Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen?

    Diskutiere Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? im Integration-Entwicklungsverzögerung-Heilpädagogik Forum im Bereich Pädagogik - Arbeit mit Kindern; [size=5][color=blue]Hallo zusammen, um einen Überblick zu bekommen, wer sich alles gerade für dieses Forum interessiert, ist es schön zu erfahren, wer...
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Anonymous
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #1
Hallo zusammen,

um einen Überblick zu bekommen, wer sich alles gerade für dieses Forum interessiert, ist es schön zu erfahren, wer von euch in was für I-Einrichtungen arbeitet und mit welchen Behinderungen ihr dort konfrontiert werdet. Vielleicht könnt ihr dazu schreiben, was die Arbeit mit Behinderten für euch besonders im Gegensatz zu Kindern einer Regelgruppe ausmacht.

Freue mich von euch zu hören
:clown:
 
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Re: Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen?
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schneeflocke
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #2
Hallo Susi!

Ich bin Heilpädagogin und arbeite in einem integrativen Kindergarten.
Wir haben in diesem Jahr 3 Integrativkinder (7, 6 und 3,5 Jahre alt) in unserer Einrichtung. Zwei von ihnen sind Entwicklungsverzögert und auch Geschwister und das jüngste Kind ist Sprachverzögert.
In diesem Jahr möchte ich eine Psychomotorikgruppe in unserem Kiga eröffnen, wo 4-6 Kinder teilnehmen können.

Gruß Schneeflocke
 
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Petra&Marco
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #3
Hallo Susi,

gehöre eiegntlich nicht hier her...

Ich habe als Intergationshilfe in einem 3-gruppigen Kiga mit veränderten Öffnungszeiten gearbeitet, mit einem 5 jährigen Mädchen, das entwirklungsverzögert, sprachgestört ist.

Mein Vertarg war für ein jahr befristet, das Mädchen hat in der Entwicklung große Schritte gemacht, nun wird sie ab Sept.2003 den Sprachheilkindergarten besuchen wo man nun noch spezieller auf ihre Bedürfnisse eingehen kann.
 
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Schurki
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #4
hallo Susi,
bei uns gibt es immer ein bis zwei Integrationsfälle. Zur Zeit haben wir ein schwerstbehindertes Kind, das nur liegen und sich nicht über Sprache verständigen kann und über Kanüle zusätzlich versorgt wird, allerdings nicht in meiner Gruppe. In der gleichen Gruppe gibt es noch ein anderes Kind mit Behinderung, die aber im Gegensatz zu dem anderen, nicht das "Spielen mit Freunden" beeinträchtigt. In dieser Gruppe gibt es eine Stützpädagogin der Arbeitsstelle für Integration und einen Zivi zusätzlich. Wir haben schon seit Bestehen der Kita immer integrativ gearbeitet, und keine Behinderung war wie die andere. Das ging von "Wahrnehmungsstörung" bis "Rollstuhl". Ich selbst habe 2x behinderte Kinder in meiner Gruppe gehabt. Eines war es zu Beginn noch nicht. Im Urlaub in Ghana gab es einen schweren Autounfall, bei dem die Mutter starb und das Kind eine schwere Behinderung davontrug. Wir haben damals viel Energie reingesteckt, dass das Kind wieder nach Deutschland kam und statt mit Vodoo behandelt zu werden, in einer Rehaklinik behandelt wurde (Wie so oft, sind halt die Familienbedingungen nicht so ganz korrekt gewesen, daher gab es rechtl. Probleme.) Endlich wieder bei uns, war es traurig, ein vormals motorisch und geistig topfittes Kind nun stark verändert zu erleben (auch die Persönlichkeit wurde beeintächtigt) Das hat mich sehr hart getroffen.
Trotzdem, die Integrationsarbeit möcht ich nicht missen. Ich finde, sie gehört dazu. Sie tut allen Kindern gut, macht sie zu sozial-denkenden Menschen. Uns bereichert sie auch, weil wir die Schwierigkeiten des Alltags, die jede Behinderung mit sich bringt, eben auch mal kennenlernen und sie überwinden müssen.
LG Schurki
 
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Anonymous
Gast
Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #5
Hallo zusammen,

ich bin Heilpädagogin und arbeite in einer Integrationsgruppe eines kirchlichen Kindergartens. Diese Gruppe wurde erst im Sommer 2002 eröffnet, so dass wir noch relativ frisch dabei sind.

