Rollenverständnis Jungen/Mädchen

    Diskutiere Rollenverständnis Jungen/Mädchen im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; [quote="Björn"]Hi Smallgirl, die Überlegung die Holzspiel-, konstruktionsmaterialen in den Fordergründ zu rücken halte ich für eine gute Idee...
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
36
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #1
Zitat von Björn:
Hi Smallgirl,

die Überlegung die Holzspiel-, konstruktionsmaterialen in den Fordergründ zu rücken halte ich für eine gute Idee.

Die Ansicht, das Lego und Duplo aus der Gruppe zu entfernen weil daraus Waffen gebaut werden halte ich für ineffizient.
Ich gehe davon aus dass überwiegend die Jungen in Eurem Kindergarten Waffen konstrurieren und damit spielen.

Erzieherinnen sprechen Verbote aus, die allerdings nicht wirken.
Ihr möchtet dass die Kinder keine Waffen bauen und sie tun es trotzdem.
Habt ihr Euch mal gefragt warum das so ist?

Dir als Fachfrau muss ich nicht näher erläutern welche Bedeutung das "Spiel" für ein Kind hat.
Also ist ganz klar dass Eure Kinder mit diesem Spiel etwas ver- und aufarbeiten.

Tod, Krieg und Gewalt sind Tabuthemen die ungern direkt behandelt werden.
Deshlab wird ihnen immer lieber aus dem Weg gegangen.
Zusätzlich kommt noch das Bedenken, was außerhalb des KiGa gedacht wird wenn eine Einrichtung erlaubt diese Spiele zu spielen.

Wie zu den Mädchen das Verkleiden, Familie- und Mutterspielen dazugehört, gehört es zu den Jungen, Waffen zu bauen und damit zu spielen.
Diese Spiel sollte natürlich nicht überhand nehmen und kommentarlos akzeptiert werden, aber es sollte Platz dafür sein um es spielerich verarbeiten zu können, gerade jetzt wo die Kinder wieder vermehrt mit Krieg und Gewalt in den Medien konfrontiert werden.

Sinnvoll ist meines Erachtens, dieses Spiel der Kinder aufzugreifen und aktiv daran mit den Kindern zu arbeiten, durch ein Projekt o.ä..
In Liedern, Bewegung, Kreativität und Aussenaktivitäten, kann dieses Thema immer wieder anlassen geben um, einerseits einen angemessen Rahmen "dafür" zu bieten und andererseits Alternativen mit den Kindern zu erarbeiten.
(Fair Streiten, Wo begegnet uns Gewalt?, Wie fühlt sich Gewalt an?, Was kann statt dessen getan werden?,...)

Was meinst Du nun zu meiner Sichtweiße?
Würde mich über ein Feedback freuen.

Viele Grüße,
Björn
Zitat von justine:
Danke Björn, hast mir viel Tipparbeit erspart ;-)!

Bei einem muss ich dir widersprechen!

Wie zu den Mädchen das Verkleiden, Familie- und Mutterspielen dazugehört, gehört es zu den Jungen, Waffen zu bauen und damit zu spielen.
Wieso sollten nur Jungs Waffen bauen bzw. nur Mädchen sich verkleiden? Ich bin gegen solche Einteilung. Gerade in dem Fall. Schließlich müssen auch Mädchen "Krieg, Tod, .. " verarbeiten! Also kann es durchaus sein, dass Mädchen mit Waffen spielen... Ich mag nur diese Rolleneinteilung nicht, da es für mich zum Teil auch nur anerzogen ist... etc. (Ist aber ja ein ganz anderes Thema)
Ich denke auch: Es wird nicht nur im Spiel "verarbeitet"! Ich denke Kinder können diese Dimension noch nicht ganz wahrnehmen, was einen Waffe wirklich bedeutet/anrichten kann, auch aus diesem Grund finde ich deinen Vorschlag, es ruhig mal zu thematisieren mit den Kindern, sehr gut..

So, soweit zu meiner Meinung ...

