Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben

    Diskutiere Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben im Sorgenkinder Forum im Bereich Elternaustausch; Hallo, ich weiß nicht, ob das jetzt das richtige Unterforum ist, wenn nicht, bitte verschieben :jaja: Also, mein Sohn hat eine (leichte)...
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xxkyra
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #1
Hallo,

ich weiß nicht, ob das jetzt das richtige Unterforum ist, wenn nicht, bitte verschieben :jaja:

Also, mein Sohn hat eine (leichte) Wahrnehmungsstörung, eine sog. sensorische Integrationsstörung, die sich in erster Linie in Angst vor anderen Kindern und Loslösungsproblemen äußert.

Nun geht er seit Herbst einmal die Woche in eine Zwergengruppe - jeweils 2 Stunden.

Die letzten drei Male (vorher war ich immer dabei) bin ich jeweils für eine halbe Stunde weggefahren, aber er schreit wie am Spieß, wenn ich nicht da bin und lässt sich von nichts und niemanden ablenken oder beruhigen.

Wenn ich dabei bin, ist es auch nicht das Gelbe vom Ei - er weicht mir keinen Schritt von der Seite und knüpft auch keine Kontakte (weder mit den Erzieherinnen noch mit anderen Kindern).

Er geht einmal die Woche in die Ergotherapie, dort verhält er sich ganz anders und bleibt auch mal mit wechselnden Praktikantinnen kurz alleine.

Ich habe Angst, dass er mir nie alleine im KiGa bleibt, was könnt ihr mir empfehlen?

Ich tendiere dazu, in aus der Zwergengruppe zu nehmen (zumal die Erzieherinnen auch nicht so gerne mögen, dass ich die ganze Zeit dabei bin) und ihn im Herbst dann täglich in den KiGa zu schicken.

Aber - wie gesagt, was mache ich, wenn er dort auch nicht bleibt?

Ich setze jetzt meine Hoffnung auf euch Fachleute :jaja:

Liebe Grüße
 
A
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Re: Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben
A
Anonymous
Gast
Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #2
ob du es auf dich nehmen willst, bzw. ob du deinem sohn das zutraust, dass er es auf sich nimmt, sich jetzt in eine gruppe einzugewöhnen und im herbst dann in eine neue ... das musst am ende du entscheiden.

ich habe mit einem autistischen jungen die erfahrunge gemacht, dass er die ersten wochen (!) nur geschrieen hat und sich dann aber eingewöhnt hat. die mutter war nei dabei, da dies eine sonderpädagogische einrichtung war und es einfach für die mutter vom anfahrtsweg nicht möglich gewesen wäre ... er hat lange gebraucht, aber er hat sich eingelebt, und es hat sich für ihn gelohnt durch diese schwere zeit durch zu gehen.
vielleicht würde es deinem sohn ähnlich gehen. er braucht eben etwas länger - vielleicht auch viel länger als andere kinder. aber wenn du dann immer dabei bist ist das nicht unbedingt hilfreich.

ob es sich lohnt ihn jetzt einzugewöhnen und im herbst dann in eine andere gruppe ... kommt darauf an
- musst du arbeiten- bist also auf die betreuung angewiesen?
- legst du wert darauf, dass er kontakte zu gleichaltrigen knüpfen lernt und sich mit anderen auseinander setzt?
- ist das kontakte knüpfen anderweitig möglich (eltern-kind-turnen o.ä.)?
- braucht er die förderung in dieser zwergengruppe?
- wie geht die erzieherin in der zwergengruppe mit der stresssituation "dauerschreiendes kind" um? - kommt sie klar mit dem kind, mit der situation ...
- ...
- ...

diese fragen sind fragen, die dir bei der abwägung helfen könnten ...
 
K
karottal
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #3
Hallo!

Wie alt ist denn dein Sohn?

Ich arbeite in einer Krabbelstube und auch bei uns gibt es Kinder, die zum Teil wirklich wochenlang täglich schreien (je nach Vorgeschichte des Kindes)- natürlich nicht den ganzen Tag (sie sind auch dann bis zu max. 3 Stunden bei uns, alleine)...

wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sehr sehr viel bringt, wenn wirklich alles ritualsmäßig geschieht....also wirklich JEDEN Tag zur gleichen Zeit kommen, ...das Verabschieden immer gleich gestalten und jedes Kind hat eine eigene Bezugsperson bei uns, die sie in der Anfangszeit auch sehr brauchen- später kommen sie mit allen klar.