Zur Zeit haben wir drei sogenannte Integrationskinder in der Gruppe mit den Behinderungsbildern Hydrcephalus, Down-Syndrom und Sprach- und Wahrnehmungsverzögert. Wir hatten auch schon ein Kind mit einer cerebralen Bewegungsstörung und ein Kind mit einer Sprachbehinderung.
Bevor ich in dieser Gruppe gearbeitet habe, war ich in einer Tagesbildungsstätte in der Abschlußstufe tätig.

Für mich ist es vor einem Jahr eine Herausforderung gewesen, eine Integrationsgruppe aufzubauen. Die Arbeit mit den Integrationskindern erlebe ich als noch intensiver. Man kann von diesen Kindern unheimlich viel lernen und "mitnehmen", mich fasziniert es immer wieder, wie sie es schaffen, sich mit ihrem Handycap zu arrangieren.

Liebe Grüße
Svenja
 
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Nordlicht
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #6
hallo zusammen,

momentan befinde ich mich in der ausbildung zur heilpädagogin. zur zeit arbeite ich noch in einem regelkindergarten. aber nach meiner ausbildung werde ich dann den arbeitsplatz wechseln.

gruß nordi
 
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Moni H
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #7
Hallo an Alle,

bin im Moment zwar auch nicht als Erzieherin tätig, habe aber schon in einem Sonder- und in einem integrativen Kindergarten gearbeitet.
Beide Formen haben ihre Vor- und Nachteile. Für manche Kinder ist der geschützte Rahmen, der in der Sondereinrichtung möglich ist, sehr wichtig. Wiederum andere Kinder brauchen ganz stark die Anregungen der nichtbehinderten Kinder.
Der Aufbau der integrativen Gruppe fand ich sehr interessant, da wir in dieser Einrichtung auch immer den Vergleich zu den Regelgruppen hatten (es waren zwei Regel- und zwei integrative Gruppen).
Ich empfand es immer als Bereicherung für die gesamte Gruppe, da die Kinder wirklich voneinander lernen konnten.
Wir hatten verschiedene Behinderungsbilder: Hemiplegie, Hydrocephalus, Verhaltensauffälligkeiten, Tetraplegie, geistige Behinderungen, Autismus, Kinder mit Prothesen, schwerstbehinderte Kinder u.s.w..
Durch die geringere Anzahl der Kinder konnte ich einen intensiveren Kontakt zu allen Kindern aufbauen, als es mir in einer Regeleinrichtung möglich war. Die Arbeit mit den behinderten Kindern fand ich zusätzlich interessant, da es einfach noch ein anderer Aspekt war, der mich forderte.

Viele Grüsse Moni
 
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Anonymous
Gast
Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #8
Hallo zusammen,

ich befinde mich derzeit im dritten Jahr meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin.
Ich arbeite in einer Schule zur individuellen Lebensbewältigung, die von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung besucht wird. Hier werden Kinder von der Lernbhinderung bis zur schwerst körperlichen und geistigen Behinderung aus der Region aufgenommen.

Liebe Grüße
Marion
 
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*katja*
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #9
hallo zusammen!

bin jetzt im zweiten jahr meiner ausbildung.. und wir haben ein integrationskind in der gruppe... sind eine private einrichtung mit 15 kindern, darunter eines (4,5) mit Down-Syndrom! Meiner Meinung nach hat er wirklich großes Glück dass er bei uns in der Einrichtung sein kann, da aufgrund der geringen Kinderzahl und der hohen Mitarbeiterzahl meist sehr gut individuell auf ihn eingegangen werden kann und wir Zeit für ihn haben! Die anderen Kinder kümmern sich um ihn und es kommt eigentlich nur ganz selten vor, dass er aufgrund der "Behinderung" "ausgeschlossen" wird... wobei es auch hier immer zu regeln geht... auch wenn es ab und zu ganz schön anstrengend sein kann ist es wirklich sehr schön für uns, und die Kinder ihn in unserer Gruppe haben zu dürfen!!! :)
 
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katimo
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #10
Hallo!

