Spielzeug von daheim

    Diskutiere Spielzeug von daheim im Brennpunkt/News & Gewinnspiele Forum im Bereich Ganz aktuell; Hallo zusammen, in meiner bisherigen Praxis habe ich verschiedene Handhabungen zum Thema "mitgebrachtes Spielzeug" erlebt. Manches war sinnig -...
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Anonymous
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Spielzeug von daheim Beitrag #1
Hallo zusammen,

in meiner bisherigen Praxis habe ich verschiedene Handhabungen zum Thema "mitgebrachtes Spielzeug" erlebt. Manches war sinnig - manches war weniger sinnvoll ...

Wie ist es bei euch geregelt? Und warum? Was, wenn Eltern oder Kind die Regel brechen?

Bin auf eure Antworten gespannt :clown:
 
N
Nox
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Spielzeug von daheim Beitrag #2
Hey!
Na, dann mach ich doch ma den Anfang.. *g*

Also in einer Einrichtungen, in der ich war, gab es alle 2 Wochen einen "Spielzeug- Nachmittag", da durften die Kids eigenes Spielzeug mitbringen , um es den andern zu zeigen und mit ihnen damit zu spielen... die Kinder haben es gern angenommen.
Meist war es so, dass sie eine Puppe von daheim mitgebracht haben, oder ein Kuscheltier, mit dem sie in der Puppenecke gespielt haben... meist haben sich die Kids abgesprochen und Rollenspiel inszeniert... wenn die Kinder jedoch irgendwelches "Kampf- Spielzeug" wie z.B. eine Pistole oder einen Power- Ranger oder etwas ähnliches mitgebracht ahben, haben wir die Kinder darauf aufmerksam gemahct, so etwas nicht gegen andere Kinder einzusetzen, sonst dürften sie es das nächste mal nicht wieder mitbringen... ich mein, ok, jedes Kind spielt mal mit so einen Süpielzeug und setzt sich damit auseinander, aber ich finde es nicht gut, "Aggressionen" zu unterstützen oder es zu erlauben...

Nun, wenn die Kinder mal außer der Zeit eigenes Spielzeug mitgebarcht haben, haben wir die Eltern darauf angesprochen und sie gebeten, darauf zu achten, dass es nicht zur Gewohnheit wird....!!! "Na ja, .... hat sich einfach nicht davon abbringen lassen, sonst wollte er/sie gar nicht gekommen..." ::?: 8)
Die Kinder durften es zwar dann mit in die Gruppe bringen, es seinen Freunden zeigen und eine Weile damit spielen, doch dann musste es wieder in die Tasche oder ins Fach gelegt werden, damit sich andere nicht benachteiligt oder "übergangen" fühlen!!

Nun ja...generell finde ich es nicht schlimm, doch wenn man es immer durchgehen lässt, wird es nachher zur Gewohnheit und alle Kinder würden es machen...Dafür sind extra die Spielzeug- Nachmittage gedacht, damit alle Kinder die Chance haben und sich nicht benachteiligt fühlen, da es doch viele Eltern gibt, die das akzeptiert und darauf geachtet haben...

In meiner letzen Einrichtung, der ich war, haben oft die Kleinen Kinder (1-3 Jahre)n ihre Kuscheltiere mitgebracht, die sie zum schlafen mitnehmen durften...da sie so besser einschlafen konnten und ein Stück "zu Hause" bei sich hatten...

Bye
:hase:
 
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Britti
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Spielzeug von daheim Beitrag #3
Bei uns in der Einrichtung dürfen die Kinder ihre Spielsachen mitbringen.
Vorher erklären wir aber den Eltern und dem Kind, daß das Kind veatnwortlich für sein Spielzeug ist.
Sollte es etwa verloren oder kaputt gehen, ist es nicht die Sache von uns Erzieherinnen.
 
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Krabbelkaefer
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Spielzeug von daheim Beitrag #4
Bei Frederike ist es so, dass jeden Freitag "Spielzeugtag" ist. Sie macht oft schon tagelang vorher Pläne, was sie gerne mitnehmen möchte. Soweit ich das mitbekomme, sollte immer nur ein Spielzeug dann mit in die Gruppe.
Hm, so begeistert die Frederike ist - ganz unproblematisch ist diese Regelung wohl nicht ... Ob es daran liegt, dass viele Dreijährige in der Gruppe sind weiss ich nicht.

Soweit von mir als Elternteil ;)
Martina
 
A
Anonymous
Gast
Spielzeug von daheim Beitrag #5
in meiner gruppe gibt es keine regelung für spielsachen. die kinder bringen mit und es wird individuell entschieden. laute spielsachen dürfen z.b. nicht im gruppenraum gespielt werden (feuerwehrauto mit sirene) mit der begründung, dass es zu laut ist. wenn es streit gibt wegen der spielsachen oder wenn kein richtiges spiel zustande kommt bzw. angeleitet werden kann dann komen sie weg.

meistens klappt es ganz gut, manchmal wünschte ich mir eine andere regelung. gerade weil die kinder in unserer gruppe schwierigkeiten haben selbst in ein spiel zu finden. andererseits sehen wir erzieherinnen so auch mal, was die kinder zu hause für spielsachen haben und wie sie damit auch umgehen und spielen. ich bin oft genug schockiert, was für spielsachen die kids zu hause haben ... (kaputt, plastikfiguren von mc donalds, hauptsächlich vorgefertigtes plastikspielzeug mit eindeutiger funktion).
 
S
Sigrid
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Spielzeug von daheim Beitrag #6
Hallo,

bei uns gibt es einmal im Monat ( meistens Freitag ) einen Spielzeugtag !
Ausserhalb bieten wir dann noch nach den Festtagen einen Tag an, damit die Kinder
zeigen können, was sie bekommen haben, aber auch nur ein Teil !

Es klappt ganz gut und die Kits halten sich meistens an die Regel !
Wir handhaben es so, weil die Kits lernen sollen, das sie wirklich nur ein Teil mitnehmen und selbst dafür aufpassen sollen, das wir uns auf keine Diskussionen einlassen, ausserhalb dieser Regelung ( da ja das Kigaspielzeug zur Verfügung steht ) das sie auch sehen sollen, das andere Kinder nichts oder nur bescheidene Sachen haben und auch damit zufrieden sind oder eben halt raurig sind, weil sie nun die einzigen sind die nichts mitgebracht haben !!


Lieben Gruß
Sigrid
 
B
Bernie
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Spielzeug von daheim Beitrag #7
kritisch!

Hallo!

Also ich möchte unterscheiden, was mitgebracht wird! Für mich macht es einen Unterschied ob es ein Buch, ein Spiel, ein Stofftier oder ein ferngesteuertes Auto, jogijo (wie man das auch immer schreibt) Karten, Plastikgestalten,... sind!