Ist diese Zwergengruppe nur einmal in der Woche? Das ist eine sehr lange Zeit zwischen den Treffen.....immerhin ganze 6 Tage und wenn dein Sohn noch um die drei Jahre ist- ist das eine extrem lange Zeit für Kinder..

Wie ist das mit den anderen Kindern? Gewöhnen sich die schneller ein?
Bei mir in der Arbeit gibts ein Kind, das kommt Freitag und Montag nie- hat also 4 Tage Wochenende- und am Dienstag gibts immer wieder quasi neues Eingewöhnen?

Einen wirklichen Tipp kann ich dir leider auch nicht geben!

Alles Gute!
lg karottal
 
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xxkyra
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #4
Danke für eure Antworten :jaja:

Mein Sohn ist 3 Jahre und 3 Monate alt.

ob es sich lohnt ihn jetzt einzugewöhnen und im herbst dann in eine andere gruppe ... kommt darauf an


- musst du arbeiten- bist also auf die betreuung angewiesen?
Ich arbeite zwar, bin aber auf diese Betreuung nicht angewiesen. Mein Hauptbeweggrund war eigentlich, dass ich dachte, wenn er sich an die Räumlichkeiten und Erzieherinnen sanft gewöhnt, dann fällt ihm der Wechsel im Herbst (auf das tägliche KiGa-Gehen) nicht so schwer, weil es sich um die gleichen Räumlichkeiten, Erzieherinnen handelt.

- legst du wert darauf, dass er kontakte zu gleichaltrigen knüpfen lernt und sich mit anderen auseinander setzt?
- ist das kontakte knüpfen anderweitig möglich (eltern-kind-turnen o.ä.)?
:jaja: - wir gehen jedoch auch in den Musikgarten (auch zwecks Zusammentreffen mit anderen Kindern) und treffen uns ca. einmal die Woche mit anderen Müttern/Kindern.


Ich habe wenig Probleme, ihn jetzt aus dieser Zwergengruppe zu nehmen (was ich vermutlich auch tun werde), aber ich habe eben Angst, dass er sich nie eingewöhnt. Die Frage ist ja auch, wie lange Schreien kann man einem Kind zumuten?

Vielen Dank nochmal für eure Antworten.

Viele Grüße
 
A
Anonymous
Gast
Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #5
Die Frage ist ja auch, wie lange Schreien kann man einem Kind zumuten?
die frage kann man auch andes formulieren: wie lange muss das kind schreien um seine ziele zu erreichen?

das soll jetzt wirklich keine anspielung auf deinen sohn sein - ich kenne deine "geschichte" nicht, und die deines sohnes auch nicht - aber nach meiner erfahrung gewöhnt sich jedes kind irgendwann ein. problem ist: wenn das kind die ersten tage schreit und die mama immer geholt wird um das kind abzuholen oder zu beruhigen, dann lernt das kind, dass es nurlange genug schreien muss um die ama wieder bei sich zu haben.

manche kinder gewöhnen sich schneller ein, manche langsamer. die kinder, mit denen ich gearbeitet habe, die länger gebraucht haben bis sie sich eingewöhnt haben, und lange zeit geschrieben haben, haben wirklich mehrere wochen nur geschrieben. sie lernen aber, dass die fremde umgebung und die fremden leute ihnen nichts böses wollen, und dass die mama/papa auch wieder kommt - dass sie praktisch nicht abgeschoben werden.
das schreien auszuhalten hat sich dann für das kind gelohnt - die interaktion mit den anderen kindern, das "ohne die mama sein" bringt die kinder in ihrer entwicklung schon weiter!
 
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xxkyra
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #6
Puhhh - also nachgegeben haben wir bisher nicht und das habe ich auch nicht vor. Mein Sohn weiß eigentlich, dass er mit Schreien "nichts erreicht".

Ich sage, ich fahre jetzt, dann drehe ich mich um und bin weg - das ziehe ich auch so durch.

Das Problem ist halt, dass er seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt, wenn er schreit - er hört auch nicht auf und kann demzufolge auch keine Kontakte knüpfen.

