Zusammenarbeit mit Altenheim

    Diskutiere Zusammenarbeit mit Altenheim im Ideenbörse Forum im Bereich Ideenaustausch und Anregungen für die Praxis; Hallo, wäre toll, wenn Ihr mir helfen könntet. Ich hab´mich bereit erklärt, mir Gedanken über eine Zusammenarbeit mit dem Senioren - Wohnstift zu...
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AL
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #1
Hallo,
wäre toll, wenn Ihr mir helfen könntet. Ich hab´mich bereit erklärt, mir Gedanken über eine Zusammenarbeit mit dem Senioren - Wohnstift zu machen, das unserer Einrichtung schräg gegenüber liegt. Bis jetzt gehen wir einmal im Jahr mit den Kindern dahin und singen, aber wir würden das gerne intensiver gestalten. Die Pflegeleitung ist auch dafür und im Juni soll ein Gespräch darüber statt finden, bei dem wir dann unsere Vorschläge machen können.
Die Frage ist jetzt also: Was kann man denn da so machen? Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht oder kennt ein Buch darüber oder hat ´ne gute Idee???
Viele Grüße, Anke.
 
M
Moje
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #2
Hi du

Bei uns war mal ein alter Mann aus dem Altenheim und hat den Kindern Geschichten vorgelesen.

Vielleicht kann man das in ähnlicher Form ja auch im Altenheim machen.


Gruss Moje
 
G
Gerti
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #3
Hallo,

wir gehen einmal im Monat rüber , die Gruppen im Wechsel, mit so 6 - 8 Kindern.
Da nehmen wir Spiele mit oder wir erarbeiten gemeinsam ein Märchen oder wir basteln gemeinsam was mit den Senioren.
Zusätzlich treffen wir uns vor Weihnachten und im Sommer noch zum Singen.
Einmal in der Woche gehen 6 Kinder rüber zum Mittagessen (muss aber bezahlt werden).
Ansonsten werden die Senioren noch zum Sommerfest eingeladen und wir zu ihrem.

Soweit in Kürze. Funktioniert gut und läuft schon über Jahre.

Liebe Grüße

Gerti
 
S
Susi 1
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #4
Also wir gehen seid nunmehr 1,5Jahre regelmäßig einmal die Woche ins Altenheim zu einer Wohngemeinschaft dementer alter Leute. Wir verlegen dorthin unseren Tagesablauf ca.2Stunden. Dass heißt wir machen dort was wir sonst in der Kita machen würden. Morgenkreis, pädagogische Angebote, Geburtstagskreis u.s.w.. Die älteren Leute werden mit einbezogen so weit sie können, wir lassen sie aber auch nur zuschauen, wenn ihnen danach ist. Unsere Kinder gehen sehr gern dorthin. Und wir werden dieses Projekt auch weiterführen. Falls du Fragen hast kannst ja einfach mailen, ich versuche so schnell wie möglich zu antworten.
Gruß Susi
 
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nipo
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #5
Hi!

Ich wäre auch total begeistert von einem Granny-Projekt, aber leider gibt es in der Nähe unseres Kindergartens weit und breit kein Seniorenheim :(
Hab aber eine Freundin, die mal in so einem Kindergarten gearbeitet hat und die haben alles mögliche gemeinsam mit den Pensionisten gemacht - Kuchen gebacken, Lieder gesungen, gebastelt und zwischendurch auch gemeinsame Ausflüge (Tiergarten, Museum, Theater ...)

Ist soviel ich weiß bei Groß und Klein gut angekommen!
Ihr könntet auch ein Projekt "Damals - Heute" machen, wo die alten Menschen viel erzählen, mit den Kindern Spiele herstellen, die es damals gab, alte Puppen mitbringen und mit den Kindern Kleidung herstellen usw. - stell mir das total schön vor!

Viel Spaß dabei!
nipo
 
S
sana
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #6
Unsere Kita arbeitet schon seit einigen Jahren mit dem Altenheim "zusammen". Zuerst sind die Gruppen immer im Wöchentlichen Wechsel einmal in der Woche dorthin gegangen und haben etwas gesungen oder ähnliches. Das war aber uns und den Heimbewohnern sowie auch den Pflegern und Kindern nicht genug. Wir haben gemerkt das die Anwärmphase der beiden Generationen sehr lange dauert und sich nie ein richtiger Kontakt aufbaute.
Jetzt machen wir einmal im viertel Jahr mit ca. 4 Kindern aus jeder Vormittagsgruppe (ca. 20 Kinder) eine Projektwoche. Die Kinder bleiben in der Woche die selben und wir bleiben für 3 Stunden im Altenheim. Unser Programm läuft dabei etwa so ab:
- Begrüßungslied
- Bewegungslieder z.b. Boogie Woogie o.ä.; Bewegungsspiele
:rotfl:
- kleine Pause mit Obst und Getränken
- Freie Phase mit Angeboten z.B. Basteln, Malen, Kneten,
- Abschiedslied; Ausblick auf den nächsten Tag


Dadurch das wir auch Partnerübungen in die Bewegungseinheit einbauen und sie sich auch bei den Bastelangeboten gegenseitig helfen, lernen sich Alt und Jung schnell besser kennen. Die Alten waren motiviert und mit Spaß dabei und freuen sich immer schon auf den nächsten Tag. Auch vom Pflegepersonal haben wir super Rückmeldungen, die waren erstaunt was ihre Bewohner doch noch alles können wenn die Kinder dabei waren, obwohl sie sonst immer sagen sie können das nicht mehr.

