therapie für die karriere

    Diskutiere therapie für die karriere im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; [quote]Dürfen oder sollen wir mit Therapien die Ausbildungschancen unserer Kinder verbessern?[/quote] Manfred Döpfner (Psychologe in einem Interview...
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Anonymous
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therapie für die karriere Beitrag #1
Dürfen oder sollen wir mit Therapien die Ausbildungschancen unserer Kinder verbessern?
Manfred Döpfner (Psychologe in einem Interview, veröffentlicht in "Gehirn und Geist" 3/2004

ein normal entwickeltes kind mit leichten symptomen eines adhs geht

a.
auf ein gymnasium, wo es aufgrund der hohen aufforderungen deutliche auffälligkeiten zeigt und daher mit medikamenten (methylphenidat ...) und einer verhaltenstherapie behandelt wird.

b.
auf die realschule, wo es mehr oder weniger symptomfrei und ohne die notwendigkeit einer behandlung seines leichten adhs`s klar kommt.

... ???
 
F
feder
Ich schaue mich noch um!
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therapie für die karriere Beitrag #2
bin ganz klar für b,
wenn er wirklich was drauf hat kann er auch mit dieser Variante ein spitzen leben führen! - ohne Medikamenta! denke blos an die Nebenwirkungen!
 
A
Anonymous
Gast
therapie für die karriere Beitrag #3
ich meine, dass diese frage ganz klar mit der möglichen antwort b. zu beantworten ist. auch wenn man realschulabschluss hat kann man "karriere" machen und/oder das abi danach noch machen. halte ich persönlich sogar für die bessere lösung ... erst reale, dann gymi ...

aber was mir im kopf umhergeisterte war, dass man ja vorher nie weiß ...
 
G
Geli
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therapie für die karriere Beitrag #4
Hallo!
Ich muss nun schon seit du den Beitrag geschrieben hast über das Thema nachdenken.
Klar stimme ich für b)! Schon alleine deshalb, weil es genügend Möglichkeiten gibt, das Abi später zu machen und man auch ohne Abi ein absolut erfülltes Leben führen kann.

Das größte Problem ist hierbei für mich nur, wie diese Tatsache "verkauft", also "an die Eltern gebracht wird".
Einerseits könnte man sich ausdrücken, wie in deinem Posting, andererseits (und das wird womöglich häufiger der Fall sein) könnte man als Eltern z.B. hören: "Ihr Kind hat enormes Potenzial, ist nur leider nicht in der Lage, sich lange genug zu konzentrieren etcpp." Hört sich schon ganz anders an, oder? Bei einer solchen Aussage liegt die Entscheidung, das Kind medikamentös behandeln zu lassen, um ihm die wünschenswert vermeidlich "gute Laufbahn" zu ermöglichen doch sehr nahe.
Schwieriges Thema, was mir auch die Abhängigkeit der Eltern gegenüber Aussagen von Psychologen/Ärzten etc. bewusst macht.

Klar ist, dass alle nur das Beste für ihr Kind wollen. Aber was ist nun "das Beste?"

Nachdenkliche Grüße, Geli
 
A
Anonymous
Gast
therapie für die karriere Beitrag #5
ich kann dieses thema nur sehr schwer fassen.

wenn es um die frage allgemein "medikamente ja oder nein" geht, dann denke ich: wo sie nötig sind ja, aber nur so lange sie nötig sind.
ich kenne einen jungen, bei dem ritalin gerade abgesetzt wurde nach einigen jahren. er hat nun ein ganz anderes verhältnis zu seiner problematik er scheint zum ersten mal zu begreifen, dass er ein problem hat und an sich arbeiten muss.

für mich kommen meine gedanken immer wieder da an: wenn s nicht nötig ist keine medikamente. und dieses verantwortung sollten eltern sehr ernst nehmen und es sich reiflich überlegen. eine therapie alleine ohne medikamente ist was anderes. die kann einen weiter bringen, einem zu etwas verhelfen, einen stärken, einem dinge bewusst werden lassen. medikamente für einen höheren schulabschluss ... es gab doch hier mal ein posting bei über irgendwelche pillen für die intelligenz, oder erinnere ich mich da falsch? hab ich nicht gelesen, werde ich aber jetzt mal tun!
 
J
jensselle
Ich schaue mich noch um!
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therapie für die karriere Beitrag #6
Ich glaube, dass kann man nicht so pauschal beantworten, weil ADHS im Gegensatz zu ADS mit viel extremeren Reaktionen (oft heftigen Aggressionen) verbunden sind. Und ich frage mich, ob diese Reaktionen auf der Realschule weniger ausgelöst werden, da die auslösendenden Reize nicht nur von der schulischen Anforderung, sondern oft durch das zwischenmenschliche Unverständnis der nich Betroffenen kommen können.

Ich glaube, dass die schulischen Anforderungen in diesem Falle eher einen untergeordnete Rolle spielen, da ich weiß, dass viele Betroffene oft überdurchschnittlich intelligent sind.

Jens
 
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