Er hat Angst vor anderen Kindern - das ist wohl sein größtes Problem.

Nun, ich werde sehen, Fakt ist aber, dass ich nicht mehr sehr lange abwarten werde, denn ich denke, dass man einem Kind auch Schaden zufügen kann, wenn es über so lange Zeit (seit September) schreien lässt - und es ändert sich nichts an der Situation.

Deshalb auch meine Frage hier, ob es Kinder gibt, die sich so gar nicht eingewöhnen - ich halte nämlich nichts davon, einem Kind auf Biegen und Brechen seinen Willen zu brechen.

Viele Grüße
 
A
Anonymous
Gast
Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #7
nein, von willen brechen halte ich auch nichts. neimand hier vermutlich.

seit september schreit er ... das ist natürlich heftig. jedes kind ist anders - eine prognose stellen kann man hier natürlich nicht, und erfahrungen sind natürlich auch immer subjektiv bezogen auf ein kind ... vielleicht liegt es auch einfach an der einrichtung
- ist es zu laut?
- sind es zu viele kinder/menschen auf einmal?
- ist ihm die bezugserzieherin unsympatisch?
- riecht es komisch, anders, besonders?

bei wahrnehmungsgestörten kindern können doch sicher viele, kleine faktoren, die auf die wahrnehmung einfluss haben, störend wirken, verwirrend ... sorry, dass ich dir nicht helfen kann.
 
T
thiebold
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #8
... und wie geht es Euch jetzt?

Liebe xxxkyra,

leider, auch ich kann Dir keinen guten Rat geben. Aber ich habe Deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen, da wir ganz ähnliche Probleme mit meinem Sohn haben. Zwar weint er nicht, aber er dreht auf seine Weise völlig ab, seit er im KiGa ist (Aggressivität sich selbst und anderen gegenüber, massive Schlafstörungen, lautes Brüllen...). Auch bei ihm wurde diese sensorische Integrationsstörung festgestellt, auch er geht jetzt zur Ergotherapie... Aber ich habe ihn inzwischen aus dem KiGa wieder heraus genommen, weil ich finde, dass er dort nicht gut aufgehoben war (große Gruppe, häufig nur eine Erzieherin, die auch schon entsprechend genervt war... ). Ich warte jetzt auf den Herbst, wenn er einen Platz im hiesigen Montessori-Haus bekommt. Das ist zwar eine lange Durststrecke, aber ich sehe keine andere Lösung.
Vielleicht ein kleiner Trost für Dich, dass ich Dir den Zwiespalt gut nachempfinden kann!
LG und viel Kraft wünscht
Karin
 
I
Inèss
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #9
Zitat von xxkyra:
Die letzten drei Male (vorher war ich immer dabei) bin ich jeweils für eine halbe Stunde weggefahren, aber er schreit wie am Spieß, wenn ich nicht da bin und lässt sich von nichts und niemanden ablenken oder beruhigen.
Wie schon vor mir erwähnt würde ich dir empfehlen deinen Sohn hinzubringen, der Erzieherin an die Hand zu geben, dich zu verabschieden und zu gehen. 2 Stunden später kehrst du zurück und holst ihn in der Zwergengruppe wieder ab. So gewöhnt er sich an das Ritual, du gehst aber kehrst auch zurück, und somit schenkst du ihm Sicherheit für jetzt und für später.
lG
Inèss
 
A
Azymuth
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #10
Hallo xxkyra,

vielleicht solltest Du mit der Ergotherapeutin deines Kindes klären, was für eine Wahrnehmungsstörung es hat. Es können verschiedene Sinne betroffen sein, der taktile (Spürsinn der Haut), der vestibuläre ( Gleichgewichtsinn), der propriozeptive (Tiefenwahrnehmung). Die Kinder können entweder zu wenig wahrnehmen oder mit ihren Sinneseindrücken überfordert werden. Dies kann sich auch auf das Verhalten
bsonders in ungewohnten Situationen auswirken. Vielleicht hat sie einen Tipp für Dich. Ansonsten könntest Du mit den Erziehern in der Gruppe reden, ob sie dir einen
Tipp geben, z.B. ein Abschiedsritual einführen oder ähnliches.