Wir haben dazu auch ein kleines Konzept erstellt, das ich jedem bei Bedarf schicken kann.

sana
 
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Britti
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #7
Hallo!
Wir gestelten zusammen mit dem Altenheim Gottesdienste. Die Kinder waren schon im Altenheim und haben gemeinsam mit den Leuten Waffeln gebacken, wir haben auch schon gemeinsam Bingo gespielt, Weihnachtsfiern gestalten wir zusammen. Die alten Leute waren auch schon bei uns im Kiga zu Besuch. Sie haben dort mit den Kindern gespielt und Geschichten vorgelesen. Das ist immer sehr schön.
 
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C@t
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #8
Oh
sowas finde ich voll schön. gerade diese beiden Generationen verstehen sich doch prima, sowas sollte finde ich jeder Kiga machen. Man lernt voneinander auf eine ganz andere Art und Weise. leider gibt es bei uns im Ort auch kein Seniorenheim. letztens haben wir ein Oma Opa Nachmittag gemacht, das war sooooo schön
:jaja:


Wünsche denen die es schon machen, noch ganz viele schöne Stunden zusammen!
Lg
 
E
Emiliy
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #9
Hallo!
Wir haben in unserem Prüfungsprojekt mit 5 Leuten das Thema "Intergenerative Pädagogik" bearbeitet.
Wir haben das Projekt in einer Einrichtung gemacht wo nebenan ein Seniorenwohnheim war.
Eigentlich hat es sehr viel Spaß gemacht nur die Zusammenarbeit zwischen beiden leitungen hat nicht besonders geklappt obwohl sie am Anfang auch begeistert waren.
Die Idee finde ich aber wirklich gut!
Viel Glück und Spaß dabei

LG
Emiliy
 
T
Technofreak
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #10
Hallo an alle :guten tag:

Wir haben mal ganz anders angefangen:

Da heute viele Senioren nicht nur in irgendeiner Weise eingeschränkt, sondern vielmehr ganz schön fit und aktiv sind, haben wir mal den umgekehrten Weg gewählt.
Wir haben nach intensiver Kontaktaufnahme und vielen Gesprächen im Seniorenheim jeweils zwei Senioren in unsere Gruppen eingeladen. Absichten und Inhalte des Besuches wurden vorher ausführlich mit ihnen besprochen ("Kaffeeklatsch" in gemütlicher Runde mit den Erziehern - war ausgesprochen gemütlich und lustig; hat eine tolle Atmosphäre schon zwischen Erziehern und Senioren geschaffen.) Aus den ursprünglich vorher angesetzten zwei Besuchen der Senioren wurden auf Wunsch von Kindern und Senioren später mehrere - in loser Folge.
Bei den Besuchen standen zwei Themen im Vordergrund:
1. Die Senioren erzählen den Kindern von ihrem heutigen Tagesablauf
- was der alte Mensch im Vergleich zum im Arbeitsprozess stehenden Menschen (z.B. Vater, Mutter,...) nicht mehr kann: nicht schwer arbeiten, nicht so schnell reagieren, laufen; schlechter sehen, hören; er übt keinen Beruf mehr aus; er braucht Hilfen im Haus, Garten, beim Einkaufen; und, und, und,...
- wozu der alte Mensch heute mehr Zeit hat: die Mutter bei entsprechender Rüstigkeit vielleicht im Haushalt unterstützen; Babys ausfahren; Enkelkinder zum Kiga bringen; einkaufen; mehr Zeit für sich haben - es ist wichtig, daß die Senioren von ihren Hobbys ausführlich und individuell berichten ( es soll vermittelt werden, daß "Alt sein" nicht unbedingt bedeutet "Schwach, Krank sein, Unnütz sein, Abgeschoben werden" ).
- Folgen aus der Tatsache, daß die Senioren nicht mehr berufstätig sind: Sie bekommen Rente - weniger Geld als früher; Erklärung des Begriffes "Rente"; aufpassen, daß keine Gleichsetzung alt=arm geschieht.
- Wünsche der Senioren: ohne zu moralisieren, sollen sie sie sehr konkret den Kindern ihre Erwartungen und Bedürfnisse mitteilen (Vorbereitung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Senioren und Kindern; Erlernen von Kompromißbereitschaft.
2. Die Senioren erzählen, wie sie früher gelebt haben
Hilfreich ist es, wenn mitgebrachte Fotos und Gegenstände die Erzählungen begreifbarer machen (Viele Kinder leben heute in Kleinfamilien und haben nur noch wenig Bezug zu alten Menschen).
Einige wenige Bereiche sollten herausgestellt werden, wie das Leben der Menschen früher anders war, besonders das Leben der Kinder.
- Es gab keinen Kindergarten; auf den Straßen fuhren viel weniger Autos - darum gab es mehr Spielmöglichkeiten für Kinder auf der Straße, in der Nachbarschaft; Spielplätze waren nicht zwingend notwendig.
- Die Senioren stellen Spiele aus ihrer Kindheit vor, die dann zusammen gespielt werden.
- Es gab noch nicht so eine große Auswahl an Spielzeug.
- Es stand noch nicht in jedem Haushalt ein Fernseher bzw. viel weniger Programme, Computer, Telefon; was machten dann die Menschen am Abend? Erzählen, Singen, Gesellschaftsspiele, Lesen... Aber die Senioren sollten auch vermitteln, daß das Fernsehen, Computer, Telefon usw. als moderne Kommunikationsmittel bei "richtigem" Gebrauch sehr informativ sind und das tägliche Leben erheblich bereichern und erleichtern können. Ein Zuviel von dem einen oder anderen ist nicht wünschenswert - das Leben in der Familie wird durch das "gemeinsame Miteinander" bereichert.
- Bestimmte Nahrungsmittel gab es seltener als heute: Apfelsinen, Ananas, Bananen nur zu besonderen Gelegenheiten; hauptsächlich einheimische Obst -und Gemüsesorten, nicht so viel Fleisch.
- Es gab noch nicht so viele technische Geräte: elektr. Waschmaschinen (meine 69-j. Mutter hatte noch eine mit "Wassermotor" - "ggg"), Mixer, elektr. Kaffeemühle, Trockner,...