Ich interessiere mich für dieses Forum besonders, weil ich mein Praktikum in einer integrativen KiTa machen werde. Über die Arbeit kann ich freilich noch nicht sprechen, aber die Frage war ja auch unter anderen, wer sich so für das Forum´interessiert, oder hab ich das nun falsch verstanden?

Ich möchte in der Zukunft mit behinderten Kindern zusammen arbeiten, da ich auch im Alltag viel mit ihnen zu tun habe. Ich finde es wichtig, daß sie nicht ausgegrenzt werden und mit "normalen" Kindern in Kontakt sind - und selbst weitestgehend "normal" behandelt werden.

Mag nun alles naiv klingen... steckt doch viel mehr dahinter als das.
Findet ihr, ich sollte mich aus den meisten Themen noch heraus halten?? :oops:

Grüße!!
 
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Pippin
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #11
@ katimo

halllo katimo,

du bist hier herzlich willkommen, auch wenn du noch keine erfahrung im integrationsbereich für kinder mit behinderungen hast. dieses forum ist eine drehscheibe und dient zum gedanken- und erfahrungsaustausch. fragen können beantwortet werden und sollen auch gestellt werden!

gruß pippin :clown:
 
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katimo
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #12
Hallo Pippin,

danke für die nette Aufnahme! :)

Ich habe mich übrigens dazu entschlossen, schon jetzt (in der zweiten Herbstferienwoche - NRW-) in der KiTa zu arbeiten (Praktikum), um einen ersten Eindruck von allen/allem zu bekommen.
Ich bin letzte Woche auch schon einen Tag lang dort gewesen und weiß nun immerhin, welche Behinderungen ein paar Kinder in der 15köpfigen Gruppe haben. Ein Junge ist gehbehindert, ein Mädchen sehbehindert (kann nur mit Sehhilfe auf einem Auge etwas sehen), ein Mädchen ist stumm, ein weiteres hatte als Baby einen eingeklemmten Nerv in der HWS, was zu spät erkannt wurde und weswegen sie nun erst spät und sehr langsam laufen, sprechen und überhaupt Motorik lernt.

In der Gruppe arbeiten (wenn ich das richtig gesehen habe) eine Heilpädagogin, eine oder zwei Erzieherin (meine Praxisanleiterin und evt. eine andere) und eine Praktikantin (oder eine Erzieherin im Anerkennungsjahr).

Dazu habe ich nun mal eine Frage...
Wie begegne ich den (behinderten) Kindern?? Also, worauf muß ich im Besonderen achten? Was können die anderen von mir erwarten (Verhalten/Leistung/...)?

Wäre superlieb, wenn du oder ein anderer im Forum antworten könnte! ;)

Liebe Grüße!
 
P
Pippin
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #13
moin,
wichtig ist, dass du die kinder von vorn ansprichst und immer sagst, wer du bist. bei dem gehbehinderten kind weniger, aber bei den anderen.
im team kannst du fragen, wie im alltag mit den kindern umgegangen wird , welche vorlieben sie haben, aber auch welche regeln diese kinder befolgen müssen. und was du konktret machen kannst und sollst.du könntest mit den eltern reden, ganz natürlich fragen und ich denke du schaffst den umgang mit den kindern auch ganz natürlich. sie sind kinder, die eben ein wenig anders sind.
mach dir notizen
gruß pippin :clown:
 