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Hi Justine,

danke für deine konstruktive Antwort und dein Widerspruch. :D
Find ich gut! :D

Die alte "Anlage -"Umwelt" Diskussion ist auch im wissenschaftlichen Bereich wieder ganz aktuell.
Der Gedanke der Chancengleichheit und Geschelchterangleichung, geht auch in das Spielverhalten und geschlechtsspezifische Verhalten über.

Frauen werden Mütter, Männer nicht!
Daher ist es logisch dass Mädchen bereits im Kindesalter spielerisch diese Rolle erkunden.
Männer sind die ursprünglichen Jäger&Sammler, die für die Ernährung zuständig waren und Konflikte ausgetragen haben, wenn es eine Bedrohung ausserhalb der Familie oder des Stammes gegeben hat.

Ich möchte damit sagen, dass ich denke dass es genetische Vorgaben gibt die wir kaum beeinflussen können.
Die Erwartungshaltung, die wir Erwachsenen und unsere Gesellschaft und Kultur gegenüber unseren Kindern haben, wirkt ebenfalls stark auf deren soziale Entwicklung ein.

Viele Grüße,
Björn
 
A
Anonymous
Gast
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #2
Jetzt bin ich aber sprachlos, Björn ... :roll:
 
J
Justine
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
21. September 2004
Beiträge
5.798
Zustimmungen
1
Bundesland
Bayern
Geschlecht
Weiblich
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #3
@Björn :guten tag:

Vielleicht sollten wir *diese* spezielle Diskussion in der Abteilung "Gender" weiterführen ;-)! Aber ich werde jetzt einfach nochmal hier antworten...

Frauen werden Mütter, Männer nicht!
Daher ist es logisch dass Mädchen bereits im Kindesalter spielerisch diese Rolle erkunden.
Da gebe ich dir Recht! Aber Männer werden nunmal Väter (in den meisten Fällen ;-) ). Also wieso dann nicht mit Puppen spielen, etc.? Kommt eben auch darauf an, wie sie die Rollenverteilung daheim vorgelebt bekommen! -> Verarbeitung im Spiel/Identifikation, etc ;-)!

Das "Anlage-Umwelt-Thema" finde ich sehr spannend, und ich persönlich(!) denke, dass es zu (fast) gleichen Teilen auf das Kind/den Menschen einwirkt. Weder das einen noch das andere wirkt allein. Die Selbststeuerung natürlich an dem Punkt nicht zu vergessen...


@Susi
:rotfl:
 
A
Anonymous
Gast
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #4
Hi Björn,

ich meine dein Rollenverständnis ...
Justines Vorschlag mit dem Gender-Forum finde ich gut ;-)
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
36
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #5
Abend,

also vielleicht kann ja Susi, das irgendwie kopieren oder so.

@justine: Erwischt! :oops:
Das mit dem "Vater sein" hab ich gar nicht bedacht. ;)
Stimmt - das ist allgemein bei den Jungen viel zu wenig Thema.

Ich denke hier kommt das Thema: Aufklärung ins Spiel.
Zusätzlich gehe ich davon aus dass Jungs erst relativ spät Erfahren dass sie am
"Kinder machen" beteiligt sind.

Wie sehen denn Familien-Rollenspiele aus, an denen Jungen im KiGa beteiligt sind?
Der Junge spielt entweder den Vater oder den Hund, wobei der Hund noch die attraktivere Rolle darstellt und zwar aus folgendem Grund:
Wer das Spiel beobachtet kann feststellen dass der Junge als "Mann" nach dem Essen auf Arbeit geht - er verschwindet also aus der Puppenecke.
Nach 5 min wird es ihm natürlich zu langweilig, kommt zu rück und sagt:
"Hallo, ich bin wieder zu Hause!"
Während es zu Hause aber noch allerhand zu tun gibt und nach 5 min der Tag noch nicht vorbei ist antworten die Mädchen: "Nein, noch nicht, es ist noch nicht Abend!" Eine sehr frustrierende Rolle für Jungs.
Das ist es wass sie über Vater-sein Wissen. Er geht morgens auf die Arbeit und kommt Abends wieder zurück.
Selbst wenn die Kinder den Arbeitsprozess in das Spiel integrieren würden, könnte der Junge nicht ewig spielen als sei er auf Arbeit.
Das Spielen der Familiensituation steht immer im Vordergrund, wobei die Jungen als Mann, immer eine kurzgebundene Rolle einnehmen müssen.
Daher findet der Weschel zum Wachhund oder ähnliches relativ schnell statt.
Es lohnt sich zu Beobachten! :D