3. Eine Altenpflegerin aus der Gemeinde erzählt
Es reicht nicht, nur von aktiven, rüstigen Senioren zu erfahren, die z.T. in Familien, allein oder in Seniorenheimen leben. Eine Altenpflegerin könnte von den alten Menschen erzählen, die sie besucht oder im Senioren -bzw. Pflegeheim betreut. Dies als Vorbereitung zu einem Besuch der Kinder in einem Altenheim.

Wir haben dann im Anschluß an die Besuche die Eindrücke der Kinder weiter vertieft. Tätigkeiten früher - heute ausprobiert (z. B. Eischnee mit der Gabel oder dem Handmixer schlagen), Spiele, Malen, Basteln, Formen, Singen, Backen als Vorbereitung für den Besuch im Seniorenheim. Ich bin sicher, euch fällt eine Menge dazu ein!

In dieser Zeit des Themas haben verstärkt Rollenspiele der Kinder stattgefunden - ausreichend Material zur Verfügung stellen!

Dies ist meine Erfahrung mit dem Thema; wir hatten auf Seiten der Kinder, Eltern und Senioren viel Spaß, Freude und Erfolg damit.

Liebe Grüße
technofreak :guten tag:

P.S. Mich würde interessieren, wie ihr das Thema dann gestaltet habt.
 
M
mel80
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #11
Hallo!

Wir sind im Vorpraktikum zum Turnen ins Seniorenheim gegangen. Haben da dann kleine Spiele mit Kleingeräten gemacht. Oder eine Zehengymnastik etc.
Die Bewohner haben dann nach Kräften mitgemacht.

Am Muttertag sind wir zum Basteln hingegangen und haben jedem Bewohner eine Blume überreicht.

Ansonsten haben wir bei den unregelmäßien Besuchen verschiedene Lieder gesungen.
Auch Volkslieder bei denen die Bewohner mitsingen konnten. Z.B. im Märzen der Bauer.

Einmal waren die bewohner auch bei uns im Kiga und haben ganz normal beim tagesablauf mitgemacht und den Kindern vorgelesen.

Lg Melanie
 
K
kamille
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Zusammenarbeit mit Altenheim Beitrag #12
Hallo,

einige Kinder aus dem Kindergarten im Ort gehen einmal die Woche mit einer Erzieherin für ca. 2 Stunden in das Altenheim. Die Kinder und Senioren singen, spielen, basteln,.. zusammen. Es macht beiden Parteien Spaß. Die Kinder lernen dabei, dass es Senioren gibt, die nicht mehr fit sind, wie die eigenen großeltern und die senioren haben mal Abwechslung. Es machen die Senioren mit, die möchten.

Es stand sogar mal ein Artikel darüber in der Zeitung.
 
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