:guten tag: azymuth
 
A
Anonymous
Gast
Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #11
Hallöchen,

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache für die Mütter. Wir sind gerade bei diesem Thema. Viele Mütter im Kurs haben Kinder, die bald in den Kindergarten gehen. Viele Frauen im Kurs haben auch genau die gleichen Sorgen wie xxkyra vor paar Jahren hatte. Ich möchte noch paar Sachen zu diesem Thema erwähnen.

Eingewönuhngsstandart bei den Kindern (0,5 - 3 Jahre):


Grundphase - 1. Tag

1. Die behutsame, gemeinsame Annäherung (Mutter-Kind-Erzieherin) wird ermöglicht.
2. In Anwesenheit der Mutter intensiviert sich der Kontakt zwischen päd. Fachkraft und Kind.

Stabilisierungsphase - 2. Tag (in der Regel)


1. Die erste kurze Trennung von der Mutter kann erfolgen.
2. Die Mutter zieht sich in der Tageseinrichtung zurück; ist bei Bedarf sofort da.

Schlussphase - 3. Tag

1. Alle Abschnitte des Alltags werden Schritt für Schritt eingeführt.
2. Die Grundbedürfnisse des Kindes werden beachtet.
3. Ich lasse mich von meiner Bezugsperson trösten“ – die Eingewöhnung ist erfolgreich verlaufen.
4. Das bewusste Abschiednehmen gehört jeden Tag verbindlich dazu.

Ein Übergangsobjekt - 4. bis 10. Tag (in der Regel)

1. ...begleitet hilfreich den täglichen Start.
Eine Puppe, der Schnuller, ein Tuch, ein besonderes Bilderbuch, das Lieblingsauto ...

Empfangen werden - 10. bis 15. Tag (in der Regel)

1. ...jeden Tag in vergleichbarer Weise gibt Sicherheit für das Abschiednehmen vom Vater / von der
Mutter.

Ein Abschiedsritual

1. wie das Winken vom Arm der Bezugserzieherin ist das verlässliche Zeichen „nun bleibe ich da und mein Vater/ meine Mutter geht.

Wickeln in der Eingewöhnung

1. Die Mutter / der Vater wickelt das Kind in Anwesenheit der Bezugserzieherin.
Gewohnheiten können vermittelt werden.
2.Die Bezugserzieherin wickelt das Kind in Anwesenheit der Mutter.
Das Kind bekommt von seiner Mutter / seinem Vater vermittelt, „es ist o.k., dass du von ihr versorgt wirst.“

Das Schlafen in der Eingewöhnung

1. wird von der Mutter unterstützt. Das Kind hat einen festen Schlafplatz und vertraute Gegenstände. Es wird von der Bezugserzieherin und der Mutter ausgeschlafen begrüßt.

2. Die Erziehungspartnerschaft entwickelt sich mit dem Aufnahmegespräch, der
gemeinsam gestalteten Eingewöhnungszeit und der Abschlussreflexion der Eingewöhnung.

Die Erziehungspartnerschaft

1. drückt sich auch im täglichen „Tür-Angel-Kontakt“ aus.


Essen in der Eingewöhnung

1. Die Mutter führt die Erzieherin in die Gewohnheiten des Kindes ein.
2. Das Kind lernt behutsam die Essenssituation in der Tageseinrichtung kennen.
3. Ein gut strukturierter Tagesablauf mit überschaubaren Zeiteinheiten und Ritualen als Zeichen des Übergangs von Tagesabschnitt zu Tagesabschnitt geben Orientierung und damit Sicherheit in der Eingewöhnung.
4. Die ersten eigenen „Geh- und Spielversuche“ in der Gruppe erfolgen in dem vom Kind gewählten Funktionsbereich. Hier fühlt es sich sicher.

Interessante Fachliteratur ist zu empfehlen:


Lothar Grappmann: „Bindungsforschung und Kinder- und Jugendhilfe – Was haben sieeinander zu bieten?“. In: neue Praxis Heft 4, 2001.

Elisabeth C. Gründler: „Eine sichere Basis bilden – Eingewöhnung in der Krippe.“ In: Klein
& Groß, Heft 4, 2005.