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beekeeper
Ich bin neu hier!
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #14
Hallo Susi !
Ich arbeite als Gruppenleitung in einer Integrativen Kindertagesstättengruppe.
In meiner Gruppe sind 10 Tagesstättenkinder ohne Behinderungen und 5 Tagesstättenkinder mit Behinderungen.
Grundsätzlich sind wir verpflichtet jedes Kind mit jeder Art von Behinderung aufzunehmen. Die Schwierigkeit ist, dass im Grunde alle anderen Tagesstättenkinder mindestens genauso viel Aufmerksamkeit benötigen, da viele aus einem schwierigen Hintergrund kommen. Außerdem ist man als Erzieher von 7.30 bis 16.00 mit ununterbrochen in der Gruppe ( mit Außnahme der 30 Min. Pause ) . Es ist sehr schwierig Zeit für die Vor- und Nachbereitung zu finden. Man müßte dafür die Gruppe verlassen. Da es sich um eine I-Gruppe handelt und eine Kindertagesstätte, die der Qualitätssicherung unterliegt, müssen viele Berichte und Dokumentationen geschrieben werden. Ich liebe meine Arbeit sehr. Mich belastet aber der Zeitmangel. Mit mir arbeitet noch eine Erzieherin als Ergänzungskraft, eine Anerkennungspraktikantin und an vier Vormittagen eine Logopädin.
Da ich vorher jahrelang eine Regelgruppe leitete, weiß ich aus Erfahrung, dass man trotzdem, dass man sich diese anspruchsvolle Tätigkeit nur vorstellen kann, wenn man dort selbst einmal tätig war.
Der Spagat zwischen Gruppenarbeit, Zusammenarbeit mit Therapeuten, Elternarbeit, eigene Fortbildung, Berichten schreiben, Förderungen planen und durchführen, Dokumentationen, ist enorm. Ich mag die Vielseitigkeit, Kreativität und den Umgang mit so unterschiedlichen Menschen.... aber ich suche noch nach Wegen, meine Arbeit gut zu bewältigen.
Viele Grüsse
Beekeeper
 
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Amber
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #15
Huhu!

Arbeite als Integrationskraft in einem fünf-gruppigen Kindergarten (125 Kinder). Nur unsere Gruppe arbeitet integrativ. Betreue zwei Kinder zur Zeit, eins hat eine Schallempfindungsschwerhörigkeit und das andere ist Entwicklungsverzögert ( besonders im Sprachlichen Bereich). Seit September 2002 bin ich als Integrationskraft eingestellt, vorher war ich im Annerkennungsjahr. Bin also mit wenig Erfahrung in diesen Bereich reingekommen. Mittlerweile komm ich aber ganz gut zurecht, am anfang wars schon schwierig für mich. Ich hatte keine Ahnung was genau meine Aufgaben sind, wie ich meine Arbeitszeit einteilen soll, welche Erwartungen an mich gestellt werden usw. Dazu kamen viele personelle Wechsel in meiner Gruppe. Jetzt mit neuer Gruppenleitung und Ergänzungskraft in der Gruppe kehrt langsam Ruhe ein und ich bin auch nicht mehr unsicher über mein Arbeitsfeld. Es macht mir viel Spaß mit den Kindern zu arbeiten. :)
 
A
Arne
Ich habe mich eingelebt!
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #16
was schreibt man(n) hier nur rein?

Hallo Susi.

Also in meiner Zeit vor der ITS habe ich in einer I-KiTa gearbeitet.
In meiner Gruppe hatte ich vier Behinderte Kinder. U.a. ADS und eins
Schwerst-Mehrfach-Behindert.
Zu Begin hatte ich damit etwas Probleme da es für mich sehr neu war was sich aber mit der Zeit legte.
Von Seiten der (gesunden) Kinder gab es (selbstverständlich) keine Probleme.
Teilweise stritten sie sogar darum wer den nun das Schwerstbehinderte füttern dürfe .. die Kinder kümmerten sich sehr, sehr liebevoll um ihn und ich war immer sehr gerührt und freute mich zu sehen das dies für die Kinder kein Hinderniss war.

Ich habe aus dieser Zeit auch viele Fotos auf denen dies gut zu erkennen ist.
Bei großen Interesse würde ich evntl. eine kleine Galerie zur betrachtung einrichten.

Liebe Grüße Arne
 
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Moje
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #17
Hi ihr

Ich arbeite als Erzieherin in einer 4-gruppigen offenen Kindertagesstätte.
2 der 4 Gruppen sind integrativ, mit jeweils 4 I-Kindern.

Ich arbeite mit einem Erzieher und einer Heilerziehungspflegerin zusammen, unsere Gruppe ist bis 14 Uhr im Haus.