Ansonsten bin ich eher dagegen! In meinem letzten Praxiskindergarten hatten die Kinder andauert irgendetwas mit - mit der Zeit ist das nervig! Dann gibts wieder Streiterein, die Hälfte bleibt liegen und mache Spielsache will ich einfach nicht in meiner Gruppe haben auf Grund von Verletzungsgefahr, nervig (Geräuschquelle), extremer Platzbedarf (ferngesteuerte Autos) oder einfach für mich päd. nicht vertretbar (jogijo...)

Auch von einem sog. Spielzeugtag halte ich nichts!

Ich denke im Kindergarten gibt es genug Spielzeug! Im Sommer/Ferienbetrieb hönnte ich mir aber vorstellen in dieser Hinsicht 'lockerer' zu sein!

Was ich aber ok finde, wenn ein Kind für die Schlafenszeit oder für den Ruhebereich einen Kuschelpolster oder Stofftier mit hat!

LG
 
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Björn
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Spielzeug von daheim Beitrag #8
Hi,

Bernie Du schilderst den Umgang mit den Spielmaterialien im Kindergarten.
Anscheinend hat es in der Einrichtung, von der Du berichtet hast, zu wenig Gespräche über Regeln und Konsequenzen gegeben.
Klare Regeln, geben jedem einzelnen einen Rahmen wie sie sich Verhalten sollen und in allen Einrichtungen habe ich den Spielzeugtag immer in guter Erinnerung.

Ich möchte Dir auch widersprechen wenn es um den generellen Umgang mit mitgebrachten Spielmaterial geht.
Sie es aber nicht als persönliche Kritik. ;)

Wer Kindern verbietet Spielzeug mitzubringen, oder sie in der Wahl des mitgebrachten Spielmaterial beeinflusst, z.B. durch Einschränkungen schränkt sich in seiner eigenen pädagogischen Arbeit ein.
Wenn Kinder Spielmaterial mitbringen, damit im KiGa spielen und davon erzählen bringen sie auch ein Stück ihrer Lebenswelt mit.
Sie geben uns die Möglichkeit in ihre Welt und in ihre Ansichten reinzuschauen und geben ihnen die Möglichkeit sich mitzuteilen.
So können wir das Kind besser verstehen: seine Bedürfnisse, Wünsche, Ängste, Ziele und Kompetenzen.

Es ist faszinierend wie schnell der Richterliche Hammer fällt, Stop-Schilder aufgestellt werden oder Schranken heruntergelassen werden....aber manchmal ist einem das gar nicht so bewußt.... ;)

Viele Grüße,
Björn
 
B
Bernie
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Spielzeug von daheim Beitrag #9
@ Björn

Zitat von Björn:
Wer Kindern verbietet Spielzeug mitzubringen, oder sie in der Wahl des mitgebrachten Spielmaterial beeinflusst, z.B. durch Einschränkungen schränkt sich in seiner eigenen pädagogischen Arbeit ein.
Wenn Kinder Spielmaterial mitbringen, damit im KiGa spielen und davon erzählen bringen sie auch ein Stück ihrer Lebenswelt mit.
Sie geben uns die Möglichkeit in ihre Welt und in ihre Ansichten reinzuschauen und geben ihnen die Möglichkeit sich mitzuteilen.
So können wir das Kind besser verstehen: seine Bedürfnisse, Wünsche, Ängste, Ziele und Kompetenzen.
Hi Björn!

Nein, nein ich nehm das schon nicht persönlich! Du hoffentlich auch nicht! :)

Nur zu deiner Aussage: "Wer Kindern verbietet Spielzeug mitzubringen, oder sie in der Wahl des mitgebrachten Spielmaterial beeinflusst, z.B. durch Einschränkungen schränkt sich in seiner eigenen pädagogischen Arbeit ein."
da stimm ich dir nicht zu! Ich beeinflusse sie auch wenn das mitgebrachte Spielzeug meinen päd. Vorstellungen widerspricht und ich es tolleriere! Da widerspreche ich mir ganz klar selber!!!!
Natürlich ist das Spielzeug ein Teil der Lebenswelt, aber wenn man es so sieht, brauch ich im KG überhaupt kein Spielzeug mehr (ubertrastisch formuliert :)), dann könnte jedes Kind sein eigenes Spielzeug mitnehmen und der Erhalter spart sich eine Menge Geld! Wäre doch auch vom Kind ausgehenede Päd.!

Meiner Meinung nach ist es auch ein Armutszeugnis auf Grund des mitgebrachten Spielzeuges auf Angst, Empfinden,.. der Kinder rück zu schließen! Das ist meiner Meinung nach nur ein futzi, futzi kleiner Teil! Da gibts bessere Mittel bz. Beobachtungsmöglichkeiten! :)
(ich will dir aber nicht unterstellen, dass du dies alles nur vom mitgebrachtem Spielzeug schließt! :))

Kindergartenzeit ist auch die erste Trennung von den Primärerziehern! D.h. irgendwo müssen Grenzen und Unterschiede erkennbar sein! Meiner Meinung nach ist das mitgebrachte Spielzeug ein Teil, auf den ein Kind auch im Vorschulalter schon für gewisse Stunden verzichten kann!

Was bewirkt nun mitgebrachtes Spielzeug?

* Kinder werden von ihrem Spiel abgelenkt bzw. unterbrochen
* Kinder fühlen sich benachteiligt wenn ihr Spielzeug weniger Aufsehen erregt bzw. es dies nicht hat.
* Freundschaft wird durch Materiel = Spielzeug hergestellt
* unpassendes Spielzeug gefährdet Kinder (verletzungsgefahr)
* ....

LG
 
B
Björn
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Spielzeug von daheim Beitrag #10
Hi Bernie,

über pädagogische Ansichten lässt sich streiten! :D

Das Kinder ihr Spielzeug mitbringen ist doch immer dezent und nicht das Maß der Dinge. Es ist ein "Teil" der Kindergartenarbeit.

Ich möchte hier nicht eine Grundsatzdiskussion führen, sonst kommen wir nicht weiter.
Wie kommst Du nur auf so eine Idee aufgrund des mitgebrachten Spielzeug das gesamte Kind zu analysieren, Bernie ich bitte Dich, darüber brauchen wir doch nun wirklich nicht zu diskutieren! Es ist doch hier jedem klar dass dies ein Teil der Beobachtungen ist. Und die Beobachtungen des verschiedenen Einzelnen ergibt ein Ganzes.

Deine Anregung zum spielzeugfreien Kindergarten möchte ich nochmal unterstreichen. Damit liegst Du gar nicht so falsch,
Viele der Spielmaterialien sollten raus aus dem Kindergarten!