@Susi:
Das ist eigentlich eher meine fachliche Meinung, die sich aus all den Informationen die ich darüber gesammelt habe herausgebildet hat, wenn es um den historischen Hintergrund geht.
Ich persönlich bin für Vaterschaftsurlaub, Männer in der Erziehung, etc. sollte Dir ja bekannt sein. :D
Oder was meinst Du konrekt?

Viele Grüße,
Björn
 
A
Anonymous
Gast
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #6
Vom Thema Duplo im Kiga des Pädagogikforums abgetrennt und hierher verschoben.
In das erste Posting habe ich einiges zum Verständnis aus dem anderen Thema kopiert ...
 
A
Anonymous
Gast
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #7
was heißt "vater-sein" für männer? ein, in meinem leben, ganz ktuelles thema. bei mir tickt die biologische uhr. mein inneres sagt mir: ich will schwanger sein und gebähren. mein freund hingegen hat derartige gefühle nicht - seinen körper betrifft es in diesem sinne ja auch nicht, also auch nicht seine körerpliche natur. er hat ganz vernünftige gedanken. er möchte warten, bis sich seine finazielle situation so weit stabilisiert hat dass er sagen kann, er kann eine familie ernähren.

ob es manche gut oder schlecht finden, ich halte es auch für sehr richtig, dass die anlagen mann=jäger und ernährer im mann drin stecken, und dass es schwer ist dies über den haufen zu werfen, ebenso, wie es für frau schwer nicht ihrer natur zu folgen und babys zur welt zu bringen.

"vater-sein" und "mutter-sein" sind von natur aus völlig verschiedene dinge! so seh ich das!

trotzdem bin ich nicht für die klassische rollenverteilung "frau hintern herd" und "mann schafft das geld ran". die gradwanderung zwischen natur und emanzipation oder modernem rollenverständnis ist schwierig - für mann und frau!
 
M
Monster-Mama
Ich habe mich eingelebt!
Registriert seit
29. Oktober 2004
Beiträge
79
Zustimmungen
0
Alter
45
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #8
Hallo,
hmmm, schwieriges Thema! Wie ein Junge die Vaterrolle begreift, hängt ja maßgeblich davon ab, wie er es zu Hause erlebt. Mein Sohn kennt die Rollenverteilung arbeitende Mutter - Vater mit 400€-Job genauso wie die aktuelle klassische Rollenverteilung, Vollzeit arbeitender Papa - Mama zu Hause.
Und wahrscheinlich kehrt sich das in 7 Monaten wieder um und ich gehe arbeiten und GG nimmt Erziehungszeit. Und mein Mann macht genausogut die Hausarbeit wie ich. Wobei natürlich jeder seien Vorlieben und Abneigungen hat.
Vielleicht ist mein Sohn ja nicht ganz normal, aber er spielt einerseits mit selbstgebauten Waffen und andererseits veranstaltet er mit seiner Schwester Puppen-Tee-Partys, verkleidet sich als prinzessin, lackiert sich die Nägel und schminkt sich. -Und das darf er auch! Oder ich bin nicht normal, weil ich ihm das erlaube und keine Angst habe, er könnte homosexuell werden dadurch. ;-)

