieben!

In Hamburg gibt es muslimische Kindergärten. Einige sogar!

Holger
 
H
Hongxuan
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
27. Juni 2003
Beiträge
20.580
Zustimmungen
0
Alter
52
relogion --- abgeschreckt Beitrag #13
Hallo
ich hab schon mit (z.T.) Eltern gesprochen, die gesagt haben, sie wollen ihre Kinder nicht taufen, in eine christliche Einrichtung oder in den KiGo schicken, damit sich die Kinder später selbst entscheiden können.

Meiner Meinung nach hilft der Kontakt mit christlichen Ideen, dass das Kind eine mehr informierte Entscheidung machen kann.

Zum Anderen kam diese Aussage oft von Eltern, die selbst "schlechte' Erfahrungen (Indoktrinierung) gemacht haben. Sie hatten oft nicht erlebt, dass man auch mit einem kritischen Umgang aufwachsen kann und seine eigenen Gedanken entwickeln darf (innerhalb des christlichen Lebens).

So, das hört sich auch ein wenig schwarz weiß an, und nicht alle Eltern sind so. Aber ich spreche wirklich aus Erfahrung.
 
ANGEBOTE & SPONSOREN
http://www.kinder.dehttps://www.babyforum.de
Oben