Das Spielmaterial in der pädag. Einrichtung unterscheidet sich doch nur geringfügig von dem aus dem Elternhaus.
Kein Kind verzichtet auf Spielmaterial, es ist immer davon umgeben.
Du meinst die Trennung vom dem Spielmaterial das es zu Hause hat.
Den Sinn, dass es davon getrennt ist möchte ich gerne noch etwas differenzierter Erklärt bekommen, dass finde ich interessant und würde deine Gedanken dazu gerne näher kennenlernen.

Deine erste Erklärung zu dem, was das mitgebr. Spielmaterial bewirkt finde ich aufgrund folgender Begründung unsinnig.
Kinder wählen immer ihr eigenes Spiel, darauf haben wir nur bedingt Einfluß.
Von welchem Spiel werden sie abgelenkt oder unterbrochen?
Dies geschieht doch nur durch das Erzieherverhalten und "über"geregelte Tagesabläufe.
Wenn Du es so so siehst, unterbechen sich die Kinder auch immer gegenseitig in ihrem Spiel. Wie bewertest Du das?

Auch das Kinder sich benachteiligt fühlen ist ein gruppeneigener Prozess.
Das sind soziale Regelungen, Sanktionen und Konsequenzen (positiv und negativ) die die Kinder selbst handhaben. Jedes Kind muss seine eigenen Erfahrungen sammeln und kann nicht immer davor bewahrt werden.

Noch etwas:
Was ist das Grundsätzliche zu beobachtende Verhalten der Kinder!
Bringen Kinder generell kein Spielzeug mit (das würde bedeuten das mitbringen von eigenem Spielmaterial wäre vom Erwachsenen angeregt)
oder bringen Kinder aus eigener Initiative Spielzeug mit um es zu präsentieren, zu zeigen und damit selbst Einfluß auf seine sozialen Kontakte auszuüben.

Dann sind wir auch bei deinem dritten genannten Punkt:
Freundschaften werden im Kindergarten überwiegend aus reinem Eigennutz gebildet und beendet. Kinder sind in diesem Alter sehr rational und egozentrisch. Das ist ein ganz normaler Identitätsentwicklungsprozess. Es werden auch sehr tiefe Freundschaften gebildet, aber wenn ein Junge ein "cooles" Spielzeug dabei hat, dann steigert sich damit nun mal auch seinen soialer Status in der Gruppe, genauso wie ein Junge möglicherweiße von der Gruppe sanktioniert wird, wenn er ein Puppe mitbringt.

Wir sollten diese Prozesse nicht aufgrund der entstehenden Situationen negativ bewerten und sie deswegen ausklammern.
Ganz im Gegenteil: Sie sollten für uns Anlass sein, mit den Kindern darüber ins Gespräch zu kommen, Vorteile abzubauen und Aktzeptanz zu fördern.
Kinder haben ein eigenes Bild von geschlechtlicher Identität und dazugehörigen Rollenmustern (Habitus). Wir sollten Ihnen in erster Linie zuhören um ihren Stand und ihre Position ersteinmal zu erkennen und dann den Kindern neue Wege und Alternativen aufzeigen. Den Rest entscheiden die Kinder selber.
Als positives Rollenvorbild kannst Du entscheidenden Einfluß auf die Gruppe nehmen.
Das beste Vorbild ist doch Aktzeptanz, Respekt und das anerkennen von individuellen Eigenschaften.

..phuu! Jetzt muss ich erstmal meine Gedanken neu sortieren und dass auch mit Hilfe deiner Antwort auf meinen Beitrag!

Viele Grüße,
Björn
 
B
Bernie
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Spielzeug von daheim Beitrag #11
@ Björn 2

Hi!

Puhhh, ich bin der Meinung uns einen Konfronationspunkt heraus zu suchen, es bringt meiner Meinung nach wenig jeden Punkt anzuschneiden und diesen nur oberflächlich zu behandeln! Oder?

Trotzdem mächte ich kurz auf deinen Einwende eingehen!


1, Über pädagogische Ansichten lässt sich streiten!

Dazu sag ich nur GOTT SEI DANK mit 1000 Rufzeichen!!!!


2, Du sagst: Wie kommst Du nur auf so eine Idee aufgrund des mitgebrachten Spielzeug das gesamte Kind zu analysieren, Bernie ich bitte Dich, darüber brauchen wir doch nun wirklich nicht zu diskutieren!

... deshalb habe ich ja geschrieben, ich unterstelle dir das nicht! Aber ich hatte den Eindruck, auch wenn ich dich soweit kenne, dass dieser nicht stimmt in diesem Fall, dass du davon ausgehst! Dies ist meine rein subjektive Meinung - so wie du es formuliert hast!

3, Du sagst: Deine Anregung zum spielzeugfreien Kindergarten möchte ich nochmal unterstreichen. Damit liegst Du gar nicht so falsch,
Viele der Spielmaterialien sollten raus aus dem Kindergarten!

... es geht beim spielzeugfreien KG aber um etwas anderes! Hier nehmen die Kinder auch nicht von zu Hause alles mit! Beim Spielzeugfreien KG geht es um Umweltmaterialen wie Holz, Papier,... als Ersatz für das was man gemeinhin als Spielsachen bezeichnet! Der Vergleich hinkt also! Ich meinte damit, wenn dies für dich so einen große Bedeutung hat, dass sie ihr eigenes Spielzeug mitnehmen sollen ist das ok! Ich möchte es eben nicht aus bekannten Gründen!

4, Das Spielmaterial in der pädag. Einrichtung unterschiedet sich doch nur geringfügig von dem aus dem Elternhaus.

Der Meinung kann ich mich gar nicht anschließen! Im Kg wirst du kein Mc Donalds Radio mit dj ötzi, keine Jogijo Karten oder Supermanfiguren finden - zu Hause allerdings schon!!!! Natürlich erreicht man mit diesen Spielsachen auch einige Lernziele, aber eben nicht alle! Das Thema Gender - welches du anschneidest steht außer Diskussion - stimm dir da auch zu! Aber gerade deshalb finde ich zb. Superman oder Actionman sehr bedenklich! Genau dieses Rollenbild brauchen Buben nicht, ich möchte sogar sagen es schadet ihnen!!! Solche Männer gibt es in Wirklichkeit nicht! Die Genderforschung, mit der ich mich näher beschäftige im Rahmen meiner Diplomprüfung geht in die Richtung "Sorgenkind Buben" - gerade die Vater bzw. Männerrolle in der Erziehung verschwindet und die Erziehung verweiblicht, welches extrem negative Auswirkungen auf Buben hat, wenn die mänl. Autorität fehlt bzw. erst im Alter von 10, 12 Jahren eintritt! Aber nun Stopp damit - entfernst zu weit vom thema . obwohl ich der Meinung bin, dass die Pädagogik nicht abgrenzbar ist....!