@Bolli: mein Mann hatte ganz große Angst vor der Verantwortung vor dem 1. Kind. Er dachte, die wird dann Tag und Nacht wie ein Felsbrocken auf ihm lasten und ihm ständig die Angst im Nacken sitzen, wie er das alles schaffen soll, während ich einfach nur einen riesengroßen Kinderwunsch hatte und dachte, es wird sich schon alles finden. (o.k., ich hatte den Vorteil, daß ich meine jüngste Schwester mitaufgezogen habe, wie ein eigenes Kind, ich war da nicht ganz unerfahren)
Jetzt bekommen wir ungeplant das 3. und er sieht es völlig locker, freut sich sogar noch mehr als bei den anderen beiden, da er zum ersten Mal alles mitbekommen wird und nicht 14 Stunden /Tag außer Haus ist!

LG,
Monster-Mama
 
K
Krabbelkaefer
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
5. Januar 2003
Beiträge
1.586
Zustimmungen
0
Alter
42
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #9
*hüstel* Ich hab das mit dem Gender irgendwie anders verstanden als Mädchen auf ihre zukünftige Rolle als Hausfrau und Mutter vor zu bereiten.
Zum Rollenspiel: Was ist eigentlich verkehrt daran, mit den Kindern im Rollenspiel zu überlegen was der Vater tagsüber zu Hause machen kann. Gerüchteweiser soll es Väter geben die Urlaub haben ...
*mussmichjetztmalgeradeumKäfer-undBesucherkindkümmern* Später mehr
Martina
 
A
Anonymous
Gast
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #10
Ich bin ganz der Meinung von Krabbelkäfer.
Hier eine Internet-Definition von Gender, Mainstreaming, Gender-Mainstreaming:

Gender
kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern.
Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar.

Mainstreaming
(englisch für "Hauptstrom") bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.

Gender Mainstreaming
bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.


Es kann ja wohl nicht angehen, dass Männer sich aus der Verantwortung ziehen, indem sie sagen,

Zitat von Björn:
Frauen werden Mütter, Männer nicht!
Daher ist es logisch dass Mädchen bereits im Kindesalter spielerisch diese Rolle erkunden.
Männer sind die ursprünglichen Jäger&Sammler, die für die Ernährung zuständig waren und Konflikte ausgetragen haben, wenn es eine Bedrohung ausserhalb der Familie oder des Stammes gegeben hat.
Hallo? Ist denn ein Mann nicht dazu in der Lage, Babys auf den Arm zu nehmen, zu wickeln, Grenzen zu setzen? Solch eine Einstellung finde ich überaus armseelig! Gott sei Dank kenne ich genügend Männer, die durchaus in der Lage sind, in ihrer Familie die Rolle des Elternteils zu teilen oder zu übernehmen.

Unser Rollenverständnis ist antrainiert und erlernt. Menschen, die diesen Sachverhalt akzeptieren und zu ihrem Vorteil einsetzen, sind anderen meilenweit voraus.

LG
Ela
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
36
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #11
Abend,

es scheint sich hier wohl um ein ausserordentliches Missverständis zu handeln.
Ich selbst schließe gerade die Ausbildung zum Erzieher ab und überlege grundlegend wie Männer mehr in die Verantwortung der Kindererziehung einbezogen werden können und werde mit einem Satz zitiert, der behauptet dass ich mich damit aus einer Verantwortung ziehe?

Vielleicht mal etwas Grundlegendes zu meiner Themenauseinandersetzung.
Ich weiß ja nicht wie andere das Handhaben, aber bei mir sieht es folgendermaßen aus:

Wenn ich mich mit einem Thema langfristig auseinandersetzte, verharre ich nicht auf einer Position. Je länger ich mich mit einem Thema beschäftige, um so mehr Sichtweißen, Thesen und Informationen kann ich dazu finden und sammeln.
Diese Inforamtionen beeinflussen mich und geben mir neue Gedankenanstöße und Anregungen, so dass ich versuche jede Sichtweiße zu verstehen.
Das tue ich, indem ich mich bewußt mit ihr Auseinandersetzte.
Letztendlich möchte ich damit eine eigene Meinung zu dem Thema bilden.