Petra Völkl: „Die Erzieherin als Brückenbauerin – das Eingewöhnungmodell – Die ersten
Tage in der Krippe.“ In: Welt des Kindes, Heft 6, 2000.

H.J. Laewen / Beate Andres / Eva Hedervari: “Die ersten Tage - Ein Modell zur
Eingewöhnung in Krippe und Tagespflege.“ Neuwied/Berlin, 4. erweiterte Auflage, 2003.
H.J. Laewen / Beate Andres / Eva Hedervari: “Ohne Eltern geht es nicht -
Die Eingewöhnung von Kindern in Krippen und Tagespflegestellen.“ Neuwied/Berlin,
4.Auflage, 2006.
Renate Niesl / Wilfried Griebel: „Start in den Kindergarten – Grundlagen und Hilfen zum
Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte. München 2000.


Lieben Gruß.
 
A
Anonymous
Gast
Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #12
Uiuiui, da sieht man mal, was man mit der Zeit dazu lernt, welche Erfahrungen einen wie bereichern und wie sich Einstellungen ändern können. Wenn ich vor drei Jahren (!) noch Sätze, wie meine in den oberen Beiträgen verfassten geschrieben habe, so finde ich es heute pädagogisch nicht sehr durchdacht, Kinder so "einzugewöhnen", wie oben beschrieben. Von Eingewöhnung kann ja auch gar nicht die Rede sein. Und von wegen sonderpädagogische Einrichtung und Anfahrtswege für die Mutter zu weit ... Nee, nee, nee, ... :nono: Manchmal wünschte ich mir, alte Beiträge nie wieder lesen zu müssen ... Aber: Sie dokumentieren eine Einstellungsänderung ;-).
 
J
joyse
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #13
Nun, ich werde sehen, Fakt ist aber, dass ich nicht mehr sehr lange abwarten werde, denn ich denke, dass man einem Kind auch Schaden zufügen kann, wenn es über so lange Zeit (seit September) schreien lässt - und es ändert sich nichts an der Situation.

Deshalb auch meine Frage hier, ob es Kinder gibt, die sich so gar nicht eingewöhnen - ich halte nämlich nichts davon, einem Kind auf Biegen und Brechen seinen Willen zu brechen.

Hallo,

das ist ganz meine Meinung.
Viele Einrichtungen kommen von der HAu-Ruck Eingewöhnung ab und verfolgen die sanfte Eingewöhung.
Ein Schritt den ich sehr begrüße.
Ein Kind wochenlang schreien zulassen und dann zu sagen, es hat sich jetzt eingewöhnt- halte ich für sehr vermessen.
Niemand kann in ein Kind reinschauen, was ist wenn es einfach resigniert?

Gerade für ein Kind mit wahrnehmungstörungen ist der Kiga Eintritt ein wahnsinns Schritt- oft mit großer Überfoderung begleitet.
Da die Eindrücke nicht verarbeitet werden können und dann noch ohne Mama.
Ich würde Dir raten, Dein Kind aus der Betreuung zu nehmen.
Im Kiga über die Problematik sprechen und nach einer sanften Eingewöhnung fragen.
Du sitzt im Flur und bist immer für Dein Kind erreichbar, kann sich dann rausziehen, wenn es ihm zuviel wird oder er zu Dir will.
Und das wird er auch tun.
Aber...ohne Druck und ganz behutsam, wird er sich an die Reize gewöhnen und erkennen, das es in der Gruppe viel spannender ist als bei Mama.
Das wird dauern und ist für Erzieher natürlich viel anstrengender, aber für Dein Kind und Eure Bindung ein Segen.

LG Joyse
 
H
Hongxuan
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Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben Beitrag #14
moin

wäre interessant, wie es xxkyra und ihrem Sohn ergangen ist. Die ursprüngliche Anfrage wurde vor 3½ Jahren gestellt - nach einer problematischen Phase von 4 Monaten.

Von wochenlangem Schreien oder Willen brechen war eigentlich auch nie die Rede, sondern, wie es dem Kind ermöglicht werden kann, sich der neuen Situation zu öffnen - vor allem unter der Prämisse der sensorischen Integrationsstörung.

Ausgangslage: 1x/Woche für 2 Stunden in einer Situation ohne Mama
 
A
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Re: Wahrnehmungsgestörtes Kind will nicht im KiGa bleiben
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