5, Kinder wählen immer ihr eigenes Spiel, darauf haben wir nur bedingt Einfluß.

Doch haben wir!! Und zwar in der Auswahl des zur Verfügung gestellten Spielzeugs!


6, Denn Sinn, dass es davon getrennt ist möchte ich gerne noch etwas differenzierter Erklärt bekommen, dass finde ich interessant und würde deine Gedanken dazu gerne näher kennenlernen.

Liegt für mich auch auf der Hand! Kinder müssen wie du sagst mit Abnabelung und Trennung klar kommen - früher oder später! Ich weiß nicht wie ich es genauer erklären soll oder kann. Aber für mich ist Trennung ein wesentlicher Aspekt, der unumgänglich ist und der Umgang damit gelernt werden muss! Trennung sollte aber behutsam sein und nicht von heute auf morgen (ich gehe von der Übungsphase aus - nicht von Themen wie Tod - um das Argument der plötzlichen Trennung vorwegzunehmen!)


7, Von welchem Spiel werden sie abgelenkt oder unterbrochen?
Dies geschieht doch nur durch das Erzieherverhalten und "über"geregelte Tagesabläufe.

Nein, eben nicht! Mein Erzieherverhalten hat damit wenig zu tun - ich kann zwar Kindern Tipps und sie motivieren aber nicht zwingen! Und ich würde nie auf die Idee kommen ein Kind z.b. aus dem Vater Mutter Kind Spiel zu reißen nur weil ich will, dass es mir jetzt hilft oder dies und jenes machen soll. Hingegen wenn ein Kind ein Spielzeug z.B. ferngesteuertes Auto mit hat und dies im Gruppenraum rumfetzt, wird sich das Vater Mutter Kind Spiel baldigst auflösen nur weil ein Kind sein Auto präsentiert - logisch - Ablenkung ist zu groß! Wenn ich ein Angebot setze möchte ich auch nicht andauert gestört werden, würde mich genauso stören! Das Kind mit dem Auto alleine in den Ganz zu setzen wäre weder für das Kind zielführen noch 'pädagogisch' wertvoll!!!

8, Auch das Kinder sich benachteiligt fühlen ist ein gruppeneigener Prozess.

Natürlich! Aber ich muss dies nicht noch künstlich herbei führen durch Spielzeug! Verzichten lernen oder warten müssen sind wichtige Prozesse die ich auch anders erreichen kann! Im tägl. Kindergartenalltag z. B. - warten müssen beim Teller abwaschen, bei der Jause,....
Auch hier finde ich, dass dieses Lernziel, welches du formulierst nicht unbedingt mit diesem Mittel erreicht werden kann!

9, Bringen Kinder generell kein Spielzeug mit (das würde bedeuten das mitbringen von eigenem Spielmaterial wäre vom Erwachsenen angeregt)
oder bringen Kinder aus eigener Initiative Spielzeug mit um es zu präsentieren, zu zeigen und damit selbst Einfluß auf seine sozialen Kontakte auszuüben.

Also wo du das her hast, möchte ich gerne wissen! Kann ich nicht bestätigen und glaube ich auch nicht! Ich kenne keine Mutter oder Vater die/der dem Kind einredet Spielzeug mitzunehemen! Sicher nicht, das geht zu 100% von den Kinder aus! Selbst wenn ich zurück denke, hätte ich am liebsten, wenn wir wo auf Besuch waren einen Koffer voller Spielsachen mitgenommen! Im Gegenteil - die Eltern bremsen das eher!!!

Gerade diese Formulierung "generell kein Spielzeug" möchte ich mich distanzieren und auf Grund der Methode der Falssifikation kann diese Aussage meinen Meinung nach nur falsch sein! - ich würde aber auch andere bitte, dazu Stellung zu nehmen, bzw. ihre Erfahrungen zu diesem Punkt! Ich würde dich lieber Björn, bitten diese Farge mit einem Extrathema zu behandeln!? Oder abstimmen lassen!

10, die genderproblematik - siehe oben! :)

Puh, das wars erst mals! :)

LG

PS: Sorry für Fehler!
 
B
Björn
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Spielzeug von daheim Beitrag #12
Hi Bernie,

teilweise treffen sich unsere Meinungen sehr gut, andererseits gehen sie auseinander. Deutlich wird allerdings dass wir ein Kommunikationsproblem haben. Du gehst teilweise auf meine Aussagen ein, dass es sichtbar wird dass Du sie aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtest als wie ich es geschrieben habe.

Ich hoffe dass wir uns durch unsere Diskussion noch auf einer Ebene treffen können und diese finden, sonst wird sich unsere Diskussion in Luft auflösen.
Die beste Alternative wäre dann noch ein Telefonat, da hätten wir wohl mehr Chancen uns besser zu verstehen.

Unsere Kommunikationsproblem wird bei deinem dritten Punkt sehr deutlich.
Wenn ich von dem Projekt: Spielzeugfreier Kindergarten spreche, spreche ich nur von diesem. Es gab für mich keine Verknüpfung zu dem Thema das wir gerade diskutieren. Ich wollte nur sagen dass ich es besser finde wenn generell Spielmaterialien aus dem KiGa verschwinden, unabhängig davon, ob Kinder nun Spielzeug von zu Hause mitbringen und ob das gut opder schlecht ist, alles klar?!

Deswegen möchte ich auch gar nichtz darauf eingehen was Du dazu geschrieben hast, weil es eine unnötige Verbindung war.

zu viertens:
Hach Bernie, genau das habe ich mir gedacht dass Du das schreibst, als ich vorhin getippt hatte, ich habe bereits damit gerechnet.
Werfen wir einen groben Blick in den Gruppenraum:
Bilderbücher, Konstruktionsmaterial: z.B. Lego, Brettspiele und Tischspiele: z.B. HalliGalli, Puppen und Puppenmaterialien, Bauklötzer, Plastiktiere (Dinos, Bauernhof,...), ...

Und nun der Blick ins Kinderzimmer:
Bilderbücher, Konstruktionsmaterial: z.B. Lego, Duplo, Playmobil, Brettspiele und Tischspiele: z.B. HalliGalli, Puppen und Puppenmaterialien, Bauklötzer, Plastiktiere (Dinos, Bauernhof,...), ...ich rede hier von nachweisbaren Beispielen, also von denen aus meinen Erfahrungen.
Ausserdem finden wir im Kinderzimmer auch jede Menge davon was Du beschreibst, also auch Bionicle, Actionfiguren, GameBoy, etc..

Abgesehen von diesen, unterschiedet sich aber die Grundausstattung nicht von der aus dem KiGa. Ich finde es eingleisig nur dem Spielmaterial aus dem KiGa didaktischen und pädagogischen Wert zu geben. Das ist nicht richtig. Wenn wir uns einzelne Spielmaterialen ansehen, können wir den pädagogischen, didaktischen Wert erkennen und genauso dessen Einschränkungen.