Wenn ich also etwas schreibe, dann spiegelt diese Aussage meine momentane Überlegung(en) dar und nicht meine feste, endgültige Meinung.

In der letzten Zeit habe ich mehrere Studien und Sichtweißen gelesen und gesehen die sich konzentriert um die genetischen Bedingungen gedreht haben.
Vielleicht ist es daher Verständlich, wenn ich Geschlecht und spezifische Verhaltensweißen momentan verbinde und sie im Kontext betrachte.

Es würde also daher eine gewisse Differenz zwischen meiner Berufswahl und den Vorwürfen von Verantwortungsrückzug stehen.

Vielleicht habe ich das auch Missverstanden und es sollte eine allgemeine Aussagen sein, die Männer betrifft.
Allerdings wurde ich direkt zitiert, daher meine Reaktion. ;)


Bei einem derzeitigen Forschungsstand, in dem Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass Verhaltensweißen und Charakterzüge Genetisch vererbar und beinflußbar sind (siehe: Psychologie Heute Compact Heft 11 "Abenteuer Erziehung") , bin ich nicht der Überzeugung das ein Rollenverständnis rein antrainiert ist.

Diese Diskussion soll auch nicht dazu beitragen, mangelndes Interesse und Verantwortung an der Kindererziehung seitens der Männer zu entschuldigen.
Ganz im Gegenteil: Wenn wir uns der Antwort nähern können, was und wie genau Rollenverhalten beeinflußt wird, können wir konkret daran Arbeiten festgefahrene Klischees zu durchbrechen.
Neben der individuellen Ansicht, spielt zusätzlich auch die allgemein politische eine Rolle. Wäre es einem Herrn Schröder oder einer Frau Ulla Schmidt ein Anliegen, Klischees zu durchbrechen, würden diese Verantwortlichen Strukturen verändern um z.B. die Kindererziehung für Männer attraktiver zu gestalten und die Erziehung von Kindern auch demensprechend zu Entlohnen und Anzuerkennen.

Dabei möchte ich es ersteinmal belassen.
Guten Abend.
Björn
 
J
Justine
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
21. September 2004
Beiträge
5.798
Zustimmungen
1
Bundesland
Bayern
Geschlecht
Weiblich
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #12
(Der Beitrag ist aber irgendwie kein so gutes Beispiel für "aktives zuhören"..)

Emanzipation ( lat. emancipare einen Sklaven oder erwachsenen Sohn aus dem mancipium -das ist die feierliche Eigentumserwerbung durch Handauflegen- in die Selbstständigkeit entlassen)

Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebung und aus dem Akt des Gewährens von Selbständigkeit wurde eine Aktion der Selbstbefreiung, die politische und gesellschaftliche Dimensionen gewann. Darüber hinaus ist Emanzipation die jedem Individuum innewohnende Fähigkeit zur Kritik paternalistischer Strukturen. Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist die Freiheit .
Englisch emancipation
Definition In der Umgangssprache versteht man unter Emanzipation die Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit im Sinne von Verselbstständigung. In diesem Sinne hat sich der Begriff Emanzipation besonders in der Frauenbewegung etabliert.
In der Fachsprache der Sozialarbeit/Sozialpädagogik hat der Begriff Emanzipation eine doppelte Bedeutung: Einerseits ist damit die Befreiung unterdrückter, benachteiligter und unselbstständiger Personen und Gruppen gemeint. Andererseits bezeichnet er den pädagogisch unterstützten Entwicklungsprozess junger Menschen zur Selbstständigkeit.
Wieso wird eigentlich Emanzipation immer nur in Bezug auf Frauen gesehen?!? Ist ja schon ein Modewort geworden.. Ich persönlich finds furchtbar muss ich zugeben..


