Weitergehende Förderung im Kindergarten

    Diskutiere Weitergehende Förderung im Kindergarten im Erziehung und Bildung Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; Hallo liebe Kindergarten-Workshop-User, ich habe im Babyzimmer etwas thematisiert, das mir am Herzen liegt, und zu dem ich auch eure Meinung als...
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Deli
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Weitergehende Förderung im Kindergarten Beitrag #1
Hallo liebe Kindergarten-Workshop-User,

ich habe im Babyzimmer etwas thematisiert, das mir am Herzen liegt, und zu dem ich auch eure Meinung als Erzieher/innen hören möchte.
Daher kopiere ich meinen Beitrag mal hierher.

Liebe Grüße
Deli

--------------------------------schnipp------------------------------------------
Hallo Ihr Lieben

eigentlich ungeeignetes Thema fürs WE, wo so viele nicht da sind.

Mir geht es um die Frage:
was soll und kann der Kindergarten leisten?

Ich sehe den Kindergarten nicht als reine Betreuungs- und Unterhaltungsanstalt an.

Für mich ist das der Ort, in dem mein Kind das Leben in der sozialen Gemeinschaft lernen soll, um sich als Mitglied in eben diese einfügen zu können.
Für sie als Einzelkind ist das besonders wichtig, fehlen ihr doch in der Familie die Gleichaltrigen.

Aber nur diese Komponente genügt mir nicht.
Ich möchte eine weitergehende Förderung.

Zwar unterstellte mir schon die eine oder andere Eislaufmutterdenken, worüber ich aber heute nur noch müde lächel.
Werde ich doch dafür kritisiert, dass ich meinem Kind mehr zutraue als sie den ihren...

Das Thema "Mehr Förderung im KiGa" wird ja nun auch schon in der Politik diskutiert.
Unsere Erzieherinnen sind recht fortschrittlich und sind elterlichen Ideen gegenüber offen.
Allerdings sind die Kinder unserer Gruppe fast alle noch dreijährig, da ist noch nicht so viel zu machen.
Aber schon im Herbst wird sich das ändern, da wird ein Großteil vier und dann kann man ja schon einiges andenken.

Was könnte man machen? (Sprachkurse, Musik, Sport, Computer, Kreativität?!)
Was passiert bei euch?
Wie bringt man das auf den Weg?

Liebe Grüße
Deli
--------------------------------schnipp------------------------------------------
 
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Björn
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Weitergehende Förderung im Kindergarten Beitrag #2
Tach Deli,

mit deinem Anliegen liegst Du komplett richtig und ich war sogar über deine Ausage überrascht, da die Förderung des einzelnen Kindes selbstverständlich im KiGa geben ist und sein sollte.

Im KJHG §22 - §26 ist dies sogar festgeschrieben.

http://www.moses-online.org/Infodienst/ ... kjhg2.htm#§ 22

Der erste Weg um Eltern und die Öffentlichkeit auf die eigenen Förderungsangebote Aufmerksam zu machen, ist das erstellen einer Konzeption, die mittlerweile in vielen KiGa-Einrichtungen zu finden ist.

Das mit dreijähriger weniger getan werden kann halte ich für keine korrekte Aussage.
Sihcerlich spielen und erleben Kinder in diesem Alter anders, aber dann müssen Angebote auch genauso auf sie zugesschnitten sein.
Ich kann Kinder in diesem Alter mit Angeboten nicht erreichen, wenn sie nicht auf diese zugeschnitten sind.

In diesem Alter haben die Kinder mehr Freude und Interesse an den Effekten ihrer Handlung, so dass ihnen dies auch ermöglicht werden sollte.
Also: Bauen und in einer Bauecke und es auch wieder kaputt machen dürfen, Malen mit Wasserfarben (große Blätter (A0; A1) und große Pinsel), Bilderbuchbetrachtungen, Geschichten erzählen, Kekse backen etc..
Vor allem die Bewegung sollte nie zu kurz kommen.
Die Kinder sollten Möglichkeiten haben zu rennen, zu springen zu rutschen, zu Schaukeln usw.
So wichtig wie die Bewegungsphasen sollten auch die Ruhephaen sein.
Die Kinder sollten Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, sich hinzulegen, Ruh ezu haben, zu Schlafen und zu kuscheln.

Ich lasse dies ersteinmal so stehen und schließe damit...
Viele Grüße
Björn
 
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Deli
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Weitergehende Förderung im Kindergarten Beitrag #3
Hallo Björn,

herzlichen Dank für deine Ausführungen :eek:)

Ich werde das Thema im KiGa demnächst zur Sprache bringen.
Die Aussage mit den Dreijährigen war übrigens Auffassung der Eltern, nicht der Erzieherinnen.

Mit unserem KiGa bin ich sehr zufrieden!
Mein Kind hat in den vergangenen Monaten sehr viel über das Verhalten in der Gemeinschaft gelernt, ist viel aufgeschlossener geworden.
Ich denke, das ist ein gutes Ziel für das erste halbe Jahr.

Leider ist unser Außengelände sehr klein.
Daher machen die Erzieherinnen auch schon mal Ausflüge mit den Kindern ins angrenzende Naturschutzgebiet.
Das geht mit so vielen Dreijährigen (ca. 80% der Kinder) nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Ich habe daher auch angeboten mitzugehen, wenn ich da bin (wohne nebenan).
Aber ob das so sinnvoll ist?!
Ob mein Kind dann nicht wieder zu sehr auf mich achtet?!

LG Deli
 
B
Björn
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Weitergehende Förderung im Kindergarten Beitrag #4
Hi Deli,

Bitte Bitte, keine Ursache! :yes:

Finde ich toll dass Du deine Unterstützung für den Kindergarten abietest!
Auf jeden Fall ist es schwierig mit so vielen Kindern in diesem Alter einen Ausflug zu machen, aber mir einer guten Planung und Organisation wird es klappen. ;)

Sicher würde dein Kind mehr auf Dich fixiert sein, aber das halte ich für weniger tragisch.
Auf der einen Seite ist es für dein Kind sicher ein schönes Erlebnis die Mutter mal "im Kindergarten" dabei zu haben.
Und es ist ja auch nicht ständig der Fall dass Du mit im KiGa bist, also ist es doch okay.
Wenn ein Programm stattfindet das von den Erzieherinnen aus geleitet wird, ist es sicher auch sinnvoll das Kind dahin zu führen dass es auch mitmacht, auch wenn die Mutter daneben steht.

Viele Grüße
Björn
 
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