Zu fünftens:
Hier sollten wir die Frage stellen ob das überhaupt richtig ist Einfluß auszuüben.
Damit, dass wir bereits Spielmaterial bereit legen, schränken wir bereits ein und zwingen die Kinder sich an die Umwelt anzupassen, anstatt dass wir ihnen die Möglichkeit bieten diese selbst zu gestalten.

Zu sechstens:
Hierzu möchte ich mich nicht weiter äußern.
Meines Erachtens mist Du dem Abnablungsprozess von "eigenem" Spielmaterial zu viel Bedeutung zu. (siehe Punkt 4)

Zu siebtens:
Hier wird wieder unsere verschiedenen Beispiele und "Wirklichkeitskonstrukte" sichtbar. Du hattest das Auto im Kopf, ich nicht, da Du es nicht bereits vorher geschildert hattest. Somit konnte ich dass in deinem vorherigen Beitrag nicht nachvollziehen.
So kann ich es und ich kann mit Dir überbeinstimmen.
Ich kenne jedoch keine Einrichtung, die es erlaubt ferngesteuertes Spielmaterial im Gruppenraum fahren zu lassen.
Das Du die Ablenkung und Unterbrechung vom Spiel durch das Erzieherverhalten und Tagesabläufe vollkommen abstreitest schockiert mich.
Dass Du dies aber nur auf dein persönliches Erzieherverhalten abstimmst wird aus deiner Schilderung ganz klar deutlich.
Ich finde es auch sehr positiv dass Du da so konsequent sein möchtest und bist. :D
Leider sieht es in der Praxis doch meist anders aus und ich habe bereits einige Einrichtungen gesehen.

Punkt acht zeigt nochmals deutlich unsere Kommunikationskonflikt:
Ich rede vom "Freilassen" des Kindes, von eigener Kompetenz, (Entscheidungs-)Fahigkeiten und Du überziehst meine Aussage als künstliche Herbeiführung.
Da weiß ich nicht wass ich dazu sagen soll....

Du verbindest meine pädagogischen Ansichten auch mit deinen.
Du redest oft von "zielgerichtetem Arbeiten","Erziehungsmitteln" und Lernzielen" . Das sind Dinge, die für mich weniger von Bedeutung sind, da sie das Kind oft einschränken und zu sehr lenken, also zu sehr "erziehen".

Ich beteilige mich lieber an Entwicklungsprozessen als Begleiter, versuche die Lebenswelt der Kinder zu verstehen und möchte durch Partizipation erreichen das Kinder ihre eigene Umwelt beeinflussen und als Gruppe für tagesablauf, Themen und Regeln zuständig sind.

Ich habe mich nach deiner Äußerung zu Punkt neun gefragt wie Du meine Beiträge liest. Meinen inhaltichen Schwerpunkt hast Du vollkommen umgedreht. Ich versuche es einfach erneut.
Ich wollte Dir eigentlich versuchen zu verdeutlichen dass Kinder dazu motiviert sind Spielmaterial in den Kindergarten mitzunehmen, genauso wie Du es geschildert hattest.
Was ich Dir damit verdeutlichen wollte war folgendes:
Wenn Kinder sich selbst dazu entscheiden Spielmaterial mit in den Kindergarten zu nehmen werden sie dafür Gründe haben.
Den Kindern ihr Bedürfnis verbieten ein gewünschtes Spielmaterial mitzunehmen wäre also eine Einschränkung und Eingriff der sich gegen das Bedürfniss des Kindes richtet, oder siehst Du das anders?


Wir sind damit also immer noch beim Thema:"mitgebrachtes Spielzeug".
Also kein neues Thema. :p

Grüße,
Björn
 
J
Jim Panse
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Spielzeug von daheim Beitrag #13
hui, das geschreibe von benrie und björn artet ja regelrecht aus *lach*

hatte nu keine zeit, das alles durchzulesen, deshalb schreibe ich lediglich erstmal auf, wie es bei uns läuft...

freitags ist unser spielzeugtag. an diesem tag in der woche haben die kinder die offizielle erlaubnis ein spielzeug von zu hause mitzubringen. an diesem tag werden dann auch oft die extravaganten und großen spielzeuge mitgebracht, wie zb kinderwagen und große spielfiguren. leider kommt es tagtäglich vor, dass einzelne kinder spielzeug von zu hause mitbringen und dass nicht, weil sie es aufgrund von furcht, angst etc brauchen (--> kuscheltier), sondern einfach so aus spaß. die eltern werden zum kigajahrbeginn immer darauf aufmerksam gemacht, dass der spielzeugtag nur freitags ist. trotzdem missachten es unzählig viele eltern, ohne an die auswirkungen zu denken. wenn sich ein kind/elternteil nicht an die regel hält, ist klar, dass ein stein ins rollen gebracht wird, der die folge hat, dass viele viele kinder sich gegen diese regel stellen und sie missachten."aber der durfte ja auch..."

wir waren vor einigen wochen schon am überlegen, ob wir nicht noch mal einen aushang machen, dass die eltern sich auch bitte daran halten sollen..
mein vorschlag war: "aufgrund des häufigen regelverstoßes der eltern bezüglich der regel des mitbringen von spielzeug, wird der spielzeugtag für zwei wochen ausgesetzt. (bei missachtung müssen die verurteilten elternteile 1 packet kaffee beim praktikanten abgeben *lach*)... haben uns dann aber doch dagegen entschieden, es allerdings vermekrt, es zu beginn des nächsten kigajahres deutlicher zu erwähnen.

über den sinn von spielzeugtagen lässt sich ja streiten bzw diskutieren (siehe bernie, björn). es gibt allerdings bei jeder regel positive und negative seiten. klar kann es sein, dass sich ein kind schlecht fühlt, weil das spielzeug eines anderen mehr beachtung bekommt. andererseits ist es für die kinder immer wieder eine sensation ihre spielzeuge den mitarbeitern und anderen kindern zeigen zu können. oft entstehen daraus auch automatisch spielideen und spielgruppen.

ok, hab nu doch gerade eben alles gelesen und muss mich gerade mal auf die "seite von björn" schlagen, sprich, ich stimme ihm zu.
bin am überlegen, ob ich das noch groß kommentieren muss.. ich denke nicht....
 
B
Bernie
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Spielzeug von daheim Beitrag #14
Hi!