@Björn

Bei einem derzeitigen Forschungsstand, in dem Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass Verhaltensweißen und Charakterzüge Genetisch vererbar und beinflußbar sind (siehe: Psychologie Heute Compact Heft 11 "Abenteuer Erziehung") , bin ich nicht der Überzeugung das ein Rollenverständnis rein antrainiert ist.
Diese Meinung teile ich übrigens, obwohl ich eine Frau bin.. Wie ich schonmal geschrieben habe, ich denke dies hält sich ziemlich die Waage, wobei ich schon dazu tendieren, dass ich dem "antrainieren" (, wie du es nennst,) mehr Gewicht zu schreibe.. Ich erlebe es ja leider auch täglich..

Mutter/Vater zum Kind, Junge: Komm gehe raus, du brauchst die Bewegung. Ja, Fußball ist dein Lieblingsspiel, oder!? Ja, Jungs müssen sich auch mal dreckig machen (dürfen)...etc etc etc...!

Mutter/Vater zum Kind, Mädchen: Turn doch nicht so rum. Pass auf dein Kleid auf. Mädchen spielen kein Fußball. Jetzt ist es zu spät/kalt zum raus gehen. Sei vorsichtig, nicht so hoch/steil (oder ähnliches) (klettern)...


-> Ist natürlich teilweise schon überspitzt ausgedrückt, aber es spiegelt (leider) meine bisherigen Erfahrung (viel zu oft, für meinen Geschmack,) wieder!


Die Frage ist für mich nun nach dem Aspekt Jungen- und Mädchenarbeit!? Ich denke trotz allem, dass es wichtig ist, dass die einzelnen Geschlechter mal unterschiedliche Angebote bekommen. Um unter sich sein zu dürfen, nicht um "noch größere Unterschiede zu schaffen".. Aber ich persönlich mag nicht die Sorte von Angebote, in denen es heißt "Jungentag: Fußball" - "Mädchentag - Tanzen" (oder so)...

Na ja.. ist jetzt ein wenig konfus, aber ich werd mir beim nächsten Beitrag noch mehr Mühe geben :jaja: , bin irgendwie ziemlich müde heute. Also bitte auch die ganzen Fehler übersehen :roll: ...
 
B
Björn
Ich liebe das Forenleben!
Registriert seit
1. Februar 2003
Beiträge
1.508
Zustimmungen
0
Alter
36
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #13
Kein Problem Justine. ;)
Danke für die schnelle Antwort.

Super dass Du dass gerade angesprochen hast.
Und damit möchte ich nocheinmal den Finger in die Wunde legen.

Auf jeden Fall sollte es geschlechtsübergreifende Angebote für M. u. J. geben.
Ausgleichend halte ich es für wichtig Raum für geschlechtsspezifische Interessen zu geben.

Das arbeiten in homogenen Gruppen hat nicht nur in der Schulpädagogik, sondern auch bei meinen eigenen Erfahrungen gezeigt dass vor allem die Jungen dann dazu bereit sind sich kritisch mit der eigenen Rolle auseinanderzusetzen.

Wenn Du daran interessiert bist schicke ich Dir gerne Exemplarisch zwei Dokumentationen zu einem Projekt, dass ich in einer KiTa durchgeführt habe.

Viele Grüße,
Björn
 
J
Justine
Ich bin eine Forenlegende!
Registriert seit
21. September 2004
Beiträge
5.798
Zustimmungen
1
Bundesland
Bayern
Geschlecht
Weiblich
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #14
Komisch, trotz unterschiedlichem Geschlechtes sind wir uns sogar bei dem Thema einigermaßen einig, sowas ;-)..

Ja, sehr gerne! Würde mich wirklich freuen!

[schild=4 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=0]! Schon jetzt: DANKE ! [/schild]
 
A
Anonymous
Gast
Rollenverständnis Jungen/Mädchen Beitrag #15
Hallo Björn,
wenn es dir nicht zu viele Umstände macht, könntest du mir auch ein Exemplar mailen?

Das Thema interessiert mich nämlich schon

mfg
crea
 
ANGEBOTE & SPONSOREN
http://www.kinder.dehttps://www.babyforum.de
Oben