Wir haben in unserer Gruppe 18 Kinder, davon sind 4 mit Behinderungen.
Ein GB und KB Kind, ein entwicklungsverzögertes Kind (mit Verdacht auf Autismus), ein hörgschädigtes Kind und eins mit einer Sprachbehinderung.

Mir gefällt das arbeiten mit diesen Kind sehr gut, aber wie bereits geschrieben, forden auch die andern 14 die volle Aufmerksamkeit.

Sehr gut gefällt mir, das unsere Heilerziehungspflegerin sich genauso um die 14 Regelkinder kümmert und wir Erzieher uns um die I-Kinder.
Ich kenne Einrichtungen, da wird das klar getrennt, "deine Kinder, unsere Kinder".
Das wäre für mich kein arbeiten.

Auch ist es schön die Kinder im offenen Konzept zu erleben, wie gut sie sich zurechtfinden, wie offen die andern Kinder mit ihnen umgehen.


Moje :)
 
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Anonymous
Gast
Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #18
Ich arbeite in einem Kindergarten, wo in meiner Gruppe eine Einzelintegration durchgeführt wird.
Dieses Kind hat dann 3 Plätze zur verfügung. Das Kind hat seit Geburt einen schweren Nierenschaden, und deswegen ist es für ihn unmöglich feste Nahrung zu sich zu nehmen und ebenso ist für ihn unmöglich seinen Harndrang zu kontrolieren. Für uns bedeutet das, wir müssen ihn täglich zwei mal wickeln, in unserem Gruppenraum steht ein Wecker, der alle 40 Minuten klingelt (wenn er schnupfen, husten o. ä. hat, alle 20 Minuten) müssen wir alles stehen und liegen lassen, und ihm durch eine Magensonde drei Spritzen mit spezieller Milchnahrung geben.
Wenn er einen husten hat, muss man vorsichtig sondieren weil sonst alles wieder erbrochen wird.
Dies beeinflusst unseren tagesablauf sehr, denn egal wo wir hingehen, wir müssen immer unsere Thermoskanne und die spritzen + wecker mitnehmen. Das wäre nicht schlimm, aber immer diese Blicke in der Öffentlichkeit.
Dazu kommt noch, dass zwei mal in der Woche ein Therapeut in den Kindergarten kommt und sich mit ihm beschäftigt. Für uns heisst es an diesen zwei tagen, dass wir uns nicht uneingeschränkt entfalten können (wir können nicht ohne weiteres einen kurzausflug machen oder in den benachbarten Wald). Das Kind ist 5 Jahre alt, und ist aber auf dem seelischen Stand eines 3jährigen. Und das schlimmste daran ist, er hat keine überlebenschance. Und deswegen möchten wir ihm ein "normales" Leben ermöglichen. Auch wenn er den größten Tagesablauf bzw. Kindergartenablauf beeinflusst.
 
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Pippin
Ich bin lebendes Foreninventar!
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Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #19
hallo sonnenschein,
habt ihr kontakt zu den eltern?
viel kraft!
gruß pippin :clown:
 
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Anonymous
Gast
Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen? Beitrag #20
Danke. Die kraft haben wir. Zum glück haben wir eine sehr stabile gruppe, wo ein vierjähriger und der rest sonst nur 5 und 6jährige sind. Aber letztes Jahr, das war die Hölle. Dieses Jahr haben wir noch eine anerkennungspraktikantin da geht schon vieles leichter. Ja mit den Eltern des kindes ist ein sehr guter Kontakt vorhanden und die mutter hat uns damals umarmt, dass wir es möglich gemacht haben, dass er mit der ganzen kindergartengruppe übernachtet hat (denn auch nachts klingelt dieser wecker. Zwar nur alle eineinhalb stunden aber trotzdem. Und er muß zwei mal pro nacht gewickelt werden.) Die Ressonanz von den anderen eltern ist auch total positiv. Und für nächstes Jahr haben wir ein geschwisterkind, welches die glasknochenkrankheit hat. Ich denke aber, dass er nicht in unsere Gruppe kommen wird. Mittlerweile hat sich das schon gut eingespielt, mit der Gruppe. Aber trotzdem vielen dank.
 
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Re: Wer von euch arbeitet in integrativen Einrichtungen?
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