Um eins vorweg zu nehmen, ich will nicht auf einen Konsens kommen - geht gar nicht! Es hat jeder seine eigene Pädagogik die allein verantworten muss! Ich hab meine Bernie-Pädagogik und du deine Björn - Pädagogik! :)

Ich möchte auch das falsch und richtig ausklammern, meiner Meinung gibt es das in der Pädagogik nicht, solange man seine Antwort pädagoisch begründen kann! Also beißt sie die Katze in den Schwanz! :)


"Hier sollten wir die Frage stellen ob das überhaupt richtig ist Einfluß auszuüben."
hierbei handelt es sich um ein pädagogisches Problem! Und der Satz man kann nicht nicht erziehen, drift die Aussage auf dem Punkt! Sobald wir anwesend sind lenken wir!
Natürlich ist selbst gestaltetet Spieleumwelt besser für das Kind, aber dazu fällt mir der Satz eines Grundschülers ein, veröffentlicht auf einer Internetseite "Muss ich wieder das machen was ich will!" Dieser Satz hat bei mir die Alarmglocken läuten lassen! Kinder wollen und meiner Meinung nach brauchen eine Lenkung! Ganz ohne Lenkung gehts nicht! Man vergleiche, wenn man diese Diskussin über Teenager führen würde ob sie lenkung brauchen, schreit jeder - aber Kleinkinder bekommen (fast) einen Freibrief die Welt selbst zu eroben und ja nicht eingreifen weil es ja das Kind irgendwie beeinflussen könnte und einschrenkt!? Dieser Trend bildet sich in der Pädagogik immer stärker aus. Ich bin daher der Meinung das eine Lenkung wichtig ist und Grenzen gezogen werden müssen!

Das Du die Ablenkung und Unterbrechung vom Spiel durch das Erzieherverhalten und Tagesabläufe vollkommen abstreitest schockiert mich.

.. ich glaube mir mit abgeschlossener Praxisausbildung zuzumuten, dass ich kennen ob ein Kind gerade im Spiel ist oder sich orientiert! Dafür haben wir die Kindbeobachtung und Wahrnehmung oftmals geübt und trainiert. Soviel dazu...

Du redest oft von "zielgerichtetem Arbeiten","Erziehungsmitteln" und Lernzielen" . Das sind Dinge, die für mich weniger von Bedeutung sind, da sie das Kind oft einschränken und zu sehr lenken, also zu sehr "erziehen".
Nachnmals, es gibt kein nicht erziehen und die Zeiten einer absolut antiautoritären Erziehung sind vorbei! Wenn ich dich richtig verstehe, ist dir Selbsständigkeit wichtig - ist mir auch aber - auch diese will gelernt sein!
Ziele sind das wichtigste überhaupt! Man bedenke ohne Ziel gibt es keinen Weg! Das End - Ziel ist immer ganz oben (vgl Eisbergmodell, TZI,...) Ich bin der Meinung zeile sollten HELFEN und Orientierung bieten!!

Jetzt mal eine Frage an dich? Wie willst du erziehen ohne Ziele wenn sie einschränken!? Nicht jedes Ziel schränkt ein!!!!

"Ich beteilige mich lieber an Entwicklungsprozessen als Begleiter, versuche die Lebenswelt der Kinder zu verstehen und möchte durch Partizipation erreichen das Kinder ihre eigene Umwelt beeinflussen und als Gruppe für tagesablauf, Themen und Regeln zuständig sind." .. auch das sind ZIELE!!! lehnst du diese also auch ab!?

Den Kindern ihr Bedürfnis verbieten ein gewünschtes Spielmaterial mitzunehmen wäre also eine Einschränkung und Eingriff der sich gegen das Bedürfniss des Kindes richtet, oder siehst Du das anders?
Jein, wie oben beschreiben! Meiner Meinung nach ist es nötig Kinder auch einmal einzuschrenken! Im Moment hab ich das Gefühl, auch wenn ich mich jetzt wiederhole - im Kindergarten soll alles vom Kind ausgehen und ja nicht eingreifen... natürlich sind das wichtieg Erfahrungen, aber Kinder baruchen Grenzen und diese muss man setzen können. Das man darüber diskutieren sollte mit allen Beteiligten ist klar - sofern es die geistige Entwicklung möglich macht. Manche Grenzen kann ich mit Kindern nicht diskutieren weil sie es eben noch nicht verstehen können auf Grund ihrer Entwicklung!
Weil du verbieten so betonst - ich halte wenig vom verbieten - ich halte viel vom Dialog bzw. erkläre dem Kind warum ich das nicht in der Gruppe will! Bis jetzt gabs mit meinen Kindern noch nie ein Problem damit bzw. wenn ich als Praktikant nicht in der Lage dazu war, habe ich kein Problem dem Kind mit zuteilen "Ich mag das nicht!" Ich denke mir sollte das selbe Nein zustehen wie einem Kind!

"Bedürfnisse des Kinder" ist ok - ist wichtig! Aber welches Bedürfniss steckt wirklich hinter einem Spielzeug!? In den seltesten Fällen ist es das Spielzeug an sich! Das sollten wir uns bewusst werden! Spielzeug ist nur ein Mittel bzw. der Ausdruck eines Bedürfnisses und Mittel sind austauschbar! .... :)


allgemein @ björn:

was mir bei dir auffällt ist, dass ich das gefühl habem dass du mich versuchst zu überzeugen, dies haben viele versucht und bisher keiner hat geschafft! Ich habe nicht den Eindruck, dass ich werte - ich steh zu meiner Meinung und sage sie auch und versuche sie zu begründen - aber ich spreche immer von mir, was ich denke, meine Empfindungen....! Ich versuche auch nicht deine Aussagen zu überziehen, ich habe es so verstanden! (vgl 4 Ohrenmodell - eine Aussage - vier Wirkungsmöglichkeiten!)
Ich weiß auch bzw. glaube zu wissen, dass wir die selben Ziele haben, aber der Weg ist ein anderer! ... und das ist auch gut so! Um den Kreis zu schleißen - das ist meine Pädagogik, die nur für mich Gültigkeit haben braucht und musst! Jedoch sollte man offen für Veränderung sein und verändern heißt lernen, zuhören, auseinadersetzen,... dafür bin ich jeder kritsichen Stimme dankbar! :)

Was ich allerdings verletzend finde ist dies als Streitgespräch zu deuten! Es ist kein Streit es sind zwei Style, wo der eine dies für richtig hält der andere jenes - und nochmals das ist gut so! Jeder Mensch ist anders! "Uniformierte Menschen" können kein Ziel der Erziehung sein!

Tut mir leid @all, dass ich abweche von der Thematik, aber ich finde diese obere Ebene dieses Themas für sehr wichtig!

Soweit ein Einblich in die Berniepädagogik! ;-)

Bernie
 
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Björn
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Spielzeug von daheim Beitrag #15
Amnd Bernie,

wir sind bereits mehreremale zu einem Konsens gekommen Bernie. ;)

Ich möchte auch das falsch und richtig ausklammern, meiner Meinung gibt es das in der Pädagogik nicht, solange man seine Antwort pädagoisch begründen kann! Also beißt sie die Katze in den Schwanz! :)
Also ich denke dass man viel Falsch und das man auch alles begründen kann.
Wer gibt schon gerne zu dass er Falsch handelt. Die meisten machen sich dies ja nicht einmal bewusst.

Sobald wir anwesend sind lenken wir!
Zustimmung! :D
Dennoch gibt es zwei verschiedene Lenkungsmöglichkeiten:
Ich kann bewußt Lenken und unbewußt Lenken.
Meine Diskussionsanregung war aber darauf aus, ob es sinnvoll ist "bewußt" zu lenken.

Dieser Trend bildet sich in der Pädagogik immer stärker aus. Ich bin daher der Meinung das eine Lenkung wichtig ist und Grenzen gezogen werden müssen!
Die Aussage des Grundschüler deutet ganz klar auf eine Überforderung hin, jedoch bezweifle ich dass diese Aussage sich auf die Mehrheit der Kinder übertragen lässt.
Du deutest diese pädagogische Sicht auch als "Trend", was m.E. nach einer negative Bewertung klingt.
Du stimmst mit dieser nicht überein, daher bist Du für die gegensätzliche Ansicht.

Die Arbeit an Partizipationsprozessen für Kinder und Jugendliche läuft seit über 20 Jahren und noch immer sind nur geringe Ziele erreicht.
Es müssen Grenzen gezogen werden um Kinder vor Gefahren zu schützen, aber auch das nur in geringen Fällen.
Wer einem Kind nicht zutraut Gefahren richtig einzuschätzen, traut ihm keine Lebenskompetenz zu.

Ich bin der überzeugung das Kinder sehr viele Kompetenzen haben, diese aber aufgrund (ich drücke es jetzt mal etwas drastisch aus:) Unterdrückung nicht zeigen können oder diese nicht beachtet werden.
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen des Max-Plank-Institutes (Frankfurt / Leipzig) zeigen ganz deutlich dass Kinder vom Säuglings- bis zum Kindergartenalter (in dieser Altersspanne hat die Untersuchung stattgefunden) physikalisches, geometrisches und mathematisches Grundwissen besitzen.
Noch viel weiter können wir die Kompetenzliste der Kinder weiterführen.

Aufgrund der übermäßigen Einschränkungen bin ich davon überzeugt das Kindern viele Kompetenzen genommen werden (verlernt werden) die sie dann später unter schweren Bedingungen wieder-erlernen sollen. (Reggio-Pädagogik: 100 Sprachen hat das Kind. 99 werden ihm genommen.)
Beobachten wir die Kinder, finden wir ihre Kompetenzen heraus und trauen ihnen auch mehr zu können wir sie da abholen wo sie wirklich stehen.

.. ich glaube mir mit abgeschlossener Praxisausbildung zuzumuten, dass ich kennen ob ein Kind gerade im Spiel ist oder sich orientiert! Dafür haben wir die Kindbeobachtung und Wahrnehmung oftmals geübt und trainiert. Soviel dazu...
Das war doch nicht persönlich gemeint. 8)
Entweder läuft bei Euch die Arbeit im Kindergarten anders ab, was ich aber aufgrund der sehr ähnlichen Rahmenbedingungen bezweifle oder wir haben unterschiedliche Wahrnehmungen.
Schon allein die Gruppengröße ist ein Hinderniss für die Kinder sich wirklich auf ein Spiel richtig einzulassen. Ich bin der Überzeugung dass sich da noch viel mehr rausholen lässt, als es bisher der Fall ist.

Nachnmals, es gibt kein nicht erziehen und die Zeiten einer absolut antiautoritären Erziehung sind vorbei! Wenn ich dich richtig verstehe, ist dir Selbsständigkeit wichtig - ist mir auch aber - auch diese will gelernt sein!
...soll dass einfach mal nur so nebenbei eine Provokation sein, oder schreibst Du hier unüberlegt? Solange ich nicht selbst von Antiautoritärter Erziehung schreibe, lasse ich mir das nicht in den Mund legen oder gehe die Gefahr ein dass Leser hier flasche Eindrücke gewinnen. Nur aus diesem Grund reagiere ich jetzt etwas scharf, Bernie.
Ich denke niemand vertritt hier noch Ansichten zur Antiautoritären Ansichten.
Es geht um Partizipation - um Mitbestimmung.
Mitbestimmung heißt auch dass es einen höheren Ansprechpartner und eine Verantwwortungsperson gibt. Diese Position wird natürlich von dem Erwachsenen eingenommen.
Dass eine schließt das andere solange nicht aus, bis es deutlich erwähnt wird.

Deine Einstellung zu Zielen kann ich nur bestätigen. Dass sehe ich genauso. :D
Jedoch bin ich der Meinung dass die Kinder ihre eigenen Ziele bilden.
Ziele die von mir ausgehen, finden eher unterschwellig statt.
Es sei denn ich führe ein Angebot oder Projekt durch indem ich ein Ziel verfolge.
Diese Nahziele sind jedoch auf zB. kognitiv messbare Werte orientiert , also was die Kinder aus dem Angebot mitnehmen und wiedergeben können.

Die Meta-Kognition sollte bei Kinder auch in ihrer eigenen Zielorientierung gefördert werden. Sprechen wir mit Kindern über Ziele, sollten sie auch selbst begründen können warum sie dieses Ziel verfolgen und was einem dabei auf dem Weg zu diesem Ziel hinderlich oder förderlich sein kann.

In der Ausbildung bekommt man überwiegend gelehert dass Ziele eher von dem Erzieher ausgehen und gestaltet werden.
Die Barriere zwischen zielgerichtetem Lenken, um Kinder auf unsere Gellschaft vorzubereiten oder sie dadurch event. zu Marionetten zu machen, ist sehr dünn.

Abgesehen davon, das Kinder Grenzen und Richtlinien zur Orientierung brauchen - findest Du nicht auch dass Kinder zu sehr manipuliert werden, in ihrem eigenem Handeln und Denken eingeschränkt werden?
(Vielleicht sollten wir dazu ein neues Thema eröffenen! ;) )

Jein, wie oben beschreiben! Meiner Meinung nach ist es nötig Kinder auch einmal einzuschrenken! Im Moment hab ich das Gefühl, auch wenn ich mich jetzt wiederhole - im Kindergarten soll alles vom Kind ausgehen und ja nicht eingreifen...
Hast Du eine solche Erfahrung bereits gesammelt?
Weißt Du was passiert - welche Phasen die Kinder durchschreiten wenn Sie mal wirklich von den Erwachsenen abgelöst, Entscheidungen treffen und sich Organisieren?
Das ist keine rethorische Frage. Ich bin wirklich daran interssiert ob Du dazu praktische Erfahrungen sammeln konntest.

Manche Grenzen kann ich mit Kindern nicht diskutieren weil sie es eben noch nicht verstehen können auf Grund ihrer Entwicklung!
Ein Beispiel bitte!


Ich denke mir sollte das selbe Nein zustehen wie einem Kind!
Na klar! Sonst betrügst Du dich ja selbst.

was mir bei dir auffällt ist, dass ich das gefühl habem dass du mich versuchst zu überzeugen, dies haben viele versucht und bisher keiner hat geschafft!
Jeder versucht seine Meinung gut an Mann zu bekommen und zu "verkaufen"! :D
Ich sehe es jedoch ehrr als das Anbieten meiner Gedanken und Ansichten.
Ich stehe immer im Diskurs zu meinem Gegenüber, d.h. ich finde immer wieder Ansichten die mich überzeugen und mich von meiner Meinung zurücktreten lassen.
Kritikbereitsschaft und Kritifähigkeit sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit (zumindestens sollten sie das sein!)

Ich habe nicht den Eindruck, dass ich werte - ich steh zu meiner Meinung und sage sie auch und versuche sie zu begründen - aber ich spreche immer von mir, was ich denke, meine Empfindungen....!
...aber bist Du auch bereits von deiner Meinung abzuweichen?
Ich will dass nicht auf unsere Diskussion beziehen, sondern Dich nur anregen Dich dass selbst zu Fragen.
Mir persönlich ist dies eine lange Zeit sehr schwer gefallen... :floet:

Jedoch sollte man offen für Veränderung sein und verändern heißt lernen, zuhören, auseinadersetzen,... dafür bin ich jeder kritsichen Stimme dankbar! :)
Das sollte man.
Gerade diesen Weg, meiner jetzigen pädagogischen Ansicht den ich schildere, habe ich mir nun nach langer Arbeit und Erfahrungen erschlossen. Neue Erfahrungen und Zeit werden mir neue Wege aufzeigen.

Vielen Dank für deine Kritiken und Stellungnahmen.
Es ist sehr angenehm und anregend mit Dir zu diskutieren.

Viele Grüße,
Björn
 
B
Bernie
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Spielzeug von daheim Beitrag #16
Hallo Björn!

Zuerst einmal eine Einladung an ALLE! Schön langsam habe ich das Gefühl das Wochenthema ist nur für uns zwei! Ich vermiss, die Meinung anderer!!!

Ich möchte aber wieder die Kurze zum Thema "Mitgebrachtes Spielzeug" kratzen, da wir - von mir auch irgendwie gewünscht auf die höhere pädagogische Ebene gekommen sind!

Nach kurzer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen, die Sache mit Björn selbst weiterzu dirkutieren, da die Diskussion eigentlich nichts/wenig mehr mit diesem vorgegebenen Thema zu tun hat!
:)

Deshalb würde ich euch bitten zu diesem Thema Stellung zu nehmen, mich würde es freuen, wenn ihr dieses Thema auch kritisch seht so wie ich!?
Mich würden eure Argumente pro und kontra interessieren!

Wenn ich mir mal kurz das Recht der Moderation ausleihen darf! ;-) @ Susi

LG
bernie
 
B
Björn
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Spielzeug von daheim Beitrag #17
Hi Bernie,

ich habe nun icht ganz verstanden ob Du die Diskussion mit mir beenden willst.
Eine vollkommene Einschränkung halte ich nicht für richtig, auch wenn sich der Inhalt der Diskussion verlagert hat.
Es hat sich aus der Diskussion ganz klar ein Schwerpunkt herausgebildet der für uns beide sehr wichtig zu diskutieren war. Dafür sollte Platz sein.

Über weitere Anregungen würde ich mich jedoch auch freuen!

Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
Björn
 
M
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Spielzeug von daheim Beitrag #18
so:

also, bei uns ist jeden montag spielzug tag!
die kinder wissen genau, nach den zwei freien tagen darf man spielzeug mitbringen es klappt bis auf ein paar mütter :lol: sehr gut!
wir haben eine mutter, die denkt ihr kind muss immer was dabei haben! und kommt ohne nicht klar!
spielzeug was sonst dabei ist, bleibt am gaderoben platz! und es bleibt meist auch wirklich da ... die kinder kommen gut ohne ihrem eigenen zeug zurecht!

montag´s haben wir sogar kinder, die alles auf ihrem platz lassen, weil es könnte ja kaputt gehen :lol:

regeln sind:
nur ein spielzeug
beim morgen oder stuhlkreis kommt es auf´s regal oder in den schrank
wenn nicht mehr damit gespielt wird kommt es auch auf den platz!

ich finde den spielzeugtag gut ... früher haben die kinder viel mehr sachen mitgebracht vorallem die ganze woche ... :clown:

grüsle manu :D
 
A
Anonymous
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Spielzeug von daheim Beitrag #19
Hallo zusammen,

bisher habe ich die Erfahrung gemacht: je mehr Regeln, desto mehr Stress für alle Beteiligten.
Im jetzigen Kiga darf jeder jeden Tag etwas mitbringen. Eigendlich sollte es in das Fach des Kindes passen - tuts aber nicht unbedingt. Es läuft gut, es gibt keinen Streit ...

Mal eine Frage am Rande (was mir aus Björns und Bernies Diskussion ins Auge sticht) : Welches Spielzeug ist denn nicht pädagogisch sinnvoll?
 
B
Bernie
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Spielzeug von daheim Beitrag #20
Zitat von Susi:
Mal eine Frage am Rande (was mir aus Björns und Bernies Diskussion ins Auge sticht) : Welches Spielzeug ist denn nicht pädagogisch sinnvoll?
Hallo!

Gute Frage!? Ich glaub die kann nur jeder für sich selbst beantworten, nach meiner bereits erwähnten Bernie-Pädagogik für mich, die Björn-Pädagogik für Björn,...

.... so hat jeder seine eigenen Vorstellungen!

Obwohl der Begriff an sich eigentlich nicht stimmen kann, wenn ich mal kurz überlege, es ist eigentlich jedes Spielzeug pädag. wertvoll! Jedes Spielzeug hat ein Ziel, aber ob dieses für den Betrachter wertvoll ist kann er nur selbst entscheiden!

Um trotzdem einen für mich gültige Antwort zu geben:

Fastfoodkettenmist - nicht alles aber eniges! z.B. Radio
Plastiksuperactionmänner (alleine auf Grund der Genderproblematik für mich eine Karastrophe!)
Tamagotisch
Jogijo
manchen Computerspiele/programme (aber nicht der PC an sich!)
....

Aber wie gesagt diese Beispiele sind nur nach meinem Empfinden ausgewählt, für andere mögen diese Spielsachen durchaus wertvoll sein!

LG
 
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